Viele halten das, was die europäische Kommission bereits durchwinken wollte, für unappetitlich und außerdem für eine Irreführung der Verbraucher. Das europäische Parlament folgte dieser Vorstellung der Kommission nicht und entschied, dass das Enzym, das auch als Fleischkleber bekannt ist, in Europa nicht zugelassen wird. Die Mehrheit für die von Sozialdemokraten, Linken und Grünen eingebrachte Resolution war knapp.
„Metzger stellen mit den gleichen Zutaten seit Jahrhunderten Blut- und Leberwurst her“, sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP, Holger Krahmer. Beim Klebeschicken gehe es um Geschmacksfragen, „die nicht von Politikern sondern an der Ladentheke entschieden werden“ sollten.
Quelle: Thrombin: EU-Parlament stoppt Fleischkleber – Hintergründe – Gesellschaft – FAZ.NET
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«Transglutaminase»
«Betrug am Kunden mit Formfleisch?»
Solche Argumente von Liberalen kennen wir ja zur Genüge. Blöd nur, dass man der Ladentheke dieses Dreckszeug nicht einfach so erkennt. Und dann handelt es sich nämlich nicht mehr um eine Geschmacksfrage, über die der Verbraucher selbst entscheiden kann, sondern in meinen Augen eher um bewusste Irreführung des Verbrauchers. Ich weiß nicht, ob Krahmer mit den von ihm erwähnten “gleichen Zutaten” wirklich das Enzym gemeint hat (s. Zitat). Es klingt eher ein bisschen nach neuzeitlicher Chemieküche und nicht nach jahrhundertealten Zutaten.
Man sollte denen, die für die Wirtschaft und gegen uns Verbraucher abgestimmt haben, ein Care-Paket ausschließlich mit diesen Appetithappen nach Hause schicken. Wohl bekomms.
Ich glaub, ich kauf mir ne NRW-Flagge – extra für die Wahlen
Die FDP und die Verantwortung für Bonuszahlungen an das HRE-Management








Kennste den nicht? Metzger essen nie Fleischwurst, weil sie nie wissen, was in der von anderen Metzgern drin ist…Sie wissen aber, was in ihrer drin ist…Guten Hunger! Und danach ein lecker :cafe:
Wir halten es wie Biolek. Du weißt schon: Wir gehen zum Metzger unseres Vertrauens. Hoffentlich werden wir nie enttäuscht :_)
” Blöd nur, dass man der Ladentheke dieses Dreckszeug nicht einfach so erkennt.”
Dagegen helfen entsprechende Verpackungshinweise. Ein Verbot schafft diese Innovation (ohne sie näher werten zu wollen, kann ich auch gar nicht, habs bewusst noch nie probiert und kann nicht sagen, obs was taugt) aber nunmal gleich komplett ab. Wozu soll das gut sein?
@Jan: Ich weiß nicht, ob man diesen Dreck wirklich als Innovation bezeichnen soll. Hast du mal gesehen, wie das gemacht wird? Nur, weil man es den “Fleischstücken” nicht ansieht, dass es zusammengeklebte Rest sind, sollte man es nicht genießen. Außerdem (schau dir bitte den verlinkten Video-Beitrag des NDR an) gibt es keinen Hinweis auf diese innovative Darbietungsform von Lebensmitteln. Ich verstehe euch Liberale nicht. Man soll nicht alles reglementieren. Da bin ich dabei. Aber bei solchen offensichtlichen Geschäftemachereien sollte der Staat und seine Institutionen einen Riegel vorschieben. Auch wenn es, wie in diesem Fall, das europäische Parlament ist.
Tja, Verpackungshinweise – hinschreiben kann man da viel…oder garnix. Oder so klein/verklausuliert, das es keiner lesen kann oder versteht. Wurst ess ich ja auch (trotz des Witzes der oben steht) – ob das soviel anders ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
Jeder sollte wählen können. Da bin ich bei Jan. Aber in diesem Fall muss man in meinen Augen diese Wahlfreiheit gar nicht gewähren. Auch wenn der Genuss dieses Zeugs keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit sich bringt, das Angebot ist in meinen Augen schon eine Zumutung. Offenbar sehen das ja Gott sei Dank noch eine Menge anderer Leute genauso.
@Horst Schulte: Ich will das Zeug erstmal essen, bevor ich Behauptungen über seinen Geschmack anstelle. Und na klar sollten da Hinweise rauf, das ist doch klar. Aber: Wieso gleich mit der Verbotskeule?
@Jan: Wir können natürlich alles erst einmal erlauben. Und dann gucken, ob jemand an Gelbsucht erkrankt. Wahrscheinlich wäre der dann selbst schuld, weil er sich ja freiwillig entschieden hat, das Zeug zu essen. Natürlich weiß ich, dass es nicht wenige Lebensmittel gibt, die unter Umständen hergestellt werden, die einem den Appetit versauen würden. Diese werden auch weiterhin verkauft. Ich denke da zum Beispiel an die Art und Weise, in der heute immer noch Geflügel gehalten und geschlachtet wird. In den Schlachthäusern geht vielleicht auch nicht alles so zu, wie es vielleicht sein sollte. Konsequent wäre es also, da würde ich dir zustimmen, wenn man diese Methoden der Herstellung von Lebensmitteln gleich mit verbieten würde. Da kommt dann gleich das Argument der emsigen Liberalen, dass man ja schließlich selbst entscheiden könne und solle, was man kauft und was nicht. Ich bin nicht für ungebremste Reglementierung oder für leichtfertige Verbote aber im Fall der Enzyme würde ich noch einmal eine Ausnahme machen wollen. Weg damit. Ich würde auf ein Probeessen in diesem Fall auch gern verzichten wollen.
@Horst Schulte: Wenns krank macht, kann mans ruhig verbieten, das ist was völlig Anderes. Bisher hatte ich das so verstanden, dass das Zeug einfach nur manchem unappetitlich vorkommt und das kann natürlich für ein Verbot nicht ausreichen – denn Geschmäcker sind verschieden und man müsste dann im Zweifel vielleicht auch McDonalds verbieten, weil mancher Fast Food an sich eklig findet.
Vielleicht wäre es so, dass man Fast Food verbieten müsste. Will ich nicht beurteilen
Aber bei einer Herstellungsmethode, die man sich so vorstellen können, dass einzelne (Abfall-?)stücke Fleisch nebeneinander gelegt werden und sich diese quasi von allein aufeinander zu bewegen und dann verschmelzen… nee. Das finde ich ist schon noch was anderes. Vielleicht habe ich zu viel Phantasie?
@Horst Schulte: Das mit der Phantasie ist nicht so weit her geholt, jedenfalls allgemein gesagt und nicht auf dich bezogen. Denn ich gehe davon aus, dass die meisten Menschen einfach nur “allergisch” auf die Vorstellung reagieren, Teile unserer Nahrungsmittel würden künstlich hergestellt und nicht mehr so, wie vor hundert Jahren. Man malt sich dann ganz klar schnell alles Mögliche aus (und vieles wahrscheinlich nicht zu unrecht), blendet aber aus, dass es anders ja kaum geht. Jedenfalls nicht, wenn man so viele Menschen mit soviel (bezahlbarer!) abwechslungsreicher Nahrung versorgen will.
Das rechtfertigt sicher nicht, alles zu machen, was technisch möglich ist. Aber ich würde mir trotzdem wünschen, dass man sich solche Sachverhalte erstmal objektiv ansieht und sie prüft, statt einfach aus Reflex “Ihgitt” zu sagen und alles sofort verbieten zu wollen.
Uns Deutschen wird nachgesagt, wir seien technikfeindlich, was sich auch in Fragen der Genpolitik niederschlägt. Vielleicht stimmt das. In diesem speziellen Fall bin ich allerdings “technikfeindlich”. Nicht, weil ich glaube, dass man von solchem Zeugs krank wird, sondern weil ich es eine Sauerei finde, mit so ekligen Dingen Geschäfte zu machen. Jetzt hast du es “rausgekitzelt”. Daher steht der bei mir, mal mehr mal weniger, sichtbare Antikapitalist.
Ich möcht “gaanich” wissen, wie manches hergestellt wird – dann ess ich vielleicht noch weniger…