Wenn ich höre, wie die neue britische Regierung mit ihren Sparmaßnahmen an die Öffentlichkeit geht und welche Ankündigungen über weitere, noch viel drastischere Sparmaßnahmen gleich folgen (das Bild vom Skalpell und von der Axt geht um), erinnere ich mich gleich an die Ära Thatcher. In der “Tagesschau” wurde davon gesprochen, dass die Märkte durch die nun veröffentlichten Sparpläne der neuen Regierung erst einmal beruhigt werden müssten. Ach, die Märkte müssen also beruhigt werden. Die Politiker sollen zeigen, dass sie die Kraft zu solchen enormen Sparpaketen überhaupt aufbringen können.
Man will im Öffentlichen Dienst kürzen. Wir können allerdings davon ausgehen, dass insbesondere in England alle Sozialleisten auf den Kopf gestellt werden. Man will, wie gesagt, die Märkte beruhigen. Damit meint man natürlich die Kapitalisten des Landes und die internationalen Investoren. Denen soll demonstriert werden, wie beweglich die neue britische Regierung doch ist.
Mir dreht sich der Magen bei diesem einseitigen Vorgehen um. Die Briten haben unter Margret Thatcher eine lange Zeit erlebt, in denen der Markt das Maß aller Dinge gewesen ist. Zum Glück war das nicht unser Problem. Jetzt haben die Wählerinnen und Wähler Gordon Brown abgewählt. Labour hat sich insbesondere in der Person des Premiers als unfähig erwiesen, das Land zu stabilisieren. Nun sind es die Konservativen, die gemeinsam mit den Liberalen den Menschen zeigen, wie man ein Gemeinwesen an die Wand fährt. Dabei sind die Briten doch so stolz darauf, mit Kontinentaleuropa arg wenig am Hut zu haben. Cameron und sein liberaler Kompagnon Clegg werden gegen die Kapitalisten, also insbesondere die Finanzwelt, die so stark ist in Großbritannien, rein gar nichts auf die Beine stellen. Sie werden den Staat ruinieren und am Ende werden sie abgewählt. Alles nur eine Frage der Zeit.
100 Schuss, 13 Tote – Lobet den Herrn








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