Monatsarchiv: Februar 2010
Beta von Foxdie von Lohn Locke für FF 3.6 ist da
Wer, wie ich, auf John Lockes neue Version des Foxdie-Themes für den Firefox 3.6 (Windows) wartet, dem sei hier kurz gesagt, dass er eine Beta hier downloaden kann. Die Sub-Themes sind noch nicht verfügbar. Aber wem es zu lange dauert, der hat zumindest schon mal das Standard-Theme zur Verfügung.

Zu viele Arztbesuche in Deutschland?
Das Thema kam gestern bei “Maybrit Illner” auch wieder vor. Was in manchen Diskussionen über die vielen Arztbesuche immer untergeht, ist, dass vieles in unseren bescheuerten Regelwerken angelegt ist, die zwangsläufig solche Statistikwunder erzeugen müssen.
Ich musste letztes Jahr wegen meiner üblen Schulterbeschwerden sehr oft zum Arzt. Zuerst zum Hausarzt, später zum Orthopäden. Und dann hatte ich noch andere gesundheitliche Probleme, die den Besuch eines weiteren Facharztes erforderte. Damit ich nicht in jedem Quartal mehrmals die Praxisgebühr zahlen musste, bin ich natürlich auch immer brav zum Hausarzt und habe mir eine Überweisung geben lassen. Dann war Quartalswechsel und ich habe mir vom Orthopäden wiederum eine Überweisung zum Hausarzt geben lassen. Nur so sparst du die erneute Praxisgebühr.
In diesem Jahr wird das (leider) wohl noch eine Weile so weitergehen. Inzwischen habe ich regelmäßige Termine in einer radiologischen Praxis. Auch dort das gleiche Spielchen. Diese Woche war ich bei einem Hautarzt und schwupp wieder. Davor musste ich mir wiederum die notwendigen Überweisungen besorgen. Immer vor allem deshalb, um nicht erneute die Praxisgebühren zahlen zu müssen. Viele meiner Arztbesuche wären also nicht erforderlich gewesen. Anhand dieses einfachen Beispieles kann man sich leicht vorstellen, weshalb statistisch bei uns in Deutschland 18 Arztbesuche pro Jahr zu Buche stehen. Es ist einfach lächerlich!
Da hat sich doch einer vorgedrängelt!
Bis vor kurzem stand der Querblog gleich an erster Stelle, wenn ich den Namen als Suchbegriff bei Google eingegeben habe. Jetzt steht da auch ein Querblog. Allerdings nicht meiner. Ich bin verärgert! Wie ich die Bayern kenne, wird die das nicht jucken.
Vielleicht sollte ich deshalb doch die Domain wieder mal wechseln. Auch wenn Teile der verehrten Leserschaft darüber nicht gerade erfreut wären. Was meint ihr? Querblog lassen oder zum Webspitzel umziehen? Wahrscheinlich ist das eine blöde Idee.
Post von Kollegen
Anfang der Woche erhielt ich Post von Kollegen. Die waren ausnahmsweise (wohl wegen des Wetters) mit dem Zug unterwegs und nutzten die Gelegenheit für diese Postkarte an mich:


Das war doch (sozusagen) mal ein echt netter Zug. Wenigstens zwei Leute in der Firma, die meine Arbeit zu schätzen wissen ![]()
Ich will 5% und fertig!
Im öffentlichen Dienst wird, jedenfalls in den unteren Lohngruppen, nicht viel verdient. Da kann man die Verdi – Lohnforderung von 5 % verstehen. Aber nur auf den ersten Blick! Die Argumente der Gewerkschaft sind platt, ja abgenutzt. Sie will mit 5% mehr Lohn für den öffentlichen Dienst sicherstellen, dass der ohnehin aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise zu erwartende Nachfragerückgang etwas abgemildert wird. Hat das denn in den vergangenen Jahren so funktioniert, wie Verdi es uns “verkaufen” möchte?
Der wirtschaftliche Erholung der letzten Jahre und der erst später einsetzenden besseren Binnennachfrage ging doch eine deutliche Verbesserung der allgemeinen Konjunktur voraus. Der Grund dafür war das gut laufende Exportgeschäft, nicht die Binnennachfrage. Die Prognosen für das Jahr 2010 sind aber, was diesen für Deutschland so wichtigen Bereich angeht, nicht so rosig. Generell wird erwartet, dass die Binnennachfrage aufgrund steigender Arbeitslosenzahlen zurückgeht. Wir fallen in alte Verhaltensmuster zurück, die wir aus den ersten Jahren des neuen Jahrtausends kennen. Natürlich ist dies verständlich. Die Menschen machen sich Sorgen und geben, solange sie noch welches verdienen, weniger Geld aus.
Daran würde eine 5%ige Lohnerhöhung wohl eher wenig ändern. Sicher ist aber, dass die Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst durch die zusätzlichen finanziellen Belastungen ebenfalls stark unter Druck geraten würden. Das Risiko, auch dort den Job zu verlieren, würde erheblich steigen. Die Diskussion um die Finanzlage der Städte- und Gemeinden ist (auch wenn die aktuelle zeitliche Abfolge uns etwas misstrauisch machen kann) allen präsent. Es gibt keine Spielräume. Fast lächerlich wirkt da die Forderung von Gewerkschaftern, die meinen, man könne durch Verlagerung finanzieller Schwerpunkte bzw. Prämissen an diesem Tatbestand irgendetwas ändern.
Die Arbeit der Gewerkschaften wird immer schwieriger. Auch deshalb, weil die Menschen heute vielleicht mehr als früher beurteilen können (oder nehmen sie das nur an?), wie die Zusammenhänge zwischen Kostenerhöhungen und Zunahme der Arbeitslosigkeit sind und sich deshalb ihr eigenes Urteil über Forderungen dieser Art bilden. Lohnforderungen werden von der Bevölkerung nicht unbedingt mitgetragen, wenn klar wird, wie diese wirken werden. Sie schlagen vielleicht auch negativ auf die Gewerkschaften zurück. Das kann man an den rückläufigen Mitgliederzahlen nachvollziehen.
Und die wenigsten sind bereit, sich mit solchen Konsequenzen auf Dauer anzufreunden oder diese womöglich als normal zu betrachten:
Der Winter setzt Kölns Straßen zu. Schlagloch reiht sich an Schlagloch und der Frost reißt mehr Asphalt auf, als die Arbeiter flicken können. Das Wetter ist allerdings nicht das einzige Problem. Für Instandsetzung fehlt auch das Geld. Da ist der Verfall programmiert. Quelle: Unterwegs auf Kölns Schlagloch-Pisten – Kölner Stadt-Anzeiger
Ein hilfloser Philipp Rösler
Wie hilflos er wirkte — gestern Abend in den Nachrichten, als er den gesetzlich Versicherten riet, die Krankenversicherung zu wechseln. Die Ankündigung, dass viele Krankenkassen nun den Höchstsatz (also 1 % des Bruttoverdienstes) als Zusatzbeitrag verlangen werden, hat uns kalt erwischt. Die 8 Euro wurden ja schon heiß diskutiert und nun das.
Nicht alle Kassen fordern Zusatzbeiträge. Lohnt sich ein Wechsel? Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) ruft jetzt dazu auf. Quelle: Krankenversicherung – Gesundheitsminister Rösler ruft zum Kassenwechsel auf – Deutschland – Politik – Hamburger Abendblatt
Für diese Entwicklung ist Rösler ja nun wirklich nicht verantwortlich, sondern einzig und allein die Große Koalition. Nun werden wir abwarten müssen, ob Rösler und sein Ministerium einen Vorschlag ausarbeiten werden, der zumindest erst einmal innerhalb der Koalition zu einem Konsens führt. Angesichts der Positionen, vor allem der CSU, ist es fraglich, dass er das erreichen kann. Dabei hat er noch am Montag (bei Beckmann) seine politische Zukunft an den Erfolg bzw. die Umsetzung der Kopfpauschale geknüpft. Um diesen Job muss Philipp Rösler wahrhaftig keiner beneiden.
Die Kosten unseres Gesundheitswesens steigen immer schneller und es war absehbar. Natürlich sind die aktuellen Nachrichten nicht das Ende dieser Entwicklung. Ob irgendwem noch ein intelligenter Weg einfällt, wie wir aus diesem Dilemma wieder herauskommen? Vor allem frage ich mich: Wo ist eigentlich die Grenze der Zumutbarkeit erreicht und was geschieht danach? Das ist einfach: Entweder wir zahlen oder wir sterben.
Roger Köppel bezeichnet die deutsche Regierung als Kriminelle
Köppel war zwei Jahre lang Chefredakteur der Tageszeitung “Die Welt”. Vielleicht haben sie ihn dort rausgeschmissen, oder warum hat sich der Mann zum Deutschland-Hasser entwickelt? Er plädierte dafür, dass deutsche Politiker, die die Schweiz besuchen, aufgrund des Rechtsbruches verhaftet werden sollten.
Was ich von ihm in der heutigen Diskussion bei der “Münchener Runde” des Bayerischen Rundfunks an Tiraden gehört habe, war ein starkes Stück. Man kann anderer Meinung sein, man kann schimpfen wie ein Rohrspatz aber diese Beschimpfungen und Beleidigungen waren unerträglich!
"Es ist doch einfach alarmierend, wenn ein finanziell zerrütteter Staat wie Deutschland – 77% Staatsverschuldung – am Schluss nicht einmal mehr elementare rechtsstaatliche Grundsätze achtet, um irgendwie die eigenen Bürger auszunehmen." Quelle: Streit um Steuersünder: Darf der Staat gestohlene Daten kaufen? | Münchner Runde | Bayerisches Fernsehen | BR
Da fällt mir gleich ein Satz des Kölner Kabarettisten Wilfried Schmickler zum Fall ein:
Die Würde des Geldes ist unantastbar!
So hätte Köppel das wohl gern.
Auch sonst hat Köppel seine Positionen:
Roger Köppel, ein junggebliebener Mittvierziger, gilt als publizistische Vorhut der Schweizerischen Volkspartei (SVP), Initiatorin der heftig umstrittenen „Minarett-Initiative“ sowie Hauptanklägerin der „deutschen Zustände“ an den helvetischen Universitäten.
Quelle: Nabelschau: Was ist bloß mit der Schweiz passiert? – Hintergründe – Gesellschaft – FAZ.NET
Vergessene Schätze
Tiltviewer habe ich mir irgendwann einmal angesehen und interessant gefunden. Ich habe die Installation so eingestellt, dass alle Bilder meines Flickr-Accounts anzeigt werden. Eigentlich hatte ich vor, das Script mal in meinen WordPress-Blog einzubauen. Dabei ist es geblieben.
mehr Fotos
Nach dem kleinsten Müllauto nun die kleinste Garage
Das kleinste Müllauto der Welt kennen wir ja nun. Jürgen hat die kleinste Garage der Welt gefunden. (Danke!) Ob das Müllauto da wohl noch reinpassen würde. Schätze nein.





