Monatsarchiv: März 2010

Abgehobener Scheiß

März 13, 2010 17 Kommentare »

Lena Meyer-Landrut ist die neue Hoffnungsträgerin derer, die nicht wahrhaben wollen, dass Qualität und intelligente Unterhaltung nichts mit dem Eurovision Song Contest zu tun haben. Die nicht hinschauen mögen, wenn Püppchen und Knastbrüder sich zu deutschen Superstars erheben.
Quelle: "Unser Star für Oslo": Wir sind gar nicht so | Kultur | ZEIT ONLINE

Die Autorin, Rabea Weihser, hält nicht viel von Fernsehunterhaltung und noch weniger vom “Eurovision Song Contest”, dem Lena, jedenfalls nach Meinung von Frau Weihser, durch das Publikumsvotum von gestern Abend sozusagen ausgeliefert wurde. Wir hatten erst eben einen kleinen Diskurs hier im Blog über die Klamauk-Veranstaltung, die jährlich unbeliebter zu werden scheint. Man muss das nicht gucken und doch ist es wohl eine Chance für Künstler, die sich diese wahrscheinlich nicht gern nehmen lassen würden. Auch nicht von einer Journalistin aus dem Feuilleton von Zeit Online.

Seit gestern Abend hat der deutsche Popnachwuchs ein feines Schneewittchengesicht, ohne falsche Wimpern, ohne Spachtel-Make-up, ganz frisch und offen, wie es sich das Publikum des deutschen Vorentscheids gewünscht hat. Wir sind keck, charmant, mutig, zeitgemäß, geschmackvoll, intelligent, mitreißend. Ach.
Quelle: "Unser Star für Oslo": Wir sind gar nicht so | Kultur | ZEIT ONLINE

Mir gefielen Kandidaten, Kandidatinnen und Auswahlmodus, sogar die Jury der Pro7/ARD-Sendung besser als das “Paket” von DSDS. Nur … hätten die “Püppchen und Knastbrüder” nicht ein bisschen mehr Respekt verdient? Auch im ShowBiz haben noch nicht alle Abitur und eigentlich braucht man es zum Singen auch nicht unbedingt.

Sie muss sich verbiegen, um ihr Heimatland zu vertreten. Denn so charmant, frech und intelligent wie Lena Meyer-Landrut sind Deutschland, sein Pop, seine Jugend noch lange nicht.
Quelle: "Unser Star für Oslo": Wir sind gar nicht so | Kultur | ZEIT ONLINE

Ich habe gar keine Aktie

März 13, 2010 5 Kommentare »

„Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie ihr Geld anderen Leuten ohne ausreichende Kontrolle anvertrauen und frech, weil sie Dividenden fordern, also für ihre Dummheit auch noch belohnt werden wollen.“

Carl Fürstenberg:  Quelle

Westerwelles Souveränität oder Anzug allein reicht nicht

März 13, 2010 6 Kommentare »

Zickenalarm! Die 5. Macht im Staate scheint sich gegen Westerwelle verschworen zu haben. Kein gutes Haar lässt die Presse an ihm. Es riecht allenthalben nach Kampagne. Und was tut Westerwelle? Er zickt rum. Das wiederum kommt in der Öffentlichkeit nicht gut an und führt dazu, dass seine Sympathiewerte immer schlechter werden. Und die sind ja bekanntlich schon jetzt nicht gut. Er schafft nicht annähernd die Sympathiewerte seiner Vorgänger. Und das in diesem Amt. Das erklärt vielleicht ein bisschen die Dünnhäutigkeit, mit der Westerwelle auf die Kritik dieser Tage reagiert. Aber das wird ihm nicht helfen, im Gegenteil.

Sprüche, die Guido Westerwelle als Oppositionspolitiker häufig “abgesondert” hat, stoßen jetzt vielen unangenehm auf und zwar durchaus nicht nur politischen Gegnern. Aber er tut so, als ficht ihn die Kritik nicht an. Dabei merkt wirklich jeder an seinen Reaktionen, dass das Gegenteil der Fall ist:

Westerwelle geht davon aus, dass die Kritik sich auch daran entzündet, dass er als Außenminister sich für deutsche Unternehmen einsetzt. In anderen Ländern sei es ganz selbstverständlich, dass sich der Außenminister für die heimische Wirtschaft engagiere, in Deutschland müsse man sich erst daran gewöhnen, sagte er der «Wirtschaftswoche» (Montag). «Der linke Zeitgeist hält Geschäftemachen für fragwürdig. Die Gesellschaft muss sich daran gewöhnen, dass das künftig anders ist.»
Quelle: FDP: Westerwelle-Kritik «durchsichtiges Spektakel» – sueddeutsche.de

Natürlich! Der linke Zeitgeist ist es. Er verstellt uns der Blick auf das Wesentliche. Und das ist Geldverdienen. Das ist die kleine liberale Welt des Guido Westerwelle und seiner Mitstreiter.

Herr Westerwelle sollte sich allmählich eingestehen, dass die Wahl seiner Partei in die Regierung von vielen Menschen als Fehler erkannt wurde. Jedenfalls, wenn man die Umfragen der letzten Zeit anschaut. Die Große Koalition als Entsatz für diese Chaotenkoalition, die sich nie einig ist und die für unser Land noch weniger erreicht als es die Große Koalition vermochte? Was für ein Armutszeugnis!

Mit der Einsicht der politischen Gegner muss Westerwelle nicht rechnen. Derweil sorgen die Medien dafür, dass das Feuer der öffentlichen Meinung lodert. Hexenjagd ist angesagt. Mal sehen, wie das weitergeht.

Lästerwelle über Westerwelle.

Hier ein paar Kostproben der jüngsten Zeit:

Sicher, der FDP-Chef hat sich in den ersten Wochen und Monaten seiner Amtszeit streberhaft bemüht, nichts falsch zu machen, Tritt zu fassen, Eindruck zu schinden, eine Verwandlung zu vollziehen, vom oppositionellen Angreifer zum Staatsmann. Seine Antrittsbesuche in Polen wie in Israel, das alles hat er entsprechend glanzlos aber fehlerfrei absolviert. Ein wenig nervös schien er, aber gefasst.
Quelle: Kritik an Westerwelle: Völlig losgelöst! – Politik | STERN.DE

Außenpolitik ist keine Kunst, sondern ein Handwerk, das man erlernen kann. Allerdings kostet dies Kraft, Konzentration und den ernsthaften Willen, es lernen zu wollen. Doch Westerwelle ist nur Teilzeit-Minister, viel Kraft und Konzentration fließen in sein Amt als Vizekanzler, das er eindeutig innenpolitisch definiert, und als FDP-Vorsitzender, das naturgemäß parteipolitisch ist. So bereitet ihm der Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen manchmal mehr Sorgen als der Konflikt mit Nordkorea. So liegt ihm Bielefeld näher als Brüssel. So ärgert er sich eher über Horst Seehofer als über Benjamin Netanjahu.
Quelle: Leitartikel: Minister mit halber Kraft | Frankfurter Rundschau – Meinung

Dass die Ehe- oder Lebenspartner den Außenminister begleiten, ist möglich – üblich war es in der jüngeren Vergangenheit aber nicht: Joschka Fischer wurde von seiner Frau nur zwei Mal auf offiziellen Reisen begleitet, Frank-Walter Steinmeier drei Mal. Mronz war bisher auf jeder Außenminister-Reise Westerwelles dabei. An der nächsten große Reise, sie führt im April nach Südafrika, will er nach eigenen Angaben nicht teilnehmen.
Quelle: FDP-Chef in der Kritik: Westerwelles abenteuerliche Reisen | Politik | ZEIT ONLINE

Den Außenministern fällt es schwerer als früher, den Sinn ihrer Auslandsreisen zu erklären – zu kommunizieren, wie das heute genannt wird. Westerwelle hat darunter zu leiden. Er ist der erste deutsche Außenminister neuerer Zeit, der in den Beliebtheitsskalen der Umfrageinstitute nicht ganz oben steht. Nun kommen Berichte dazu, die Beamten des Auswärtigen Dienstes seien unzufrieden, wollten die Berliner Zentrale verlassen und lieber im Ausland Dienst tun. Abermals musste etwas bestritten werden.
Quelle: Umstrittene Reisebegleiter: Westerwelles Desaster – Hintergründe – Politik – FAZ.NET

Schwerer wiegt es, dass einige FDP-Politiker behaupten, die Westerwelle-Kritiker seien schwulenfeindlich. Die Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin und der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Jörg van Essen, beschuldigen SPD-Politiker, Vorbehalte gegen Homosexuelle zu schüren, wenn sie über die Motive der Mronz-Mitreise mutmaßen. Das scheint auch Westerwelles Sicht der Dinge zu sein, zumindest widerspricht er seinen Parteikollegen nicht.
Quelle: FDP: Kritik an Westerwelle-Kritik – Sexuelle Orientierung als Pseudo-Problem – Politik – sueddeutsche.de

Noch gut 70 Kommentare…

März 13, 2010 17 Kommentare »

dann sind hier 8000 Kommentare registriert. Toll!

Gossip: “Heavy Cross”

März 13, 2010 16 Kommentare »

Kennt schon jeder? Ich ja auch. Aber dat Frommensch wird wohl meine Lieblingssängerin in diesem Jahr (weil ich sie vorher, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, nicht kannte). Mehr Musikalität kann man fast nicht haben.

Wann erreichen wir den Höhepunkt?

März 13, 2010 4 Kommentare »

Gerade erzählen sie in den “Tagesthemen”, dass Ratzinger, nicht der Bruder — er selbst, mal irgendwann einen Priester, der sich an einem Kind vergangen hat, an einen anderen Ort versetzt hat. Nur versetzt?

Die Rechtschaffenen hatten wohl erwartet, dass Ratzinger den Mann zumindest exkommuniziert, der Inquisition übergeben oder gevierteilt hätte.

So kann man sehr gut Fernsehen gucken

So kann man sehr gut Fernsehen gucken
März 12, 2010 6 Kommentare »

zattoo

Leider hat Zattoo mir mit der neuen Version einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Format bzw. die Einstellungsmöglichkeiten, die nach dem Update angeboten werden, sind nicht zufriedenstellend.

Die alte Verison (s. roter Rahmen) war wesentlich flexibler als die neue. Das neue Zattoo braucht viel mehr Platz. Ich hätte mir gewünscht, man hätte es bei der alten, flexibeln Darstellung belassen. Man hätte beispielsweise die Menü- und Statusleiste besser organisieren können. Diese waren schon bei der alten Version nicht ausblendbar, was ich bedauert habe.

Die neue Version finde ich nicht gelungen. Ich habe sie (voreiligerweise) auf meinem Notebook installiert. Auf meinem Desktop kommt mir das nicht in die Tüte. Zwar benutze ich Zattoo nicht übermäßig viel, aber das Programm ist eigentlich eine tolle Sache.

Samstag Abend blockiere ich nicht den Fernsehapparat, weil ich die Bundesliga gucken muss, sondern ich kann an meinem 24”-Monitor mit Zattoo wunderbar mein Programm schauen. Auch meine Frau weiß das zu schätzen :-)

Das Schöne an Flickr ist,

März 12, 2010 2 Kommentare »

 

dass man doch wirklich immer wieder Neues entdeckt. Flickriver habe ich zwar schon oft hier im Blog eingesetzt aber so richtig angesehen habe ich mir dieses schöne Tool eigentlich bisher noch nicht.

Wie man die Polizei ruft

März 12, 2010 28 Kommentare »

Günter F. (vollständiger Name bekannt) ein älterer Herr aus Harsum im Landkreis Hildesheim, war gerade auf dem Weg ins Bett, als seine Frau ihn darauf aufmerksam machte, dass er das Licht im Carport hat brennen lassen Besagter Günter öffnete die Tür zum Wintergarten, um das Licht im Carport auszuschalten, sah dann aber, dass im Carport Einbrecher dabei waren, Geräte zu stehlen.

Er rief die Polizei an, wo man ihn fragte, ob die Einbrecher auch bei ihm im Wohnhaus wären.
Er sagte: "Nein, aber da sind Einbrecher im Carport, die gerade dabei sind, mich zu bestehlen."
Der Polizist sagte "Alle Einsatzwagen sind beschäftigt. Schließen Sie die Türen zum Wohnhaus ab. Sobald eine Funkstreife zur Verfügung steht, schicke ich diese sofort bei Ihnen vorbei.
Günter sagte: "Okay."
Er legte auf und zählte bis 30. Dann rief er wieder bei der Polizei an.
"Hallo, ich habe eben gerade bei Ihnen angerufen, weil Einbrecher Sachen aus meinem Carport stehlen. Sie brauchen sich jetzt nicht mehr zu beeilen, ich habe soeben beide erschossen." Und legte auf.
Keine fünf Minuten später trafen 6 Einsatzwagen der Polizei, ein Sondereinsatz-Kommando, ein Hubschrauber, fünf Löschwagen der Feuerwehr, ein Rettungssanitäter und ein Krankenwagen am Haus der Familie F.. ein. Beide Einbrecher wurden auf frischer Tat festgenommen.
Einer der Polizisten sagte dann zu Günter: "Sie haben doch gesagt, Sie hätten die Einbrecher erschossen!
Günter antwortete: "Und Sie haben gesagt, es wäre niemand verfügbar!"

Danke, Ellen

Ich hatte einen schönen Abend

März 12, 2010 6 Kommentare »

Eine 11er Kiste Bitburger, ein neues WordPress-Template und zwei junge Damen, beide 18, die mir heute viel Freude gemacht haben. Dass jetzt Xavier Naidoo ein Liedchen zwitschert und Raab in der Jury sitzt kann mir den Abend auch nicht vermiesen!

Gleich wird es spannend. Die Entscheidung steht an. Welches der beiden Mädels fährt für Deutschland nach Oslo? Ich habe die Ausscheidungskämpfe bisher nicht verfolgt, hätte allerdings rein gefühlsmäßig für Lena gestimmt.

Heute allerdings würde ich meine Stimme Jennifer geben. Es könnte also sein, dass die Favoritin (das war doch wohl Lena) verliert. Beide Mädchen sind wirklich toll, und ich wundere mich ein bisschen, dass diese Qualität bei DSDS meines Erachtens nicht zu finden ist. Die beiden noch im Wettbewerb verbliebenen Mädchen sind längst nicht so gut. Trotzdem sind meine Frau und ich auch in diesem Jahr bei DSDS wieder dabei. Zum zweiten Mal verfolgen wir die Staffel. Und ehrlich gesagt: Abgesehen von ein paar Dingen, die uns wirklich auf den Keks gehen, finden wir die Sendung ausgesprochen unterhaltsam.