Die Amerikaner könnten uns heute Abend noch den 2. Rang im Medaillenspiegel streitig machen. Sie müssten dazu allerdings Gastgeber Kanada im Eishockey-Finale schlagen. Dann wären wir trotzdem 3. im Medaillenspiegel. Eine ganz tolle Leistung, die wir hoffentlich auch zu schätzen wissen.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Kritik an den Spielen konnte man lesen, insbesondere am kanadischen Veranstalter. Die Spiele waren noch nicht gestartet als es schon einen Toten zu beklagen galt. Ganze Artikel beschäftigen sich mit den Gefahren für die Sportler. Der Kölner Stadt-Anzeiger widmet heute seinen Leitartikel der “Sucht nach dem Superlativ”.
In der veröffentlichten Wahrnehmung ist die Sucht danach überhaupt nichts Neues. Die Hauptrolle spielen die Goldmedaillen-Gewinnerinnen und –Gewinner. Dabei sollen doch alle Sportler, die dabei sind, im Mittelpunkt stehen – oder? Es heißt doch: Dabei sein ist alles. Ist das Schnee von gestern? Die, die Silber, Bronze gewonnen haben werden mir zu oft als “Verlierer” behandelt. Schade, wenn über die Medien mitunter der Eindruck vermittelt wird, als würde nichts zählen außer einer Goldmedaille. Aber eigentlich ist es ja auch nur konsequent. Nur die oder der Beste zählen etwas in unserer Gesellschaft. Am Superlativ wird herumgefuhrwerkt. Er wird immer exzessiver ausgeschmückt, in den Mittelpunkt allen Interesses gerückt. Bald findet man keine Worte mehr, um die supertollen, extraordinären Leistungen der Akteure zu feiern, die gerade zu feiern sind und man vergisst damit all die anderen, die sich den Arsch dafür aufreißen, uns, die Zuschauerinnen und Zuschauer, so prächtig zu unterhalten und –oft genug- auch stolz zu machen.
Unsere Männer waren bei dieser Olympiade nicht so erfolgreich. Macht aber nix. Schließlich haben wir ja die schönen und schnellen Mädels, die sich für Superlative in mannigfaltiger Hinsicht wohl noch viel besser eignen.
Irgendwie sollten wir bald mal wieder auf den Teppich zurückkommen und uns darauf besinnen, worum es bei der Olympiade gehen sollte. Aber das können wir von den Medien, die natürlich nur das tun, was wir von ihnen wollen oder erwarten, nicht verlangen. Auch diesen Teil unseres Lebens bestimmen selbstverständlich Angebot und Nachfrage.
Cross Werbung für "Wetten dass...?" in der ARD
Stimmproben








Ich hoff ja, das die Amis beim Eishockey dauernd hinfallen und Kanada haushoch gewinnt. Aber eigentlich sind wir ja eh die besten – die Kanadier waren sicher alle gedopt. :schneemann:
Unsere dürfen ja nich so richtig dopen…da wird die beste Eisschnellläuferin zu Hause gelassen – wegen noch mal richtig bewiesenen Doping. Wann werden unsere Sportoberen endlich mal schlauer? Mit dem Finger zeigt man immer nuur auf die anderen – nie auf die eigenen Athleten. Da muß eisern abgestritten werden!
Mir wäre ein gedopter Deutscher mit Goldmedaille 10x lieber als ein sauberer ohne…So. Ich weiß das du das anders siehst – ich seh das aber so. Punkt.
PS: natürlich dürfte sich der gedopte Deutsche nich erwischen lassen (das werden die Sportwissenschaftler doch wohl hinkriegen?)! “Ich bin nur deswegen so haushoch überlegen, weil ich ungeheuer viel trainiere und immer zwei Portionen Suppe esse!” – DAS müßte der dann ausländischen Reportern sagen, die an seiner Sauberkeit zweifeln.
Ach, ist das schon wieder vorbei? Ich habe keine 10 Minuten am Stück gesehen …
Ich habe das letzte Mal vor ca. 1/4 Jahrhundert etwas von der Olympiade gesehen. Geht mir genauso am ….. vorbei, wie Wetten-Dass.
@JürgenHugo: Die Entscheidung gegen Claudia Pechstein wurde weniger national, sondern mehr auf internationaler Sportgerichtssebene getroffen. Die deutschen Funktionäre hätten vielleicht dafür sorgen wollen, dass sie teilnimmt. Ich kann mir persönlich kein Urteil darüber erlauben, ob ihre Disqualifikation berechtigt war oder nicht. Persönlich war das eine harte Entscheidung für Pechstein, die ja auch ihre berufliche Karriere bei der Bundeswehr eingeschlossen hat. Das mit Kanada hat ja gerade nochmal geklappt – gestern Abend. So ist auch die Rangfolge so geblieben, wie ich es ebenfalls gehofft hatte.
@Andreas + @Didi: Ihr seid mir ja zwei. Nicht mal Sesselsportler wollt ihr sein? Ich bin ehrlich: Viel habe ich mir auch nicht angesehen. Aber mehr als 10 Minuten waren es schon. Biathlon und Eishockey und teilweise auch den Riesenslalom fand ich sehenswert. Was nicht heißt, dass ich die anderen Sportarten nicht mag. Nur habe ich keine Zeit gefunden, mir diese anzusehen.
Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen. Den 2. Platz in der Nationenwertung hatten wir so oft ja auch noch nicht.
@Webspitzel: Ich treibe selbst sehr viel Sport und zwar jeden Tag, soweit es das Wetter zulässt.
@Didi: Das ist brav. So kriegt man, habe ich gelesen, auch keine Wampe, die einen daran hindert, die Schuhe ohne Schuhbänkchen anzuziehen.
Wenn diese verdammte Splitt endlich weg wäre, würde ich zur CeBIT skaten. So fahre ich wohl mit dem Rad und grinse, wenn ich die Parkwächter passiere.
@Horst:
Du weißt doch, wie dünn ich bin – haste ja auf dem Foto gesehen. Ich zieh mir die Schuhe auch nich im stehen an. Entweder setz ich mich im Schlafzimmer auf einen Stuhl, oder im Bad (da ist auch das Schuhregal) auf mein “Schuhhöckerchen”.
Früher hab ich mich auf den zugeklappten Klodeckel gesetzt, das war recht bequem. Aaber: nach knapp 3 Jahren hat es einen Knall getan, das ich geglaubt habe, das Klo explodiert. Da ist ein ganzes Stück aus dem Klodeckel rausgebrochen – ei wei! :klo:
Ich hab mir dann einen superstabilen neuen “Kloaufsatz” gekauft (der würde selbst dich aushalten, grins) – aber inzwischen hab ich mich an das Höckerchen gewöhnt.
Außerdem muß/will ich ja den “guten” Klodeckel schönen. Der ist schön dunkelblau. So. :klatschen:
Klodeckel tun es auch. Ich benutze immer das, was sich gerade so eignet, muss allerdings dafür manchmal erst rumsuchen. Ich sollte mal wieder fasten. :bier: :bombe:
Ich hab 2 von diesen “Spezial-Höckerchen” – kleine Vorräte sind immer gut!