Den Euro in Weuro umbenennen (W für weich)

Wie meinte Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, heute Mittag im ARD Presseclub:

Die Generation Praktikum hat jetzt auch schon den Kabinettstisch erreicht

In der Sendung und in seinem letzten Blogeintrag weist Tichy auf die Konsequenzen des 9. Mai hin:

Die jüngste Währungsreform liegt gerade eine Woche hinter uns, sie datiert auf den 9. Mai 2010. Seither ist der uns bekannte Euro verschieden, und eine neue, inflationsgefährdete Weichwährung ist entstanden. Das innere Gefüge, die bisherigen Merkmale der Währungsunion, wurde über Nacht fast putschartig manipuliert.
Quelle: Chefsache » Blog Archive » Der Weuro – wiwo.de

Ist es nicht bemerkenswert, wie hart auch vermeintliche Freude dieser Koalition sich heute über deren Leistung äußern? Tichy war Anfang der 80er Jahre im Planungsstab des Bundeskanzleramtes. Er wurde 2008 mit dem “Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik” ausgezeichnet, weil er frühzeitig vor den Folgen der Finanzkrise gewarnt hatte.

Titel der neuen Wirtschaftswoche

Quelle

Kommentare

  1. Jan meint:

    “Ist es nicht bemerkenswert, wie hart auch vermeintliche Freude dieser Koalition sich heute über deren Leistung äußern?”

    Ja und nein. So wirklich überraschend ist ja nicht, dass sowohl konservative, als auch liberale Basis wenig lustig findet, dass die von ihnen gewählte Regierung in Sachen Sozialismus sowohl schwarz-rot, als auch rot-grün noch in den Schatten stellt. Die Bürger sind zurecht enttäuscht und wer, wie ich, für freiheitliche Politik im letzten Sommer wochenlang auf die Strasse gegangen ist, fühlt sich von dem, was jetzt läuft, angewidert und richtiggehend verarscht.

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  2. Horst Schulte meint:

    Das kann ich gut verstehen, Jan. Man hat aber auch den Eindruck, dass die Regierung einfach nicht mehr weiter weiß. Vermutlich werden uns harte Wochen und Monate bevorstehen. Morgen geht’s ja mit dem Alltag schon weiter und der Euro-Kurs wird vielleicht schon wieder unter Druck geraten. Was daraus noch wird kann keiner sagen.

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  3. Jochen meint:

    Weuro. Schön – das hat meinen Nachmittag versüßt!

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  4. Chat meint:

    Ist echt ein wenig beängstigend, dass dem Euro eventuell die Kernschmelze droht. Ich bin froh, dass ich vor etwa 15 Monaten Teile meines Ersparten in Gold investiert habe. Aber leider auch nur etwa 10 % jetzt wünschte ich mir es wäre mehr ;)
    Was glaubt ihr, wie die Zuunft des Euro aussieht?

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  5. Horst Schulte meint:

    @Chat: Man soll nicht mehr als max. 25% des Vermögens in Gold investieren. Du hast also noch Raum für weitere Investments. :-)

    @Jochen: Schöner Titel, den Tichy und die Seinen da erdacht haben, nicht?

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  6. Lirt meint:

    @ Horst Schulte: 25% ist schon sehr viel. Wenn man einen so großen Anteil des eigenen Kapitals in Edelmetalle anlegt, sollte man besser weiter streuen und z.B. 10% in Gold, 10 % in Silber und 5% in Platin investieren.
    Trotz allem hätte es natürlich Sinn geamcht vor ein paar Jahren alles in Gold zu investieren. Ich glaube sogar, dass es immer noch SInn mancht das zur Zeit zu tun.
    Der Preis wird bestimmt noch steigen.

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  7. Horst Schulte meint:

    @Lirt: Ok. Hört sich plausibel an. Wenn ich Geld hätte, würde ich das so machen :-)

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  8. Steffen meint:

    Welch Glück. Ohne Geld hat man wenigstens solche Sorgen nicht. ;)

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