An Gabriels Stelle würde ich mich schämen

Manchmal schämt man sich, SPD – Wähler zu sein. Was macht der Gabriel bloß für ein Geschiss mit dem bösen K-Wort?  Guttenberg und Merkel haben bei der Trauerfeier für die 3 in Kundus getöteten deutschen Soldaten die richtigen Worte gefunden und was macht SPD-Gabriel daraus?

Sicher haben auch die letzten Deutschen längst begriffen, dass es sich in Afghanistan nicht um einen verkappten Einsatz des THW, sondern um einen gefährlichen Kriegseinsatz handelt, bei dem wohl leider noch weitere deutsche Soldaten sterben könnten. Daran, dass die Abgeordneten unseres Parlaments stets die reale Situation in Afghanistan kannten und bei ihren Entscheidungen vor Augen hatten, würde ich nicht zweifeln.

Dass Gabriel versucht, der Öffentlichkeit etwas anderes vorzumachen, ist eine Schande. Für ihn und für seine ganze Partei!


Kommentare

  1. LexX Noel meint:

    Von Deutschen Boden aus darf eigentlich kein Krieg mehr geführt werden, so ist verankert tim Gesetz (war es das Grundgesetzt?)! Die genau Formulierung fällt mir grade nicht ein, aber im Kern heisst es genau das.

    Und nur weil das was in Afghanistan abgeht nicht Offiziell als KRIEG bezeichnet wird, was es nämlich ist, können die Soldaten sich dort nicht anständig wehren, sprich ihr Leben verteidigen und bekommen auch nicht die Ausrüstung die Sie dort bräuchten für diesen KRIEGSEINSATZ!

    Die Soldaten in Afghanistan müssen für die SCHEISS Politik aus Deutschland jeden Tag aufs neue Ihren Kopf hinhalten und mitunter auch mit ihrem Leben dafür bezahlen!

  2. psychoMUELL meint:

    Das Wort Krieg sollte man vielleicht mal auf die heutige Zeit übertragen bwz. die Definition anpassen. Laut Völkerrecht soll das kein Krieg sein. Immer dieses Definitions-Gezanke.

    @Lex die Soldaten gehen in der Regel dort “freiwillig” hin, sie sollten wissen, das es dort um ihr Leben geht!

  3. LexX Noel meint:

    Klar, Soldaten gehen auch freiwillig in den Krieg, weil das so Spass macht und so cool ist.

    Soldaten werden Eingezogen zum Krieg, teilweise auch gegen ihren Willen unter Androhung vor das Kriegsgericht zu kommen. Weil sie nicht willens waren ihrem Eid das Vaterland zu verteidigen, nachgekommen sind.

    Kriegsdienstverweigerer nannte und nennt man sowas, auch noch heute.

  4. psychoMUELL meint:

    @LexX Noel:
    Mann muss nicht zur Bundeswehr gehen, man kann. Alternative Zivildienst.
    Nach Afghanistan gehen Berufssoldaten, Soldaten, die sich verpflichtet haben.
    Wehrpflichtige (in der Ausbildung) sind dort, soweit ich weiß, nicht eingesetzt.

    Was reagierst du so aggressiv?

  5. LexX Noel meint:

    Aggressiv reagiert habe ich nicht, lediglich deine Plume Aussage korrigiert mit meiner Aussage. Denn das las sich für mich so, als ob Soldaten freiwillig Interesse daran hätten für andere den Kopf hinzuhalten.

  6. psychoMUELL meint:

    @LexX Noel:
    Wenn ich Berufssoldat werde, dann werde ich wohl wissen, was das heißt und für mich bedeuten kann. Es gibt wohl durchaus Menschen, denen so eine Arbeit etwas bedeutet.

    Ich finde doch, das du recht aggressiv reagierst. Und nein, ich finde meine Aussage nicht plump.

    Denn das las sich für mich so, als ob Soldaten freiwillig Interesse daran hätten für andere den Kopf hinzuhalten.

    Es soll solche Menschen geben. Wenn ich Soldat bin, dann gehört das mit zu meinen möglichen Aufgaben.

  7. Sven meint:

    Das Problem ist doch, dass man sich in Deutschland schon lange nicht mehr traut allgemein, oder den Wähler im speziellen, die Wahrheit zu sagen. man wird eingelullt mit Umschreibungen, Verniedlichungen, Statistiken u.s.w.

    Frag jemanden in einem Dorf in Afganistan ob er in einem Friedenszustand lebt oder im Kriegszustand. Die Antwort die da gegeben wird zählt. Was jemand “fremdes in einem fremden Land” meint was er da macht ist doch nebensächlich.

    Zu Lex möchte ich nur eines anmerken : Man kann auch sein eigenes Land befrieden (oder Frieden für eine Zeit in der Zukunft sichern), indem man Frieden in ein fremdes Land bringt bzw. soziale Verhältnisse dort verbessert.

    Ich habe kein Problem das Soldaten in einem fremden Land sind (ganz im Gegenteil bin ich sogar stolz darauf wenn Sie dort gutes bewirken wofür es unzählige beispiele gibt). Womit ich ein problem habe ist jedoch, wenn Soldaten (oder jede andere gruppe) in ein Land geschickt werden ohne einen Plan zu haben WAS dort eigentlich gemacht werden soll. Und das man keinen Plan, keine Richtung, keine Ziele hat wenn nach Jahren des Aufenthalts sogar noch darüber gerungen wird ob man krieg sagen darf oder nicht, ist wohl nicht verwunderlich.

    Es ist erbärmlich, dass seit Jahren sich in einem Land nichts für die dort lebenden Menschen ändert und das wichtigste Thema anscheinend die Formulierung ist ob man das ganze “Krieg” “Kriegsähnlicher Zustand” oder “Zustand ohne Krieg” nennt.

    Schade um alle die dort sind und mit etwas mehr Ehrlichkeit und Rückendeckung auch wirkliche Hilfe leisten könnten.

  8. Horst Schulte meint:

    Natürlich hat Susanne recht. Die Soldaten werden nicht eingezogen. Diejenigen, die nach Afghanistan gegangen sind, taten das freiwillig als Berufs- bzw. Zeitsoldaten. Es gibt Menschen, die tatsächlich freiwillig ihr Leben aufs Spiel setzen. Es ist auch für mich nicht verständlich, was aber an dieser Sache nichts ändert. Damit sage ich nicht, dass ich für den Kriegseinsatz wäre. Im Gegenteil. Die meisten Deutschen sind wohl nachvollziehbar dagegen. Allerdings muss man sich auch über die Konsequenzen im Klaren sein. Es geht nicht ausschließlich um Fragen der Staatsräson, sondern tatsächlich auch darum, ob wir die Afghanen sich selbst überlassen sollen und welche Wirkung unser Rückzug auf die Terroristen (Taliban und Al Kaida) hätte. Ich spreche von dem Signal, die ein Rückzug evtl. hätte. Diese Verantwortung muss keiner von uns treffen. Hätten wir diese würden wir es uns u.U. nicht so leicht machen.

  9. martin meint:

    Ich muss Sven damit recht geben:

    “Zu Lex möchte ich nur eines anmerken : Man kann auch sein eigenes Land befrieden (oder Frieden für eine Zeit in der Zukunft sichern), indem man Frieden in ein fremdes Land bringt bzw. soziale Verhältnisse dort verbessert.”
    Langfistig kann man das sicher so sehen! Und in Deutschland ist es jedem selbst überlassen, ob er oder sie zur Bundeswehr geht.
    Was ich allerdings glaube ich gar nicht wissen möchte ist, was uns selbst hier in Deutschland über den “Krieg” verschwiegen wird!

  10. LexX Noel meint:

    Bewusste Illusionisten, das sind die meisten Menschen.

  11. Tja da hat Lexx wohl recht erlebe ich auch jeden tag aufs neue, aber man kann sich teilweise auch selbst an die nase fassen. Möchte jetz kein bsp. nennen weil ich da ein ganz klares vor augen habe, das ich gerne für mich behalten möchte ;)