Macht sich etwa einer Sorgen?

Mai 5, 2010 7 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 71 x aufgerufen.
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7 Kommentare

  1. Kiri 5. Mai 2010 at 17:09 -

    Die einzigen die sich Sorgen machen sind die Banken, die ihr Geld in Griechenland gesteckt haben, weil sie sich fette Zinszahlungen versprochen haben.

  2. Horst Schulte 5. Mai 2010 at 18:01 -

    Ich fürchte, das stimmt nicht oder weshalb denkst du, dass es die Krawalle in Griechenland gibt. Die Leute machen sich existenzielle Sorgen, und ich kann das auch sehr gut verstehen. Du nicht?

  3. Kiri 5. Mai 2010 at 18:58 -

    Die Krawalle gibt es deshalb, weil es den Leuten ans Eingemachte geht, das stimmt (lassen wir mal das sumpfige Bestechen, das da dazugehört, weg) – mit einem geregelten Staatsbankrott Griechenlands wäre der Weg allerdings frei für einen Neuanfang.

    Stattdessen schieben wir da Geld ‘rüber, damit die Griechen die nächsten drei Jahre die Zinskosten ihrer Kredite bezahlen können – was ist in drei Jahren dann?
    Dann stehn sie wieder da und können die Zinsen ihrer Kredite nichtmehr zahlen. Und sie haben neue Kredite von uns, die Zinsen können die erst recht nicht zahlen.
    Und durch das Sparprogramm wird es auch keine Besserung geben, da das die Wirtschaft bei denen nur noch mehr nach unten zieht. Ich habe noch nie gehört, dass diese extremen Sparmaßnahmen die Binnennachfrage im Land oder gar die Kaufkraft erhöht hätten. Das Gegenteil ist der Fall.

    Das heißt, die Krise wird sich schlimmstenfalls noch verschärfen und wir machen dabei munter mit. Wir zwingen Griechenland in einen Schuldenstrom, wo die Zinsberge immer weiter wachsen. Der geregelte Staatsbankrott ist die einzige Möglichkeit, diesen Kreislauf zu stoppen und neu anzufangen. Haben sich die Banker in den EU-Ländern mit ihren hochverzinsten Griechenland-Anleihen halt mal verzockt.

  4. Horst Schulte 5. Mai 2010 at 19:46 -

    Vermutlich hast du recht. Allerdings hätte der “geordnete” Staatsbankrott wahrscheinlich auch Folgen für die Euroländer. Die Spekulanten würden sich ggf. sofort die anderen Pig-Staaten vornehmen. Das Spiel geht allerdings scheinbar auch so weiter. Der Euro bleibt unter Druck. Ich glaube, er ist jetzt schon im Eimer. Vielleicht sollten wir unsere paar Kröten in Gold anlegen.

  5. Kiri 5. Mai 2010 at 20:05 -

    Richtig. Auf lange Sicht wird wohl die Rückkehr zum Goldstandard gefragt sein – Gold ist aber jetzt schon nichtmehr bezahlbar.
    Eine Lösung, Griechenland zum Bankrott zu zwingen, ohne dass Europa Schaden abbekommt, wäre ein Ausschluß aus der Währungsunion. DIe EU hat aber intelligenterweise nur Geldstrafen zur Hand – man bemerke die Ironie.

    Und gesamt gesehen ist dies ein perfektes Beispiel einer imperialen Überdehnung in Form einer Währungsunion. Zu viele Mitglieder, davon welche marode, und sofort beginnt das ganze System zu wackeln und zu kippen. So. Und nun tippe ich mein Märchen fertig.

  6. Horst Schulte 5. Mai 2010 at 21:48 -

    Du schreibst Märchen? Interessant! Wusste ich gar nicht.
    Jetzt kommt “Hart aber fair”. Vielleicht kann man dort noch eine Variante finden. Aber an eine Lösung glaube ich ehrlich gesagt nicht.

  7. Kiri 5. Mai 2010 at 22:14 -

    Eine Variante vom Märchen vom geretteten Griechen? :-)