Guido Westerwelle hat mit seinen Sätzen von der spätrömischen Dekadenz eine Kampagne gestartet. Wahrscheinlich war er sich nicht im Klaren darüber, welche Wellen seine Sätze schlagen würden. Ich nehme es zumindest nicht an, dass er diese Wirkung einkalkuliert hatte. Jetzt ist klar, dass er, wie er selbst sagte, den Finger in die Wunde gelegt hat und er streut weiter kräftig Salz hinein.
Anstatt sich aber über die “holzschnittartige Debatte” aufzuregen und stattdessen im eigenen “Duktus” zu reden, sollte so langsam zumindest Klarheit darüber einkehren, dass wir so nicht weiterkommen werden. Nicht vor den nächsten Wahlen und auch nicht danach wird es Lösungen geben, die allen recht werden.
Wenn Westerwelle Krokodilstränen darüber vergießt, dass Arbeit sich heutzutage nicht lohnt, andererseits angeblich jedoch die Arbeitsanreize für Hartz IV-Bezieher zu niedrig sind, weshalb zum Teufel ist er dann nicht konsequent für den Mindestlohn? Jedenfalls haben wir es in diesem Sinne wohl mit einem Paradoxon zu tun, einem gordischen Knoten, den der Leichtmatrose auf der Regierungsbrücke scheinbar nicht durchschlagen kann. Jedenfalls redet er heute nicht darüber, welches Seilende er ggf. bereit ist aufzunehmen. Aber als verantwortlicher Politiker muss man sich nun einmal entscheiden – nicht wahr?
Wir können davon ausgehen, dass die FDP ihren Vorstoß sehr bald nach den NRW – Wahlen machen wird. Bis dahin sind wohl die Sondierungsgespräche mit den Konservativen in dieser Frage so weit gediehen, dass durch eine spätere Zuspitzung die Koalition nicht mehr weiter belastet wird.
Inzwischen merkt man ja klar und deutlich, dass man die Stammtische und nicht nur die auf seiner Seite hat. Auch Frau Angela –nicht mein Duktus- Merkel wird sich wohl nach der Wahl plötzlich und nach geschickter Körpertäuschung auf die andere Seite schlagen und schon zu verhindern wissen, dass es eine andere Lösung gibt als die, die auch ihre Klientel davor schützt, dass sich deren Arbeit noch weniger lohnt.









Ei wei – diese vertrackte “holzschnittartige römische Dekadenz” der Leichtmatrosen… :prost: Oder is er gar nur ein Schiffsjunge, der Guido? Tja, wenn man das so genau wüßte…
Denn: “Wissen ist Macht!” – wenn ich wüßte warum bei deiner Leiste oben mal das Symbol fürs “Dickschreiben” und jetzt das fürs “Kursive” fehlt – DANN wüßt ich auch mehr. Und wär vielleicht mächtiger, grins.
Ja Jürgen, das verstehe ich wirklich auch nicht. Bei mir sind sie da. Unter FF, IE8, Opera, Chrome und auch Safari. Hast du an deiner Auflösung herumgespielt? Versuch mal CTRL I für Invers und CTRL b für bold Das geht bei allen genannten Browsern.
Nee – ich hab immer 1920×1200 bzw. 1280×1024 eingestellt. Die sind ja auch nich immer “wech”. jetzt z.B. und meistens sind Dick und Kursiv wieder beide da.
Von deinem Tip mit CTRL mach ich mir gleich listig einen Screenshot!
Der Caschy, der hat die Leiste ja “gaanich” mehr, dieser Lümmel, grins. Da könnt ich dann ja…
hm, in dem sehr Mitschnitt der Sendung “Der Tag” auf hr2 (http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/derTag/derTag_20100216.mp3) “Ein Mann sieht rot – Die Rhetorik des Herrn Westerwelle ist allerdings von gezieltem Kalkül die Rede. Die Hypthese ist, dass Westerwelle frustrierte Wählerpotentiale der CDU abschöpfen will. Allerdings gerade der Rhetorikexperte meint, dass bei größeren Bevölkerungsgruppen mit Demagogie nicht viel zu holen ist. Wie auch immer, interessante Sendung in jedem Fall.