Monatsarchiv: März 2010

EADS und die Marktwirtschaft

März 9, 2010 18 Kommentare »

Den Auftrag über den Gesamtwert von ca. 35 Milliarden $ hatte die “EADS” schon im Sack. Dann stellte sich “Boing” auf die Hinterbeine und ließ die Muskeln spielen. Offensichtlich mit sehr großem Erfolg, denn die Ausschreibung der us-amerikanischen Luftwaffe für den Bau von 179 Tankflugzeugen wurde, nachdem sie inhaltlich  korrigiert  wurde, ganz neu gemacht. “EADS” sah sich danach nicht in der Lage, ein neues Angebot abzugeben.

Presseberichten ist zu entnehmen, dass “Boing” Einsicht in das “EADS”-Angebot gewährt wurde. Nicht gerade feine Methoden, die die amerikanische Regierung da anwendet. Die Aufregung verstehen die Amis indes überhaupt nicht. Sie weisen alle Vorhalten zurück. Dass “EADS” trotz ihrer großen wirtschaftlichen Probleme “Boing” das Feld überlassen hat, zeigt, wie aussichtslos dieses Unterfangen sich dargestellt hat.

Das war wohl weniger eine marktwirtschaftliche Entscheidung, sondern eine, die sowohl durch den offensichtlichen Einfluss der Boing-Lobbyisten als auch mit einem Quäntchen Nationalismus auf der amerikanischen Seite zustande gekommen sein wird.

Lebensfreude durch Kraft?

März 8, 2010 1 Kommentar »

Die Linkspartei kritisiert, dass Frau Kraft (SPD) viele ALGII-Empfänger aufgegeben habe. Könnte sein, sie redet zumindest darüber, was man vielleicht anders machen könnte. Die Linkspartei aber tut gar nix. Sie ist begnügt sich damit, Regierung und SPD zu attackieren. Und die FDP freut sich, dass die SPD den “Kurs” ihres Vorsitzenden aufgenommen hat und ihn fortführt. Ein bisschen so kam es auch bei mir an.

Dabei will Frau Kraft denen, die am Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben, einen neuen Lebensinhalt geben. Strukturen, nicht nur für sie selbst, sondern auch für die Kinder. Jeder, der arbeiten geht, weiß ja, wie ungeheuer sinnstiftend es ist, morgens zwischen 6 und 7 aufzustehen und einem ungeliebten und schlechtbezahlten Job nachzugehen.

Aber ich will mich über Frau Krafts Überlegungen gar nicht verächtlich machen. Nur –  glaubt Frau Kraft wirklich, dass dieser Weg so viel besser ist? Besser also als der, den viele gehen, wenn sie als Aufstocker Hartz IV beantragen müssen. Und das, obwohl sie 40 Stunden in der Woche arbeiten. Getreu dem Motto der Wirtschaftsliberalen in Union, FDP und bei den Grünen, die der Meinung sind: “SOZIAL IST, WAS ARBEIT SCHAFFT”.

Der Gedanke, Menschen, die keinen Job finden, für gemeinnützige Arbeiten zu gewinnen, ist ja gar nicht falsch. Aber wie will man das organisieren? Ich bin sicher, dass sich sogar viele Menschen finden, die gerne solche Aufgaben übernehmen würden. Das Problem wird dann nur sein, dass solche Beschäftigungsverhältnisse gegen die Interessen derer sind, die vielleicht heute schon einen solchen Job (allerdings gegen Bezahlung) ausüben. Da muss man am Ende vielleicht feststellen, dass der Lohnspirale nach unten keine Grenzen gesetzt sind. 

Überall sind die Tester unterwegs

März 8, 2010 2 Kommentare »

Im Privat- wie im öR-Fernsehen werden Tests immer beliebter. Dabei bin ich nicht sicher, ob das Wort Test in dem Zusammenhang angebracht ist. Da werden Restaurants und Hotels getestet oder auch Nagelstudios, Schnellimbisse, Autowerkstätten. Eigentlich alles, was man sich so vorstellen kann.

In vielen (den meisten?) Fällen können die Macher der Sendungen sich nachher auf die Schulter klopfen. Sie haben wieder mal ein paar “arme Schweine” erwischt. Die konnten sie genüsslich vorführen – einem Millionenpublikum.  Und ganz, ganz viele hatten wohl auch richtig Spaß dabei. Manchen wird, bildlich, also nicht geschlechtsspezifisch gesprochen, einer abgegangen sein und die werden zu sich selbst gesagt haben: “Siehste, ich hab ja immer gewusst. Überall wird man übers Ohr gehauen”.

Heute las ich, dass einer sich von diesen Dingen hat inspirieren lassen:

Ein Reporter hat auf dem Flughafen in Shipol ein Sprengstoff-Imitat als Handgepäck in ein Flugzeug geschmuggelt. Der Fernsehjournalist Alberto Stegeman habe einen Liter Flüssigkeit in einer Spirituosen-Flasche durch alle Kontrollen geschleust. Damit sei er von Amsterdam nach London und von dort weiter in die USA geflogen. Das berichtet der TV-Nachrichtenkanal NOS. Die Aktion machte er zwei Monate nach dem knapp vereitelten Bombenanschlag auf eine in Amsterdam gestartete US-Passagiermaschine.

Quelle: Luftverkehr: Reporter reist mit Sprengstoff-Imitat in USA | News | ZEIT ONLINE

Dabei bringt uns die Beifall- und Effekthascherei ja nicht so richtig weiter.

Wir sollten uns lieber mal fragen, was mit uns selbst nicht stimmt, wenn es so leicht ist, in dieser Breite und in dieser Anzahl Leute zu finden, die für einen kurzen Erfolg alles Erdenkliche tun. Von den Vielen, die für ein paar Euro andere betrügen, gar nicht zu reden. 

Besucherentwicklung der letzten 184 Tage

Besucherentwicklung der letzten 184 Tage
März 8, 2010 6 Kommentare »

Spektakulär ist die Entwicklung der Besucherzahlen dieses Blogs nicht. Und das, obwohl ich doch sooo viele Artikel darüber gelesen habe, was man tun muss, um die Besucherzahlen zu steigern. Gelesen habe ich sie, wie gesagt. Aber berücksichtigt habe ich die vielen und durchaus vielseitigen Tipps nicht wirklich. Entweder bin ich zu stur, zu doof, ich hab zu wenig Zeit oder oder. Na, jedenfalls bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Einen Schnitt von über 520 Besucher/innen am Tag ist ja nicht so schlecht.

besucherquerblog

Inzwischen habe ich hier 3.164 Artikel geschrieben und dazu 7.879 Kommentare geerntet. Bald können wir den 8.000sten Kommentar vermerken. Ich bin fast sicher, dass ich den Namen dieses Kommentators schon kenne. Dafür danke ich allen Leserinnen und Lesern und natürlich vor allem den Kommentatorinnen und Kommentatoren.

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Nokia N97 statt einem iPhone

März 7, 2010 15 Kommentare »

n97gross

Manche werden mich vielleicht dafür tadeln, dass ich mir das N97 mini von Nokia zugelegt habe und mir meinen Traum vom iPhone (jedenfalls vorläufig) versagt habe. Ich hatte vergessen, meinen Vertrag zu kündigen und konnte mir deshalb mein Wunschhandy (noch) nicht zulegen. Schön doof. So bin ich bei Nokia geblieben. Und – eigentlich war ich ja bisher auch mit meinen Nokia – Handys immer sehr zufrieden.

Nach der Inbetriebnahme des N97 kann ich heute feststellen, dass ich damit doch ebenfalls sehr zufrieden bin. Es muss eben nicht unbedingt ein iPhone sein. Und man kann mit dem Ding doch tatsächlich sogar telefonieren. Ist das nicht ne Wucht?

Also ohne Flachs. Das Handy ist, auch für mich, so einfach zu bedienen, dass ich damit jetzt sogar wunderbar simsen kann. Das habe ich bisher fast zu 100% vermieden und bekam immer einen Schrecken, wenn ich mal unerwartet auf eine SMS antworten musste. Gestern Abend habe ich, kaum zu glauben, ein erstes Foto direkt vom Handy auf meinen Flickr-Account geschickt. Das mir das gelungen ist. Ich bin jetzt noch gerührt. Vielleicht beginne ich bald, meine Tweets darüber zu verschicken. Das wird aber wohl schon deshalb nicht so sein, weil ich ja meistens am Schreibtisch bzw. vor einem PC sitze.

Evangelische Pfarrerin in Novosibirsk

Evangelische Pfarrerin in Novosibirsk
März 7, 2010 21 Kommentare »

40 Grad minus. 30 Grad werden schon als angenehm warm empfunden. Das ist für uns unvorstellbar. Dort ist das scheinbar so. Wir jammern ja schon, wenn wir mal ein paar kalte Monate erleben. Dort dauert der Winter 8 Monate.

In der ARD wurde heute Nachmittag ein 30minütiger Beitrag über eine evangelische Pfarrerin gezeigt, die seit 2007 mit ihrer Familie in Sibirien lebt. 2 Kinder hat sie in Novosibirsk bekommen. Die Familie fühlt sich dort nach eigenem Bekunden wohl und der Berichte zeigte, jedenfalls mir, überraschende Erkenntnisse über eine vermeintlich “gottverlassene” Gegend. So Es gibt dort nicht nur moderne Kaufhäuser, auch eine wunderschöne Oper findet man. Tja, so viel mal zu meinen Vorurteilen.

In Sibirien gibt es eine russlanddeutsche Gemeinde, für die Pastorin Stefanie Fendler tätig ist. Bald läuft ihre Dienstzeit ab und sie kommt nach Deutschland zurück. Ihr Zuständigkeitsgebiet dort unten ist so groß wie Deutschland. Deshalb muss sie mitunter auch mal mit dem Nachtzug 1000 Kilometer zurücklegen, um ihre Schäfchen in einer anderen Ecke ihrer “Gemeinde” zu besuchen und dort eine Messe zu lesen oder nach dem Rechten zu schauen.

Wirklich, sehr beeindruckend. Vielleicht gibt es eine Gelegenheit, den Film in der Mediathek anzuschauen. Noch ist der Beitrag in der Rubrik der Sendung “Gott und die Welt” nicht vorhanden. Ich werde das mal im Auge behalten.

Eine Bemerkung kann ich mir einfach nicht verkneifen  — auch wenn man mir die vielleicht übel nehmen wird: Wenn Frau Fendler doch bald nach Deutschland zurückkehrt, könnte doch Frau … ihren Job dort übernehmen. Ich habe gehört, dass der dortige Umgang mit Alkoholmissbrauch nicht so streng ist wie bei uns. Embarrassed

Update, 8.3.10

Der Beitrag ist jetzt in der Mediathek zu finden.

Herrliches Wetter zum Spazierengehen

Herrliches Wetter zum Spazierengehen
März 7, 2010 3 Kommentare »

Das heutige Traumwetter mussten wir natürlich zu einem kleinen Spaziergang nutzen. Hoffentlich war es jetzt mal der letzte Winterspaziergang. Ein paar Fotos habe ich natürlich auch wieder gemacht.

torbogen

apollon - View my 'März, 2010' photos on Flickriver

Das ist Touli

Das ist Touli
März 7, 2010 8 Kommentare »

Touli ist der Kater meiner Nichte. Das Foto habe ich mal vor einiger Zeit (mit meinem Handy) gemacht, als meine Frau und ich auf ihn “aufgepasst” haben, und es signalisiert zweierlei:

1.) Es stellt sich die Frage, wer hier auf wen aufpasst und
2.) Findet ihr nicht, da der etwas von oben herab auf mich, den Kameramann, herabschaut?

Wir beide haben nicht das beste Verhältnis miteinander. Anfassen ist beispielsweise höchstens zur Begrüßung kurzzeitig möglich. Danach wäre dies, für mich jedenfalls, mit gewissen Gefahren verbunden. Mit zerkratzten Händen habe ich es nicht so und mit “auf den Arm nehmen” ist mal rein gar nichts. Meine Frau hat da einen anderen Zugang zu ihm.

Man kann zusammenfassen, dass ich (bestenfalls) nur geduldet bin – in seinem Reich. Er hat’s halt mit den Frauen und überhaupt nicht mit uns Männern. Männliche Solidarität stelle ich mir jedenfalls anders vor. So, das musste jetzt mal gesagt werden.

touli

Ein Overall performance score 99 mit 22 Plugins

Ein Overall performance score 99 mit 22 Plugins
März 6, 2010 7 Kommentare »

99... kurz vor der Perfektion

Das ist doch mal ein toller Wert. Und das, obwohl ich immer noch 22 Plugins laufen habe. Die Messung bei Pingdom ergibt knapp 3 sec. Ladezeit. Da kann man auch nicht meckern. Und wer schreibt jetzt die Texte für mich?

Ich guck lieber weiter DSDS.

Zu schnell

März 6, 2010 3 Kommentare »

Gestern Abend ist in Frechen ein junger Mann auf der Landstraße mit Tempo 140 geblitzt worden. Erlaubt waren 70 km/Std. Lappen für 3 Monate weg, 600 Euro und ? Punkte in Flensburg. Sollte der 21jährige etwa im Toyota unterwegs gewesen sein und … zählt unfreiwillige Beschleunigung nicht als höhere Gewalt?