Ärger mit der Telekom

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Heute schlug die neue Telekom-Rechnung auf. Datiert auf den 30.4. über 174 Euro noch was. Normal ist ein Betrag von knapp unter 50 Euro. Was war passiert?

Ende März/Anfang April funktionierte mein Internet-Zugang nicht. Kann ja passieren, auch wenn das für mich, weil ich doch montags zu Hause arbeite und deshalb erst dienstags nach Nassau fahre, doppelt ärgerlich ist. Wenn sich eine längere Störung abzeichnet, was schon mal vorgekommen ist, musste ich natürlich montags schon los. Diesmal war das anders. Nachdem ich nämlich die Störung telefonisch gemeldet hatte und das übliche Leitungsreset nichts gebracht hatte, fuhr ich in einen t-Punkt in der Nähe. Dort wiederholte man den Leitungsreset und nahm weitere Messungen vor. Den bereits zuvor gegebenen üblichen Rat, einen neuen Splitter auszuprobieren, habe ich mal nicht befolgt, zumal der jetzige erst wenige Monate alt war. Der kompetente und freundliche Mann im t-Punkt erklärte mir, dass mit der Leitung wirklich etwas nicht stimme. Sie sei nicht zu synchronisieren. Da noch irgendwas anders nicht stimmte, fügte er hinzu, dürfte ich eigentlich auch nicht mehr telefonieren können. Er werde einen Kollegen von der Technik bitten, die Sache zu überprüfen. Dies könne aber aufgrund des Wochenendes nicht vor Montag passieren. Ich fuhr mit diesem Frust also wieder nach Hause und hatte mich damit abgefunden, ein internetfreies Wochenende zu verbringen. Meine Frau war ganz aus dem Häuschen.

 

Zu Hause angekommen zeigte sich, dass die Verbindung ins Internet stand. Komisch. Sollte der Leitungsreset doch erfolgreich gewesen sein? Angeblich war das ja nicht so. Egal. Ich war online. Samstag, Sonntag und den ganzen Montag lang. Dann war ich die Woche über weg. Am Freitag war alles tot. Internetzugang und auch das Telefon.

Also rief ich wieder bei der Telekom an. Dort sagte mir ein ausgesprochen unfreundlicher Typ, dass man bereits versucht habe, mich persönlich zu erreichen. Die telefonische Abstimmung des Termines habe leider nicht geklappt und der Kollege hätte mich zu Hause nicht angetroffen. Kunststück. Schließlich war ich ja in Nassau. Er habe mir sicher einen Zettel in den Briefkasten getan. Der Kollege sei jetzt aber nicht mehr erreichbar. Er wäre bereits im Wochenende. Da bin ich ausgeflippt. Daraufhin versprach mir mein “Gesprächspartner”, dass ich Samstag angerufen würde. Das ist auch passiert. Der Mann am anderen Ende war freundlich und kompetent und, was noch besser war, er konnte helfen. Ich erklärte ihm, dass ich den Eindruck habe, dass der Kollege, der gestern nach der Leitung gesehen hätte, wohl einen Fehler gemacht hätte. Nun wäre nämlich nicht nur mein Internetzugang gestört, sondern seither auch mein Telefonanschluss. Er kündigte an, dass er sich die Sache sofort vor Ort (an irgendeinem Verteiler hier in der Nähe) die Geschichte ansehen wolle. Meine Auskünfte würden darauf hinweisen, dass der Kollege vielleicht etwas falsch gesteckt hätte. Fürwahr!

Kurze Zeit später rief mich der Mann wieder an – über Festnetz. Alles war gut. “Schön, dass es doch noch geklappt hat. Danke, Ihnen auch ein schönes Wochenende und nochmals vielen Dank.” Wie freundlich ich doch sein kann, wenn man sich mit mir als Kunden ein bisschen Mühe gibt.

Und jetzt kam die Rechnung. Zwei Fahrten á 40 Euro plus MwSt. + Bearbeitungskosten. Ca. 100 Euro soll mich das Problem meines nicht funktionierenden Internetzugangs also jetzt kosten? Nicht mit mir! Denen habe ich einen Brief geschrieben, der sich gewaschen hat. Per Fax. Leider funktioniert das Faxen aber nicht. Blöd, wenn man auf diese kostenlosen Fax-Services angewiesen ist. Die funzen bei 0800er Nummern wohl (alle) nicht? Dann mache ich das eben am Dienstag vom Büro aus. Vorab kriegen die meinen Brief als PDF schon mal per E-Mail. Aber man kann gegen eine Rechnung ja 30 Tage lang Einspruch einlegen. Etwas Zeit bleibt also.

Kommentare

  1. Horst Scheuer meint:

    Normaler weise stellt die Telekom nur dann Leistungen in Rechnungen wenn der Fehler bei Dir lag! Du solltest auf jeden Fall Beschwerde einlegen und nachfragen für was Du da zahlen sollst

  2. Horst Schulte meint:

    Genau das habe ich auch schon getan. Mal sehen, was nun passiert.

  3. JürgenHugo meint:

    Ja, ja – die Telekom. jetzt hats also auch den Quer-Horst erwischt. Meine Meinung dazu ist ja bekannt.. Es gibt da durchaus eine Menge fähiger Leute. Aaber es gibt auch “Dödel” – einige von denen scheinen in der Hierarchie weiter oben zu sitzen… :-)

    Und Spaß daran zu haben, den anderen Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Und ich hab schon wieder nicht daran gedacht, zu kündigen. Auch – weil ich den Wechsel scheue. Die einzige (schnellere) Alternative wäre wohl Kabel Deutschland. Aber denen trau ich genausowenig wie der Telekom. VORHER versprechen die alles…

    Ich müßte dann auch über die telefonieren, und das will ich eigentlich nicht. Ich wär ja schon zufrieden, wenn die 5500, die die Leitung bringt, kämen. Oder wenn das preislich wenigstens gestaffelt wäre. Auch meine E-Mail Adressen möcht ich nich ändern Ich muß bei meinem Vertrag genau soviel bezahlen, wie jemand der zufällig da wohnt, wo 16000 möglich sind. Das kanns doch nicht sein – das ist doch nicht nachvollziehbar.

    Herrjeh. Na – immerhin steht auf meinem Handy-Display jetzt “Telekom.de” und nicht mehr “T-Mobile…”.Toll. Vielleicht nennen die sich ja irgendwann wieder in “Post” um – “T-Post” natürlich… :bombe:

  4. Horst Schulte meint:

    Insgesamt bin ich mit der Leistung der Telekom doch zufrieden. Aber diese Verfahrensweise bringt mich auf die Palme.