Monatsarchiv: Januar 2010
Islam ist Frieden?
Die dänische Polizei hat einen Angriff auf den für seine umstrittenen Mohammed-Karikaturen bekannten Zeichner Kurt Westergaard vereitelt.
Nach dem schweren Selbstmordanschlag mit über 90 Toten auf einem Sportplatz in Pakistan fahnden Polizei und Militär nach den Hintermännern des Attentats.
Bei diesen beiden Meldungen von heute morgen fällt mir der Satz “Islam ist Frieden” ein. Autoren und Kommentatoren bei PI benutzen ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit, um uns “Dhimmis” klarzumachen, was von der Friedfertigkeit dieser Religion zu halten ist. Und tatsächlich: Bei meiner Frau und mir wirkt es. Weniger die Tiraden bei PI (die lesen wir eher selten), aber das “allgemeine Klima” hat sich gedreht. Wir haben damit angefangen, sobald wir eine solche Nachrichte lesen, undifferenziert über den Islam zu schimpfen – immer heftiger!
Es gehört vielleicht zum perversen Kalkül der Islamisten, Abscheu, Angst, Schrecken und zunehmenden Hass durch unzählige barbarische Morde an unschuldigen Menschen zu säen. Sie nehmen in Kauf, ihre Glaubensschwestern und –Brüder, die Muslime in allen Ländern der Welt, in ihre Verbrechen zu verwickeln. Für viele Menschen lautet die Formel heute nicht “Islam ist Frieden”, sondern “Islam ist Terror”.
Innerhalb der letzten zwei Monate wurden allein in Pakistan 500 Menschen bei Anschlägen der radikal-islamischen Taliban getötet. Wir dürfen festhalten: Die Anti-Terror-Allianz hat zustande gebracht, Al-Kaida-Kämpfer und viele Taliban aus Afghanistan zu vertreiben. Jetzt operieren sie in Pakistan und destabilisieren dieses ohnehin labile Land. Aber Pakistan ist eine Atommacht. Keiner weiß, was uns der Krieg gegen den Terror künftig bringen wird. Frieden sieht jedenfalls anders aus. Und Krieg bringt vielleicht ab einem bestimmten Zeitpunkt Ruhe. Den darf man aber nicht mit Frieden verwechseln!
Das zufällig vereitelte Flugzeugattentat an Weihnachten führt dazu, dass die Amerikaner über Bombardements im Jemen nachdenken:
Der Jemen rückt ins Zentrum des Anti-Terror-Kampfes. Laut einem CNN-Bericht kundschaftet das US-Militär gemeinsam mit jemenitischen Behörden Stellungen von al-Qaida aus, um sie zu bombardieren.
In Nigeria, dem Heimatland des verhinderten Attentäters, proben Islamisten den Aufstand.
Die Islamisten legen sich mit der ganzen Welt an. Wir leben mit vielen Muslimen zusammen. In Deutschland sind es nach neueren Studien etwa 4,3 Mio. Menschen. Das Zusammenleben entwickelt sich. Allerdings nach meiner Feststellung und trotz staatlicher Bemühungen nicht zum Besten. Das liegt wohl weniger an diesen Bemühungen als vielmehr an der Tatsache, dass sie zum einen natürlich reichlich spät gestartet wurden, zum anderen aber daran, dass in der Bevölkerung die Angst vor dem Terrorismus wächst und diese Angst die Einstellung der Menschen negativ verändert.
Früher war es so, dass man vornehmlich die Türken, die den größten Anteil der in Deutschland lebenden Muslime stellen (2,5 Mio.) in diesem Land kaum wahrgenommen hat. Erst ab einem bestimmten Zeitpunkt beklagte man sich darüber, dass sich eine Parallelgesellschaft entwickelt hatte. Wir stellten spät fest, dass Deutschland längst ein Einwanderungsland geworden ist und dass wir mehr für die Integration tun müssten. Aber man kann Versäumnisse von Jahrzehnten nicht innerhalb einer kurzen Zeit wettmachen, zumal Integrationsarbeit auch viel Geld kostet. Immerhin ist ein Prozess in Gang gekommen.
Leider wird dieser begleitet von den Gewalttaten muslimischer Terroristen und nicht wenige Menschen vergleichen bzw. übertragen die Erfahrung dieser Schreckensnachrichten und –bilder mit dem Islam.
Sehen wir uns die Situation im Iran an. Wir sehen, wie verzweifelt sich dort viele Menschen gegen das Mullah-Regime auflehnen. Auch diese Bilder bestärken uns in der Erkenntnis, dass der Islam nicht wirklich friedlich ist.
Die westliche Kultur, die von vielen Muslimen, auch von solchen, die lange bei uns leben, verachtet wird, ist mit der muslimischen unvereinbar. Keine Neuigkeit, gewiss. Aber muss das zwangsläufig bedeuten, dass ein Zusammenleben zwischen nicht funktioniert? Es gibt doch genügend Beispiele dafür, dass das sehr wohl funktioniert. Wichtig ist dabei, dass sich die Menschen unterschiedlicher Kulturen auf gleicher Augenhöhe gegenüber stehen. Ob man das hinkriegt? Es gibt Historiker, die sagen, dass Rom kein Weltreich gewesen wäre, hätten die Menschen genau diese Fähigkeit nicht besessen. Weshalb sollten Menschen in der Antike über diese verfügt haben und wir nicht?
Das Ziel lässt sich erreichen, wenn wir wieder einen Wert hochhalten, der in den letzten Jahren insbesondere durch reaktionäre Kräfte in Verruf geraten ist – wir brauchen mehr Toleranz. Gleichgültigkeit darf allerdings nicht mit Toleranz verwechselt werden. In diesem Sinn waren wir nämlich zu lange sehr tolerant! Jetzt sind Bekenntnisse gefragt. Bekenntnisse zu eigenen Werten und zu anderen Menschen. Wir müssen darauf achten, dass sich nicht Christen gegen Muslime und Muslime gegen Christen positionieren. Denn wir leben zusammen. Die Welt wird kleiner.
links for 2010-01-01
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Mann, ich hab’s verpennt
Irgendwann die Tage haben wir hier den
7.000sten
Kommentar gehabt, und ich hab’s verpennt.
Jürgen
war’s (wer sonst) und zwar gestern Abend um 20:44 Uhr.
Also, herzlichen Dank, allen Schreiberinnen und Schreibern und noch einmal alles Gute für das neue Jahr, das nun auch schon wieder bald rum ist.
Minify und .htaccess statt Plugins?
Der Performance Score 94 (gemessen mit YSlow) kann sich doch sehen lassen.
Ich habe mich auf die Webmediziner von Dr.Web eingelassen und es heute mal ausprobiert. Super Cache, Widget Cache und WP-Minify abgeschaltet und dafür nur die .htaccess gemäß Vorgabe gefüllt. Dazu habe ich Minify auf dem Webserver installiert und in relativ mühevoller Kleinarbeit die CSS-Files und Javascripts eingetragen. Im Moment (hoffentlich bleibt es dabei) bin ich zufrieden!

Mit wenigen Bytes können, wie es im Dr. Web-Artikel heißt, leicht mehrere KiloByte eingespart werden. Um die .htaccess-Einträge so nutzen zu können, ist ein Apache-Server erforderlich (bei allinkl läuft das bestens)!
So einfach das Kopieren dieser Daten in die .htaccess ist, so vergleichsweise aufwändig ist die Installation bzw. die Anpassung von Minify. Die Handhabung des WordPress-Plugins “WP-Minify” ist dagegen einfach. Allerdings ist die Anwendung auch nicht ohne.
Die Ergebnisse meiner Mühe haben mich aber dann überrascht und (für den Moment) auch zufrieden gestellt.
Nach erfolgter Installation und dem Aufruf: “Webadresse/min” wird der Minify-Builder
gestartet. Zunächst werden alle Javascripts, danach alle CSS-Files benannt (oder umgekehrt), die man zusammenfassen möchte. Die passende URL kann am leichtesten mit dem FTP – Programm ermittelt bzw. kopiert werden (s. rechts). Dabei bitte beachten, dass auch nur der Teil später mittels Update-Taste übernommen wird, der an die Domain anschließt:
zum Beispiel:
http://www.querblog.de/wp-content/themes/thesis_151/custom/custom.css
Wenn man später alle Einträge zusammen hat, erscheint nach dem Betätigen der Update-Taste dieses Feld:
Alle Einträge, die hier erscheinen, müssen dann in die Datei Header.php übertragen werden. Bei Thesis ist die Sache deshalb nicht so easy, weil es keine übliche header.php gibt. Speziell für Thesis habe ich auch keine Anleitung gefunden.
Ich gehe davon aus, dass die Einträge, die standardmäßig vom System dort hinein geschrieben werden, durch die neuen ausgetauscht werden müssen. Alles andere würde wohl keinen Sinn machen. Ansonsten wären ja doppelte Einträge vorhanden. Insofern ist also vor Beginn der Arbeit (natürlich!) eine Sicherung des gesamten Themes obligat.

Dieser zweite Teil muss in die Datei “groupsConfig.php” eingetragen werden. Diese befindet sich im Verzeichnis “URL/min”.
Die Datei config.php im Verzeichnis “URL/min” sollte um den Eintrag:
ergänzt werden. Daraus ergibt sich natürlich auch, dass das Verzeichnis “Cache” mit entsprechenden Rechten (777) ausgestattet sein sollte.
Wie man hier sieht, geht dort innerhalb kurzer Zeit der Punk ab:
Ich bitte um Nachsicht, wenn ich auf die Anleitung, die Minify natürlich beiliegt, hier bisher nicht eingegangen bin. Da ich kein Englisch spreche habe ich probiert, so klarzukommen. Vielleicht ist die Installation nach Anleitung viel leichter.
Plugins schreiben in den Header des Blogs eigene Einträge (CSS- oder Javascript-Verweise). Keine Ahnung, wie man damit umgeht. Vielleicht weiß das jemand und kann es hier posten? Wäre toll!
Hier gibt es weitere Tipps zur Handhabung der .htaccess und andere Tipps:
Blogger-World
[Einträge in die wp-config.php um WordPress etwas schneller zu machen](http://www.crazytoast.de/2009/12/blog-seo-tips/eintraege-in-die-wp-config-php-um-wordpress-etwas-schneller-zu-machen.html
Mein Blog ist immer noch nicht wirklich schnell. Das liegt aber auch daran, dass ich mich einfach nicht so leicht von meinen liebgewonnen Plugins trennen mag. Regelmäßige Besucher/innen meines Blogs kennen das ja. ![]()
links for 2009-12-31
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Wie außerordentlich inspirierend. Einen Moment verharren und stauen
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Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Das war eine Empfehlung von Dr. Web!
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Hochinteressanter Artikel, dessen Inhalt ich gleich in meinem Blog ausprobiert habe. Klappt prima. Noch einen Tick schneller…




