Jeder siebte Bundesbürger lebte 2008 unterhalb der Armutsschwelle. Das ist rund ein Drittel mehr als zehn Jahre zuvor.
via Studie: Jeder siebte Deutsche ist von Armut bedroht – Nachrichten welt_print – Politik – WELT ONLINE.
Es gibt immer weniger Arbeit und die wenige Arbeit wird immer schlechter bezahlt. Ich kann nicht glauben, dass die Lohnhöhe wirklich überwiegend etwas mit dem Verhältnis von Lohn und Produktivität zu tun hat. Es gibt zu viele Beispiele, in denen dieses Verhältnis wohl eher keine spielt. Vielmehr wird von diesen Unternehmen das Interesse der eigenen Arbeitnehmer zugunsten kurzfristiger Mehrerträge mit Füßen getreten. Das Lohnniveau wurde nicht gesenkt, weil das Geschäftsmodell nichts anderes hergibt, sondern deshalb, weil die Notlage der eigenen Beschäftigten ausgenutzt werden soll. Das ist eine Seite des Kapitalismus, über die mehr geredet werden müsste.
Und was soll man davon halten?
Mindestlohn: Lidl will den Mindestlohn












Lidle lenkt vom tödlichen Käse ab!
Daran habe ich natürlich auch als 1. gedacht. Aber wenn am Ende dafür ein Mindestlohn bei LIDL auskommt…
@ap: kommt auch darauf an wie niedrig der ist
.
Der Horst hat sicher ein paar Goldbarren im Keller, die ihn vor der Armut bewahren? :harry:
Goldbarren wären jetzt die richtige Währung. Wer weiß, was mit dem Euro noch alles passieren wird?
Soll ich kommen und dir beim tragen helfen? Ooder sind das so viele, das du einen starken Helfer brauchst? :soldier: Bedenke aber: dieser Helfer muß absolut vertrauenswürdig sein – sonst haut der dir auf den Kopf und “trächt” die Kostbarkeiten “wech”!
DAS wär nich :klo: gut…
Diese relative Armut entsteht durch Arbeitslosigkeit und Berufsausbildung/-start junger Leute und hat ziemlich wenig mit zu geringen Löhnen zu tun.
Und dass Arbeit”geber” nur so viel zahlen, wie sie unbedingt müssen, war schon immer so. Egal, welche Entwicklung man kritisieren will: Das kann der Grund nicht sein.
@Rayson: Mag ja sein, dass die AG immer nur so viel zahlten, wie sie es mussten. Dann sind sie eben heute ungerecht und zahlen im Verhältnis zu früher weniger bzw. zu wenig.
Im Übrigen sagst du also, dass die Aussage des DIW unzutreffend ist? Interessant.
Und die festgestellte Zunahme der Armut kommt also nur die den hohen Anteil von Berufsanfängern (also jungen Leuten)? Hatten wir nicht ein demografisches Problem?
@ap
Für diese These spricht überhaupt nichts. Wie gesagt, ist es mikroökonomisch irrational, unterhalb der Produktivität zu bezahlen, weil man so die Arbeitskräfte an denjenigen verlieren würde, der besser rechnen kann.
Äh, wo? Ich bin immer sehr neugierig zu erfahren, was ich so alles sage… Tatsächlich beziehe ich mich auf den DIW. Schon mal dessen Website besucht?
Offensichtlich zu einem großen Teil. Andererseits ist natürlich auch das Medianeinkommen gestiegen, was schon arithmetisch Einverdiener-Haushalte (wobei es sich bei Haushalten mit vielen Kindern meist handeln dürfte, bei Alleinerziehenden per se) ärmer macht.
Das kommt jetzt erst so langsam an den Schulen an und wird in 20 Jahren in Rente gehen.
@Rayson: In den Medien war nicht von “relativer Armut” die Rede, sondern davon, dass jeder Siebte in Deutschland arm ist. Eigentlich ist es so ziemlich egal, ob junge Leute zu wenig Einkommen zur Verfügung haben oder alte Leute zu wenig Rente. Arm ist arm. Und dass ausgerechnet die Leute, denen es im Leben nie schlecht gegangen ist, an der Armutsdefinition herumnörgeln, ist typisch für unser Land.
Du willst mir also wirklich erzählen, dass der Abwärtstrend bei den Löhnen für Millionen von Menschen in diesem Land nicht stattgefunden hat? Lies mal Stern – Heft 4/2010 – Geschäftsmodell Ausbeutung. Aber das ist natürlich alles linke Propaganda.