Als ich heute durch die Innenstadt von Bedburg ging, fielen mir Flugblätter ins Auge, die mein Interesse weckten. Auf ihnen wurde um Hilfe gebeten, denn die Stadt Bedburg zieht es in Erwägung alle 6 Jugendzentren der Stadt zu schließen. Deshalb wird es morgen eine Demo vor dem CAPO in Kirdorf geben, wo dagegen protestiert wird. Ab 12 Uhr wird sich getroffen und man hofft, dass viele Menschen kommen.

Der Grund der Schließungen ist mir leider nicht bekannt, aber ich denke, es geht wie in so vielen Angelegenheiten um Finanzen.
Dass ich als angehende Sozialarbeiterin damit ganz und gar nicht einverstanden bin versteht sich von selbst. Ich stelle mir mehrere Fragen: Zum einen Frage ich mich, wo sollen die Kinder hin, wenn Treffpunkte wie die Jugendzentren geschlossen werden? Ich erinnere mich noch, dass es mal eine Diskussion gab, wo die Frage gestellt wurde, wo die Jugendlichen sich aufhalten sollen und jetzt das. Nicht nur, dass den Kindern ein Treffpunkt genommen wird. Nein, auch wird vielen eine wichtige Hilfe, eine Anlaufstelle genommen. Einige Zentren bieten Hausaufgabenbetreuung an. Wo soll diese nach der Schließung der Jugendzentren stattfinden?
Für 2011 könnten das Freibad, die Alte Schule in Pütz und eben auch die Alte Schule in Kirchtroisdorf stillgelegt werden. Verkauft werden soll dann der ehemalige Toom-Markt, gekündigt werden der Vertrag mit der katholischen Kirche über die Jugendzentren Kirdorf und Rath. In den Jahren danach soll der Vertrag mit den Caritas-Jugendzentren in Bedburg, Kaster, Kirchherten und Kirchtroisdorf gekündigt, das Gebäude des Kasterer Jugendzentrums stillgelegt und das Tennishallengelände vermarktet werden.
Quelle: ;Horror-Liste; gegen Defizit – Kölnische Rundschau
Es gibt Jugendzentren, die viele Kinder dazu bringen, sich zum Beispiel musikalisch zu betätigen und dabei sind schon viele gute lokale Bands zum Vorschein gekommen.
Den Kindern und Jugendlichen in Bedburg wird ein wichtiger Sozialraum durch diese Schließung genommen, und ich frage mich wirklich, was die Stadt damit erreichen will. So wird es dazu kommen, dass sich Kinder und Jugendlichen wieder an Orten aufhalten werden, wo sie „störend“ für die Anwohner oder sonst wen sind.
Es ist traurig wie wenig über solche Dinge und Zusammenhänge nachgedacht wird, aber in solchen Zentren werden Kinder und Jugendliche für die Zukunft geprägt. Und das möchte man einfach beenden!
Vielleicht erreichen die Initiatoren der morgigen Demo ja etwas und die Jugendzentren bleiben bestehen. Ich hoffe das Beste und bin gespannt, wann die Stadt Bedburg eine Entscheidung trifft!
Gastbeitrag von Eva Schulte









Jetzt wollte ich dich doch glatt für dein geschmackvolles Haarband loben, Horst – bis mir aufgefallen ist, das das Foto jemand anderen zeigt…
Tja, Eva – sie sind noch jung und dürfen hoffen. Da ich aber noch so 2 Jahre und nochwas älter bin als der Horst – da hoff ich was weniger…Da wird ungefähr mittel/langfristig passieren: 3 Jugendzentren bleiben auf – die anderen werden zugemacht. So ganz grob über den Daumen gepeilt.
Aber junge Damen mit schmucken Haarbändern, die kriegen von mir noch eine :blume: So.
Gester wurde nach einer erneuten Portestion mit ca 1000! (tausend) Menschen beschlossen, dass alle Jugendzentren, und das Freibad geschlossen werden. So werden uns alle Möglichkeiten genommen Sinnvoll an einem Ort etwas zu unternehmen.
-Für ein neues Rathaus sind 9Mio € eingeplant, für die Kinder nichts!
-Ein Wellness und Sauna Bad wird eröffnet (natürlich nicht zum toben etc geeignet)
-Ein Kunstrasenplatz wurde angelegt (zufällig für das Team, in dem der Sohn des Bürgermeisters spielt)
-Verkehrsberuhigungen werden an den sinnlosesten Stellen aufgebaut (und 1-2 Jahre danach wieder abgebaut)
Und dann heißt es dass nur das wichtigste noch bezahlt werden kann, da muss ich mich jetzt aber fragen:
WAS IST DENN WICHTIGER ALS DIE JUGEND!
Die Jugendzentren, die den kindern/Jugendlichen eine Art 2. zu Hause, einen Ort zum Freunde treffen, ein Rückzugsort von Streit zuhasue ist, werden nun geschlossen. Ab 2013 werden alle Jugendliche auf der Straße “rumhängen”, Sachen zerstören. Und dann wird der liebe Herr Koert sich fragen, wie das nur passieren konnte!
Mfg Lars
@Lars: Es ist traurig, zu welchen Maßnahmen die Städte und Gemeinden aufgrund der Finanznot gezwungen sind. Die von dir kritisierten Maßnahmen, die von der Stadt beschlossen wurden, sind vielleicht angesichts dieser Einsparungen echt in Frage zu stellen. Ist der Beschluss die Jugendzentren zu schließen, wirklich direkt nach der Demo getroffen worden?