
Panzer Foto von Carsten Grunwald @ Pixelio.de
Ich frage mich, was den ansonsten immer sehr sachlichen Reinhard Robbe kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt des Wehrbeauftragten des Bundestages zu seinem für ihn eher untypischen Vorstoß veranlasst hat. Ich denke nicht, dass es parteipolitisches Interesse war. Schließlich hat sich Robbe, der parteiübergreifend geschätzt wird, bisher nicht durch einseitige oder unsachliche Kommentare ausgezeichnet. Am wahrscheinlichsten ist, dass er die Interessen der Bundeswehr und ihres Personals im Auge hat. Für dieses möchte er mit seinem Vorgehen eine Lanze brechen.
In Ergänzung zu dem, was der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Kujat, an Kritik geäußert hat, wurde allerdings zunächst wieder nur eine medienwirksame Diskussion angestoßen. Die gab es auch schon vor Jahren, also vor Beginn des Einsatzes der Bundeswehr, außerhalb des deutschen Territoriums. Damals ist wohl nichts Wesentliches geschehen und trotzdem hat das Personal unserer Bundeswehr seinen Job getan.
Immer wieder gab es zwar unterschwellige Vorbehalte gegen Ausbildung, Ausrüstung und Leistung der Bundeswehr. Diese hatten allerdings wohl mehr damit zu tun, dass die Politik ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht hatte. Eine geeignete, in sich konsistente Strategie schien zu fehlen. Über diesen Punkt sind wir streng genommen bis heute nicht hinausgekommen. Auch die Vorwürfe der Alliierten, die Bundeswehr nehme eine zu passive Haltung im Einsatz gegen die Terroristen ein, ist uns noch in guter Erinnerung. Die Bedeutung einer fehlenden, klaren strategischen Ausrichtung und vor allem die sich hieraus ergebenden Konsequenzen haben die Köpfe der politisch Verantwortlichen lange nicht erreicht. Wahrscheinlich war es politisch nicht opportun. Peter Strucks Satz, dass “die Sicherheit Deutschlands auch am Hindukusch verteidigt” werde, war und ist keine ausreichende Prämisse, zumal wir tatsächliche Risiken für unser eigenes Land durch den weltweiten islamistischen Terror bis heute mehr oder weniger wirksam verdrängt zu haben scheinen.
“Wer in das Kanonenrohr eines Leopard 2 schaut, überlegt sich zweimal, ob er eine deutsche Patrouille angreift”
(Hellmut Königshaus (FDP), Nachfolger Reinhard Robbes (SPD) als Wehrbeauftragter des Bundestages)
Solche (geradezu dämlichen) Aussagen machen mich misstrauisch. Es scheint so, als hätten noch nicht alle begriffen, dass wir diesen Krieg nicht gewinnen werden. Auch dann nicht, wenn wir eine hochgerüstete und bestens ausgebildete Armee nach Afghanistan entsandt hätten. Oder geht es etwa den Amerikanern dort so viel anders als uns?
«heute-show» - Mobbing gegen Westerwelle und Brüderle
Träume sind Schäume. Oder: Wie viel % kriegen die Piraten?








es ist doch nicht mal so wirklich klar, was wollen wir, die Nato und was will das Afghanische Volk, was wohl total uneins ist.
Da fehlt der letzte Wille – vielleicht ist das auch nicht durchsetzbar: raushalten ooder “voll drauf”. Das hat ja schon im Koreakrieg angefangen. General MacArthur wollte notfalls Atombomben einsetzen – gegen China. Die Politik hat ihn zurückgepfiffen.
Zur Info: damals hatten die Chinesen atomar noch nix. Ganz Korea wäre heute wahrscheinlich westlich. Und vielleicht hätte es bei einem (begrenzten) Atomwaffeneinsatz im Endeffekt auch nicht mehr Verluste gegeben. Wer weiß das schon. Meine Meinung ist: “Ganz oder garnicht”. Ein “bißchen” Krieg – das ist wie ein “bißchen” schwanger…
An einem Anti-Kriegsbuch mit Hintergrund Afghanistan-Krieg/Region Kunduz schreibend, suche ich einen beratenden Soldaten, der dort Dienst geleistet hat.
Kontaktaufnahme über info@george-tenner.de