Es gibt immer mehr Fette auf der Welt

Mich tröstet es ein bisschen, dass ich das Schicksal mit vielen Leuten, sogar außerhalb Deutschlands, teile. Dagegen finde ich es ein bisschen unfair, dass gerade vor dem Osterfest die Presse an “unser Gewissen appelliert”: Fettleibigkeit macht sich breit

Ich kann wirklich essen, was ich will: Ich nehme einfach nicht mehr ab. Dabei esse ich täglich Obst und Gemüse. Am Essen liegt es in meinem Fall vermutlich weniger als daran, dass ich mich einfach zu wenig bewege. Ich werde immer fauler. Ein richtiger(?) Nerd eben. Aber die, habe ich mitbekommen, sind zwar blass und haben Pickel aber kein Übergewicht.

In den USA hat krankhaftes Übergewicht bereits dramatische Folgen: „Die Lebenserwartung steigt dort nicht mehr und sinkt sogar bei Frauen über 40 Jahren“, sagt Regenauer. 300 000 US-Todesfälle jährlich werden auf zu viele Pfunde zurückgeführt. (Kölner Stadt-Anzeiger)

Auch in diesem Fall sollte man, bei dieser (allgegenwärtigen) Panikmache in den Medien darauf achten, aus welcher Ecke diese Informationen kommen. Es sind die Versicherungsgesellschaften. Die wollen vielleicht nicht unbedingt, dass wir älter werden, aber zumindest kann man ihnen unterstellen, dass sie um unsere Gesundheit besorgt sind. Andernfalls kostet es nämlich zunächst einmal deren Geld, das sie dann nicht mehr für ihre Vorstände und Glaspaläste verbraten können. So schnell kriegen die die Mehrkosten mithilfe der verdammten Zusatzprämien nicht wieder rein und, wie man gerade liest, kriegen einige gesetzliche Krankenversicherungen den Bogen gar nicht mehr, weil so viele Versicherte aufgrund der unverschämten Beitragserhöhungen gewechselt haben. Von ihren 170.000 Mitgliedern hat die “BKK Heilberufe” seit Jahresanfang sage und schreibe 50.000 Kündigungen erhalten. Da ist die Insolvenz nicht mehr weit. Vielleicht bewirkt der Gesundheitsfond in dieser Beziehung ja sogar doch noch Gutes?

Aber ich will die Polemik bei diesem Beispiel zügeln. Natürlich ist es ungesund, ungesund zu leben. Wir sollten weniger Bloggen und –wenigstens- etwas mehr spazieren gehen.


Kommentare

  1. JürgenHugo meint:

    Tja, Horst – waaarum muß ich denn da wohl grinsen? Soll ich mal schnell auf die Waage gehen? Brauch ich nich, ich weiß es ungefähr so: ca. 64 + ein bißchen Kilo bei 1,82 Meter. :-)

    Ich müßte eigentlich jeden Tag Unmengen von RIESEN-Butterbroten essen – fast pausenlos. Und du: nix “Obst und Gemüse”: F.d.H.! Allerhöchstens! :soldier:

    PS: und ich beweg mich sicher noch viel wenger als du… :harry:

  2. Horst Schulte meint:

    @Jürgen: Du bist eben ein Kind der Götter. Die schlagen sich mit so alltäglichen Problemen, wie wir, nicht herum. Doch, ich schwöre. Ich esse täglich Obst und Gemüse. Neben den anderen Dingen. Mein Vater war übrigens schlank, meine Mutter auch. Nur ich bin eben ein bisschen aus der Art.

  3. JürgenHugo meint:

    Ja, ja – NEBEN DEN ANDEREN DINGEN! Dann mußt du diese “anderen Dinge” eben mal weglassen. :-)

  4. psychoMUELL meint:

    @Horst Schulte: Das “Problem” habe ich leider auch :daumr:

  5. Siegfried meint:

    “Fettleibigkeit macht sich breit” – hmmm, das liegt irgendwie in der Natur der Sache, oder? Fettleibigkeit kann sich ja wohl kaum dünn machen.

    Ich habe damit zum Glück keine Probleme. Abgesehen von einem kleinen Bierbauch, den ich mit Sorgfalt pflege, macht sich bei mir Nix breit.

  6. Horst Schulte meint:

    @Siegfried: Ich sag ja immer, das sind die Gene. Bei mir muss es das Biergen sein. Außerdem mache ich schon seit Jahren Diäten. Im Moment ist es die Kiwi-Diät. Du weißt schon, Ich esse alles außer Kiwis.

  7. Siegfried meint:

    Solche Diäten sind sehr sinnvoll. Aber ich bleib lieber bei meiner ganz speziellen Bier-Diät: Jeden Abend ein Bier.

  8. Horst Schulte meint:

    Ja, Siegfried. Die Diät mache ich parallel.

  9. Siegfried meint:

    Frauen und Parlamentarier haben Eines gemeinsam: Mit den Diäten müssen sie immer übertreiben.

  10. Horst Schulte meint:

    Genau, Siegfried. Den merk ich mir – für meine Frau.