Köhler fordert mehr Respekt für deutsche Soldaten in Afghanistan Den deutschen Soldaten in Afghanistan sollte nach den Worten von Bundespräsident Köhler mit mehr Respekt begegnet werden. Die Bundeswehr leiste dort Großartiges unter schwierigsten Bedingungen, sagte Köhler im Deutschlandradio Kultur nach einem Besuch im Feldlager Masar-i-Scharif. Es sei in Ordnung, wenn kritisch über den Einsatz diskutiert werde. Allerdings müsse Deutschland mit seiner Außenhandelsabhängigkeit zur Wahrung seiner Interessen im Zweifel auch zu militärischen Mitteln greifen. Als Beispiel für diese Interessen nannte Köhler ‘freie Handelswege’. Es gelte, Zitat ‘ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auf unsere Chancen zurückschlagen’ und sich somit negativ auf Handel und Arbeitsplätze auswirkten. Köhler hatte auf der Rückreise von China einen Zwischenstopp in Afghanistan eingelegt.
Quelle: Nachrichten vom 22.05.2010 12:00 – dradio.de
Ich glaube, mir fällt ein Ei aus der Hose. Köhler war 3 Stunden in Afghanistan. Gut, eine Gehirnwäsche kann man ihm ob dieser Worte nicht attestieren. Schließlich war er als Chef des IWF lange Zeit im neoliberalen Lager quasi zu Hause.
(Hervorhebungen durch mich)
Update: Sebastian wies mich darauf hin, dass der Text der Meldung bei dradio jetzt plötzlich gekürzt erscheint. Hier ein Screenshot der neuen Meldung: ![]()
Das finde ich wirklich unglaublich!
Einen Artikel (1) habe ich gefunden, der den Originalwortlaut wiedergibt, heute einen Text in der “Süddeutschen Zeitung” (2) (bitte klicken)
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Gut, dass Du den Text hierher kopiert hast.
Der Deutschlandfunk hat inzwischen sowohl die MP3-Datei um diese Äußerung gekürzt als auch den obigen Teil des Transkripts von seiner Homepage entfernt.
Sebastian(Zitieren) (Antworten)
Ich hab das dumpfe Gefühl, der Herr Köhler hat die Nato-Doktrin durchgelesen und verstanden. Wie hat Pispers die nochmal interpretiert?
“Wir beschützen nun nichtmehr nur das, was wir besitzen, sondern auch das, was wir gerne hätten!” – unter dem Deckmäntelchen der Friedenssicherung und der Stabilisierung von gefährdeten Regionen, die sich zufällig immer da befinden, wo Bodenschätze und Absatzmärkte zu finden sind. :boing:
Kiri(Zitieren) (Antworten)
Eine imperialistische Ader hat der Mann eben. Und heute gehört uns Deutschland…
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
Danke für das Einstellen des Textes!
Die “Gedanken” des Bundespräsidenten finde ich nicht weiter überraschend. Von Horst Köhler war doch wirklich kaum etwas anderes zu erwarten.
Viel interessanter (und bedenklicher) ist doch die Frage: warum ändert der Deutschlandfunk nachträglich nicht nur den Text auf der Website, sondern lässt sogar noch das entsprechende Audio-Dokument entfernen?
angela(Zitieren) (Antworten)
Gern gesehen! Das hat mich ebenfalls gewundert aber mehr noch geärgert. :zitrone:
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
ich hoffe nicht, das Köhler das ausgesprochen hat, was viele Politiker heute schon denken?!
psychoMUELL(Zitieren) (Antworten)
Da bin ich auch drüber gestolpert. Im MP3 zu diesem Artikel ist die Passage noch enthalten, ab Minute 3 http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1188780/
Wirklich interessant, dass DLF/DLR das so unter den Teppich kehren. Hörer-Mail ist schon abgeschickt.
Andreas Schödl(Zitieren) (Antworten)
in der sz wird die betreffende passage am ende des artikels auch wiedergegeben.
http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-koehler-in-afghanistan-warum-hoere-ich-das-nicht-von-ihnen-1.948375
hw(Zitieren) (Antworten)
@All: Danke für Hinweise. Stefan hat übrigens bei dRadio nachgefragt, wie es zu der Kürzung kam. http://www.unpolitik.de/2010/05/22/unser-volk-braucht-markt/
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
Der Herr Köhler weis genau was er da gesagt hat, ist doch schön wenn mal einer die Wahrheit sagt.
Auf mein-parteibuch.com/blog hat einer einen Link zum vollständigen Interview reingestellt… habs aber noch nicht geprüft….
http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/05/22/drk_20100522_0751_c6f918db.mp3
memyselfeandi(Zitieren) (Antworten)
@memyselfeandi: Danke für den Link.
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
@Andreas: Wir sollten wirklich alle an dradio schreiben und fragen, was das soll.
@psychoMuell: Einige werden garantiert so denken.
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
guck doch nur, wie die scharf die Merkel auf den Euro und die EU ist!
psychoMUELL(Zitieren) (Antworten)
Habe kurz nach Mitternacht das Audiofile des Interviews inklusive Mitschrift der Originalpassagen in meinen Blog gehängt. Der Beitrag löste bereits eine Strafanzeige eines Bloglesers gegen Horst Köhler aus. Alles weitere hier: http://swiss-lupe.blogspot.com/2010/05/deutschlandfunk-kriegt-wegen-kohlers.html
Lupe(Zitieren) (Antworten)
@Andreas Schödl: DLR Kultur hat mir geschrieben, dass versehentlich den beiden Schnittfassungen für DLF (ohne die kritische Passage) und DLR Kultur (mit …) der gleiche Text beigefügt wurde. Der Fehler wurde korrigiert, das DLR-Stück hat nun den Text mit der Passage.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1188780/
Andreas Schödl(Zitieren) (Antworten)
habe auch ne ähnliche mail an dlf verschickt. hier die Antwort:
Sehr geehrter Herr xxx,
vielen Dank für Ihre Anmerkungen zu dem Interview mit Bundespräsident Horst Köhler, das wir am Samstag in unseren Programmen Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur in unterschiedlichen Fassungen und Längen gesendet haben.
Beide Fassungen können Sie seitdem unter http://www.dradio.de nachhören:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1188781/ (ca. 4’45 Min.)
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1188780/ (ca. 5’10 Min.)
Allerdings wurde versehentlich beiden Audio-Fassungen derselbe Text zugeordnet, so dass die Hörer von Deutschlandradio Kultur auf unserer Internetseite zunächst einen falschen Text zum Audio vorgefunden haben. Das haben wir inzwischen korrigiert.
Die Nachrichtenmeldungen auf http://www.dradio.de , die sich auf das Interview mit dem Bundespräsidenten beziehen, sind ebenfalls weiterhin in unveränderter Form abrufbar, so zum Beispiel auch die Meldung am Samstag um 12 Uhr: http://www.dradio.de/nachrichten/201005221200/1 .
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnten.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Wollnik
Hörerservice
Deutschlandfunk
Raderberggürtel 40, 50968 Köln
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DRadio Wissen
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Der Hörerservice wird betrieben von der
Deutschlandradio Service GmbH
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________________________________
Von: xxx@.de [mailto:xxx@.de]
Gesendet: Sonntag, 23. Mai 2010 11:26
An: Hörerservice, DRadio
Betreff: frage zu Interview
Sehr geehrte Damen und Herren,
gestern morgen hatten sie in ihrem Programm ein Interview mit unserem Bundespräsidenten Horst Köhler. In diesem Interview hat Herr Köhler einige Dinge gesagt, über deren Bedeutung und ggf. Verfassungsmäßigkeit man zumindest einmal genauer diskutieren sollte. In ihren Nachrichten wird darauf noch Bezug genommen: “Allerdings müsse Deutschland mit seiner Außenhandelsabhängigkeit zur Wahrung seiner Interessen im Zweifel auch zu militärischen Mitteln greifen. Als Beispiel für diese Interessen nannte Köhler ‘freie Handelswege’. Es gelte, ‘ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auf unsere Chancen zurückschlagen’ und sich somit negativ auf Handel und Arbeitsplätze auswirkten.”
Dieses Interview war auf dradio.de als MP3 und Text nachträglich zu finden, nun ist aber sowohl der Text, als auch der Audiobeitrag um genau diese kritischen Stellen gekürzt.
Können Sie mir beantworten, weshalb Sie hier offensichtlich zensiert haben – es handelt sich um eine wesentliche Aussage Köhlers – bzw. nach welchen Kriterien Interviews gekürzt werden beim Dlf?
Mit freundlichen Grüßen,
xxx
gano(Zitieren) (Antworten)
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe ohne Kriegserklärung, mehr noch als der Rücktritt des Ministerpräsidenten des Landes Hessen Roland Koch am 25. Mai 2010. Bei allem Respekt vor der Würde des Amtes bleiben Fragen offen, die sich aus der Eurokrise und einer möglichen Währungsreform ergeben. Die Geschichte wird die Antworten liefern müssen: Am 1. Juni 2010, sowie in den Jahren und Jahrzehnten danach. Europa unterliegt einem Wertewandel wie nie zuvor in der Weltgeschichte.
Hans Kolpak(Zitieren) (Antworten)
Einer der beliebtesten und aufrigdigsten “Staatsmänner” Deustchlands ist zurück getreten.
Ich sage “Staatsmänner” weil Horst Köhler ein Staatsmann war und ist ,und kein Politiker.
Denn Staatsmann ist in meinem Empfinden um ein vielfaches höherwertiger als Politiker.
Er war unbequem, hat immer seine Meinung gesagt und hat zum “Nachdenken” aufgefordert. Genau das was die Polemiker und Laber-Köpfe nicht tun. Denn die versuchen nur aus einer “unglücklichen” Formulierung Profit zu schlagen.
Gerade Herr Trittin und Herr Gysi, die nur durch Polemik und Laberei glänzen haben das Amt und die Person des Bundespräsidenten, ganz erheblich verletzt und haben dem Mann Horst Köhler,in seiner Ehre verletzt.
Gerade die Politiker, die durch Unvermögen, Untätigkeit, dummer Polemik und menthaler Diarrhoe glänzen, haben es geschafft, Deutschland seiner wichtigsten und besten Representations-Figur zu berauben.
Die Herren Trittin und Gysi können stolz auf sich sein, wieder mal Deutschland geschwächt zu haben und es im Ausland blamiert zu haben.
Ich hoffe nur, dass beide Herren so schnell wie möglich aus der politischen Szene verschwinden, denn Sie können nichts weiter als großen Schaden verursachen.
P.S.:
Mir fallen noch viel schlimmere Formulierungen ein,aber da ich im Gegensatz zu Herrn Trittin und Herrn Gysi eine gute Kinderstube genossen habe und weiß was sich gehört,unterlasse ich dies.
P.P.S.:
Ich habe bei der letzten Wahl die Grünen gewählt, jetzt schäme ich mich dafür und Sie können sich sicher sein, dass wird nicht wieder passieren!!!!!!!!!!
Jörg P.(Zitieren) (Antworten)
Man darf nicht vergessen den Blick aber auch nach vorn zu richten… angstvoll
http://img218.imageshack.us/img218/9954/stoppnotmypresident.png
Tom(Zitieren) (Antworten)
Hallo
hab mir einfach mal den Querblog heraus gesucht, wusste gar nicht, dass das so richtig funktioniert wie beim Horst-Wer.
Habe ein Thema kann man das mal öffentlich machen sollte. Also irgendwie einen Blog aufmachen?
Die Griechen haben 6 neue Fregatten bei den Franzosen bestellt und wollen das Geschäft nicht stoppen. Kosten 2,75Mrd. Wer zahlt denn das?
Wir doch!
6 Fregatten für Griechenland(Zitieren) (Antworten)
“fregatten?”
woher hast du die info? wer kaufte die fregatten genau: der staat griechenland oder eine privatgesellschaft?
Lupe(Zitieren) (Antworten)
@Lupe: Das war diese Geschichte hier: http://de.wikipedia.org/wiki/FREMM-Fregatten
Sie spielt seit der Griechenland-Geschichte natürlich eine große Rolle.
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)