Webcams fernsteuern – ein alter Hut

2.300 Laptops wurden an Schüler einer Schule in Transsilvanien Pennsylvania (USA) ausgegeben. Damit sollen Lehrer ihre Schüler bespitzelt haben. Mich wundert, dass es nicht umgekehrt gewesen ist. Die Jungens und Mädels können sich doch wohl um ein vielfaches besser mit PC’s um deren Zubehör aus als ihre Lehrer. Oder habe ich das bisher immer falsch verstanden?

Ich habe auch schon seit Jahren so’n Ding auf meinem Bildschirm klemmen und benutze es, seitdem meine Nichte aus ihrem Auslandsaufenthalt zurück ist, nur selten. Die Kommunikation über Skype und diese Kamera war eine tolle Geschichte. Außerdem kostete sie ja auch nichts.

Ich weiß (weil ich das irgendwo und vor langer Zeit gelesen habe), dass man das Ding, wie viele andere Sachen am PC auch “knacken” kann. Deshalb habe ich Vorkehrungen getroffen. Welche sag ich nicht – ätsch! Jedenfalls gehört auch dazu, dass ich die vorhandene Klappe einfach immer runter klappe. Gut, eine Klappe gibt’s an einem Laptop ja wohl nicht. Aber Vorkehrungen wird man trotzdem treffen können. Und die sollten die doch angeblich mediengewandten jungen Leute auch kennen. Typisch amerikanischer Aufreger. Die denken wahrscheinlich, dass ihre Töchter von irgendwelchen geilen Lehrern bespitzelt worden sind. Mal sehen, was daraus wird.

US-Schüler per Web-Cam ausgespitzelt?
Quelle: Schulen: US-Schüler per Web-Cam ausgespitzelt? | News | ZEIT ONLINE

Dank an Jürgen für den Tipp.

Kommentare

  1. Kiri meint:

    Regel 1: Niemals jemand anderes an den Rechner lassen.
    Regel 2: Niemals Software installieren, die man nicht kennt und vorher gescannt hat.
    Regel 3: Kamera und Mikrofon im Gerätemanager deaktivieren.
    Regel 4: Per netstat-Befehl schauen, was so alles vom Rechner aufs Internet zugreift.

    Wenn man alles richtig macht, sollte man keine Probleme haben. Aber wer benutzt schon Laptops, die von Schulen ausgegeben werden? Das stinkt doch geradezu nach irgendwelchen Kontrollprogrammen.

  2. JürgenHugo meint:

    Ich weiß inzwischen was mehr: die Schule soll dem Schüler Drogenmißbrauch vorgeworfen haben – der wiederum sagt, er hätte nur ein Bonbon genommen.

    Sei es wie es sei – mit “Typisch amerikanischer Aufreger. Die denken wahrscheinlich, dass ihre Töchter von irgendwelchen geilen Lehrern bespitzelt worden sind. Mal sehen, was daraus wird.” – damit ist das nicht abgetan!

    Das eine Schule sowas macht, ist eine bodenlose :miesdrauf: Sauerei egal wo, und egal warum. Gewisse Sachen tut man nicht – jeder sollte das wissen. Besonders und gerade Lehrer. Hier geht es schließlich nicht um Terroristenfahndung – das schlimmste, was hätte eintreten können: es wären vielleicht ein paar von den 2300 Laptops geklaut worden. So what.

  3. JürgenHugo meint:

    @Kiri:

    In meinem “Zweitgerät”, dem iMac – da ist auch eine WebCam direkt eingebaut. Deaktivieren tu ich die aber nicht. Weil ich ja weiß, was die aufnehmen könnte. Ich hab dem Horst ja ein Bild davon geschickt. Man sieht mich und/oder einen Teil vom Wohnzimmer. Außerdem kenn ich auch einige “Vorkehrungen” grins. :-)

    Aber den anderen Rat von dir, den befolge ich eisern: niemand kommt an den Comp. Ausnahmen wären evtl. so Leute wie Horst und Caschy. Ich schätze mal, die würden das aber auch ungefragt gar nicht tun. Wenn ein Nachbar was dringliches hätte (sein Comp is kapputt und er muß dringend eine E-Mail schicken) – dann würd ICH die aber schreiben, nich der. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Sagte schon Lenin…

    PS: den Horst würde ich auch unbeobachtet an den Comp lassen, der macht sicher nix schlimmes. Und er würde bestimmt auch irgendwelche Bemerkungen über irgendwelche P**-bildchen/filmchen unterlassen. Weil er sich meine Antwort vorstellen könnte: “Wenn dir was nich passt, dann guck einfach nich hin” würd ich sagen. So. :-)

    PPS: und weil der Horst so ein lieber Mensch ist, würde ich auch nicht singen, wenn er am Computer fummelt. Er weiß schon warum – ich hab ihm mal ein kleines Liedchen von mir als Datei geschicht… :-)

    Es hört sich schlimm an, singen kann ich nämlich nich so doll, grins…

  4. ap meint:

    So habe ich das auch gemacht. Nun sollte wohl nix passieren. Für meine Überwachung ist ausschließlich meine Frau zuständig. Und Google macht den Rest. Jürgen nicht zu vergessen :-)

  5. ap meint:

    Wenn das wirklich gemacht worden ist, um die Schülerinnen und Schüler zu überwachen, hast du natürlich vollkommen recht. Aber ist das denn so sicher? Anhand der Berichte sieht das eher wieder mal nach einer hysterischen Reaktion amerikanischer Medien aus.

  6. JürgenHugo meint:

    @Horst: das mit der Überreaktion, das mag ja sein – aber mich hat das wirklich erschreckt. Wenn ich doch sowas mache (die Schule sagt ja wegen Diebstahlschutz) dann darf ich mich doch nicht auf dem “linken Fuß” erwischen lassen.

    Denn das das verboten ist – dazu brauchts kein Studium – was die Lehrer aber ja wohl alle haben. Wer dann diese unrechtmäßigen “Beweise” öffentlich benutzt – das ist doch ein Trottel hoch 3. Denn das das Ärger gibt – das kann sich nun jeder ausrechnen.

  7. Markus meint:

    Ich habe hier auf den TFT eine Webcam aufgesetzt, die ich mittlerweile kaum noch nutze. Allerdings habe ich die Cam nicht deaktiviert, dafür bräuchte ich nur den USB-Stecker abziehen ;) , sondern einfach die mitgelieferte Blende vor die Linse geklappt.

    Die Kamera am Netbook wird auch keinen Schaden anrichten, weil das Teil bei Nichtbenutzung ausgeschaltet uns zugeklappt ist :D

  8. ap meint:

    @Markus: Genauso mache ich das auch. Wieso benutzt du eigentlich die Webcam nicht (mehr)?

  9. Markus meint:

    @ap: Also ich nutze den ganzen Messenger-Kram kaum noch, aus Zeitgründen. Wenn ich an Online-Konferenzen teilnehme, dann mit Mumble, oder Online-Zusammenarbeit mit Etherpad. Beides verfügt auch über eine Chat-Funktion, unterstützt aber kein Video. Deshalb nutze ich die Webcam nur noch ganz selten mal, um mal nen Snapshot für nen Avatar oder so zu machen…