Monatsarchiv: April 2010
Vorzüglich gemundet
Am Mittwoch war ich, gemeinsam mit einigen Kolleginnen, bei einem Kollegen und seiner Frau zum Abendessen eingeladen. Es war… einfach fantastisch!
Das Fünfgangmenü habe ich kurz abfotografiert und stelle es hier zur allgemeinen Erbauung zur Verfügung. Falls nötig, kann man sich eine vergrößerte Version bei Flickr anschauen.
Rochusstraße in Kaster (Frühling ist herrlich)
Das ist eine kleine blühende Allee (sagen wir eine halbe). Jedenfalls sieht es sehr, sehr schön aus.
Respektieren wir die Entscheidungen unseres Parlaments, oder stellen wir uns dumm?

Quelle: The U.S. Army
Nur dass wir uns nie willentlich und bewusst in diesen Krieg begeben haben, in dem wir uns nun befinden. Nur dass wir immer erst hinterher erfahren, warum die Situation eskaliert ist. Und dass wir inzwischen niemandem mehr glauben, der uns etwas vom Krieg erzählt.
Quelle: hr2 der tag | Glaubwürdigkeit wird am Hindukusch verloren – Deutschlands Krieg in Afghanistan on Huffduffer
Auch der verlinkte Hörfunk-Beitrag von HR2 sind beachtenswert. Nur frage ich mich, ob Korbinian richtig liegt, wenn er sagt, dass wir uns nie willentlich und bewusst in diesen Krieg begeben hätten. Deutsches Militär ist seit 2003 in Afghanistan. Für diesen ISAF-Einsatz existiert seit 2001 die erforderliche Legitimation. Das Mandat wurde erst im Februar d.Js. vom deutschen Parlament verlängert:
Am 26. Februar 2010 stimmte der Deutsche Bundestag einer Verlängerung des Afghanistan-Mandats bis Ende Februar 2011 zu. In der namentlichen Abstimmung sprachen sich 429 von 586 Abgeordneten für das neue Mandat aus, abgelehnt wurde es von 111 Parlamentariern, 46 Abgeordnete enthielten sich. Das Mandat sieht vor, dass das Bundeswehrkontingent auf bis zu 5350 Soldaten aufgestockt werden kann.
Quelle: ISAF – Wikipedia
Man kann behaupten, dass “wir” uns nie “willentlich und bewusst in diesen Krieg begeben haben”. Nur, frage ich mich, darf man das tun, wenn man im selben Atemzug davon spricht, dass “die Glaubwürdigkeit am Hindukusch verloren” wurde? Ich denke nicht, dass man das kann. Ich respektiere andere Meinungen, aber ich würde gern darauf bestehen, dass man sich vor einem Urteil ein paar Fragen stellt.
Stellen wir uns mal einen Moment vor, die Umfragen, die eindeutige Ergebnisse gegen diesen Kriegseinsatz in Afghanistan ausweisen, führten zu einer Revision der Entscheidung unseres Parlaments. Zunächst würden wir aufatmen und froh darüber sein, dass unsere Soldatinnen und Soldaten nach Hause geholt werden können und ihr Leben nicht mehr an die in den Augen vieler aussichtslose Sache verlören. Darum geht es den meisten Menschen, und das ist natürlich aller Ehren wert.
Was würde in Afghanistan passieren und welche Wirkung würde unser Abzug haben – unabhängig von dem bereits Gesagten? Wir würden die Allianz verlassen. Der Schaden für unser Ansehen in der Welt wäre nicht gering zu schätzen. Viele wird das wenig interessieren, aber dürfen wir das ignorieren? Gegen Terroristen kann man keinen Krieg führen und diesen noch weniger gewinnen. Die Aktivitäten der Alliierten, das steht zu befürchten, werden vielleicht nicht erfolgreich sein. Von einer Demokratisierung des Landes (nach westlichem Vorbild) ist längst keine Rede mehr. Was bedeutet der Abzug für die Menschen in Afghanistan. Für die, die nichts mit Terrorismus zu tun haben und die endlich (nach Jahrzehnten) in Frieden leben möchten? Ist uns das wirklich egal?
Neben dem schon erwähnten Gesichtsverlust, den ein Abzug zur Folge hätte, würde die Region erneut zu einem Rückzugsgebiet für weltweit aktive Terroristen. Wir wissen, dass auch Deutsche dort als Terroristen ausgebildet werden. Auch jetzt, obwohl die ISAF-Truppen vor Ort sind. Trotz der Präsenz in Afghanistan nehmen die Anschläge in Pakistan immer weiter zu. Haben wir eine Chance, die zunehmenden Aktivitäten der Taliban in Pakistan durch unsere Anwesenheit im Nachbarland einzudämmen? Es sieht nicht danach aus.
Man kann also verstehen, dass so viele Leute unser Engagement in Afghanistan nicht mehr für richtig halten. Der Unterschied zwischen denen, die in den Umfragen ihre Meinung gesagt haben und denen, die in Berlin zu entscheiden hatten, ist der, dass erstere die Verantwortung für ihr Handeln zu tragen haben.
Labern und Lamentieren – darin sind wir echt großartig. Ach ja, Miesmachen habe ich vergessen. Das liegt uns noch besser.
Wenn wir die Politiker wegen ihrer Entscheidungen kritisieren, sollten wir auch bedenken, dass es “zum guten Ton” einer parlamentarischen Demokratie gehört, dass man Mehrheitsentscheidungen des Parlaments respektiert. Die Medien berichten über unsere Bereitschaft in Form von Umfragen, jenen eigentlich doch selbstverständlichen und simplen Grundsatz, mal eben über Bord zu werfen. Haben wir uns das wirklich überlegt?
Alte Geschichten
Eben habe ich mal ein bisschen gegoogelt und fand diesen TAZ-Artikel, der mich an richtig schlechte Zeiten erinnert hat. Man war das eine Kacke.
Griechenland: Goldman Sachs hat auch was zu sagen
Wenn ich das richtig sehe, war doch gerade die Investmentbank Goldman Sachs an den Betrügereien (Kosmetik genannt) beteiligt, die es der damaligen Regierung Griechenlands erst ermöglicht hat, den Euro in die Grütze zu fahren.
Dass es nun ausgerechnet wieder so ein Finanzfuzzi von diesem tollen amerikanischen Bankhaus ist, der nun Analysen zur Situation Griechenlands abgibt, ist wirklich ein Stück aus dem Tollhaus.
Zunehmend wird deshalb über eine Umschuldung Griechenlands spekuliert. Das Land werde voraussichtlich die Zahlungen an die Anleiheinvestoren kürzen oder verschieben, schrieb Erik Nielsen, Volkswirt bei Goldman Sachs , in einem Researchbericht. "Die Anleger müssen auf Anzeichen achten, die auf eine freiwillige Restrukturierung der Schuldenlast in den kommenden Monaten hindeuten", führte Nielsen aus. "Ein Rettungspaket, das über Jahre gültig ist, in Kombination mit einer Umschuldung würde den Griechen mehr Luft zum Atmen schaffen. Dann hätte die Regierung auch mehr Zeit, die notwendigen Reformen einzuleiten."
Quelle: Noch größeres Defizit: Griechische Tragödie bringt Euro zu Fall, Seite 3 | FTD.de
Es sind die Finanzjongleure, also nicht zuletzt diese Investmentbank, die diese neue Krise, die für den Euro (und damit für uns) ganz übel enden könnte, verschuldet, ja gewollt und herbei spekuliert haben. Und was tut unsere Regierung? Sie traut sich nicht, dagegenzuhalten. In der Online Ausgabe von FTD wirft man ihr vor, “kleingeistig” zu reagieren. Und das nur deshalb, weil man die NRW – Wahl nicht gefährden will – so die FTD. Das mag man so sehen mögen. Allerdings muss ich die Frage stellen, wer macht den der Regierung am laufenden Band Vorhaltungen, wenn sie die Schulden mehr und mehr nach oben schraubt? Sind das nicht die gleichen Medien, die nun den Kleinmut der Regierung kritisieren?
Man kann doch einfach nur noch den Kopf schütteln. Diese Krise dürfte für die Gemeinschaftswährung lebensbedrohend werden. Die anderen Krisenherde des Euroraumes stehen schon unter Feuer dergleichen Spekulanten. Und gegen die wollen oder können sich die Regierungen Europa nicht wehren. Diese Lehre müssen am vermeintlichen Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise wohl ziehen. Die Kapitalisten kriegen uns klein. Komisch, dass wir bereit zunehmend bereit sind, die katholische Kirche wegen ihren Fehler zu verlassen. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, uns auch einmal mit diesem Dreckssystem zu befassen und unsere Regierung nicht dafür zu kritisieren, dass sie die möglichen Folgen ihres Handels verantwortungsgemäß bedenkt. Unsere Medien können vortrefflich lamentieren und labern. Sie tragen nicht die Verantwortung.
Unfall mit Ansage
Bestimmt kennt ihr die Situation. Ihr fahrt jeden Tag an Stellen vorbei, die euch, rein verkehrstechnisch gesehen, einiges Unbehagen bereiten. Man denkt: dass hier noch nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder.
Heute ist es dann passiert. Nicht mir — anderen. Genau in einer Kurve der Hauptstraße (Amtsstraße) befinden sich ein paar Parkplätze, die zu bestimmten Zeiten immer gut gefüllt sind. Die meisten parken vorwärts ein und müssen dann quasi (fast) blind auf die Amtsstraße ausparken. Da diese genau dann naturgemäß sehr stark befahren ist, wenn auch die Parkplätze gut besucht sind, kommt es nicht selten zu brenzligen Situationen. Und heute hat’s (sicher nicht zum ersten Mal) geknallt. Entweder hat der Fahrer des Kleinwagens beim Ausparken nicht richtig aufgepasst oder der andere Fahrer war so schnell, dass der Unfall nicht vermeidbar war.
Ich habe, wenn ich ausnahmsweise dort parke, immer ein blödes Gefühl. Und heute ist es eben passiert. Zum Glück blieb es bei Blechschaden. Ich bin der Meinung, dass just an dieser blöden Stelle keine Parkplätze sein sollten. Schließlich gibt es eine ganze Reihe von Parkplätzen, die ganz prima zu Fuß und schnell erreichbar sind. Aber die Leut’ müssen ja immer mit dem Wagen in die Geschäfte fahren. Aber wer hört schon auf mich?
Größere Kartenansicht Passiert ist es gleich nach dem 90-Grad-Knick (B417).
Michel Friedman hat den 2. ! Doktor
Letzte Woche habe ich mich (mal wieder) über eine lahme Talkshow im ZDF (Illner) geärgert, weggeschaltet und in der Folge ziel- und wahllos herumgezappt. Das soll ja nicht allein mir so gehen. Den Aus-Knopf hatte ich mal wieder nicht gefunden.
Nach “Illner” kam “Markus Lanz”. Diese Sendung meide ich vorsätzlich. Diesmal interessierte mich aber der zweite Beitrag der Sendung. Es ging um den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Als Gäste waren u.a. Michel Friedman und Uta Ranke-Heinemann anwesend. Mein Interesse war auch da von kurzer Dauer. Herr Dr. Dr. Michel Friedman wurde vorgestellt. Lanz erwähnte (für Herrn Friedmann wohl zu beiläufig), dass er, Friedman soeben seinen Doktor in Philosophie gemacht habe (zum Thema Willensfreiheit des Menschen.) Darauf ergänzte Friedman sofort und nicht überhörbar: “Den 2.”
Urplötzlich fand ich dann auch den Aus-Schalter. Vielleicht war ich doch ein bisschen voreilig. Die Uta muss wieder “göttlich” gewesen sein.
Flugverbote in Deutschland
Wie sagt Horst Friedrich (FDP)? Ramsauer habe “zu starr ausschließlich die Sicherheit im Blick”. Warum überrascht es mich nicht, dass das ein FDP – Mann gesagt hat?
“Nach unserer Einschätzung ist nicht mit Sicherheit ausgeschlossen, dass es zu Vorfällen kommen kann”, sagte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg
Quelle: www.freiepresse.de/Piloten äußern Bedenken gegen Freigabe von Sichtflügen
Bei den Verlusten, die die Fluggesellschaften bereits eingeflogen haben, muss man die Haltung von Herrn Friedrich verstehen. Der glaubt nämlich nicht, dass die Führung der Lufthansa aus Hasardeuren besteht. Das bestimmt nicht, nur haben die Leute vielleicht andere Prioritäten als Herr Ramsauer sie dankenswerterweise bisher an den Tag gelegt hat.
Gestern habe ich Nicki Lauda im TV zum Flugverbot gehört. Der wusste, was wunder, wieder alles besser und hält die Verfügungen der Regierungen für Quatsch. Zum Glück hängen Entscheidungen so weitreichender Art und Weise nicht ab von solchen Leuten.
1.400 Besucher wg. DSDS
Jetzt weiß ich, was mich glücklich macht. Viele Besucher hier im Blog und schönes Frühlingswetter. Oder umgekehrt. Jedenfalls: Die richtige Themenauswahl macht es. Sagt Jürgen ja auch immer…
Aber die Finals von DSDS sind “leider” rar. Über irgendwelche Sendungen im Privatfernsehen sollte ich also bloggen? Und — dann wäre es aber sicher sinnvoll, wenn ich mir die vorher auch selbst ansehen würde. Sollte man das wirklich auf mich nehmen? Tja. Frei nach Else Kling also: “Wenns schee macht”.
Blütenträume
Gestern so ein schöner Himmel. Heute alles grau. Jedenfalls hier bei uns. Zum Glück. So kann ich es aushalten, am Schreibtisch sitzen zu müssen und nicht dieses fantastische Wetter (wie gestern und vorgestern) genießen zu können.
Irgendwann ist ja auch noch einmal Urlaub.








