Dieser Artikel ist mit Abstand das Ekelhafteste was mir in letzter Zeit im Netz begegnet ist. Da kann man ja glatt Sympathie mit Printjournalisten haben, die solches Netzgeschreibsel von Bloggern als qualitativ wertlosen Müll abtun.
Quelle: Tauss, der Kinderschändergucker der Piraten, ist verurteilt – zu recht | Ruhrbarone
Was sich da bei den Ruhrbaronen in Sachen Tauss, der übrigens heute aus der Piratenpartei ausgetreten ist (gebührt ihm dafür Respekt?), abspielt, ist interessant und weckt vermutlich nicht nur bei mir zwiespältige Gefühle. Einerseits hasse ich Vorverurteilungen, andererseits halte ich die Reaktionen, die einige Leser dort abgeladen haben, für ebenso kritisch. Es geht um Standpunkte zu einem kritischen Thema. Dass sich ausgerechnet die, die sich doch sonst so vehement auf die Meinungsfreiheit im Netz berufen, nun weit über das Ziel hinausschießen, ist bezeichnend. Bezeichnend für eine immer mehr verlorengehende Streitkultur in Deutschland.
Im Kommentar 130 zitiert “BesorgterBürger” Dieter Nuhr, der sich zu “meinem” Punkt auch einmal in ähnlicher Weise geäußert hat:
Im Internet tobt ja ein permanenter Kampf um Meinungshoheit. Wenn man aus Sicht einer gut verlinkten Gemeinschaft was Falsches sagt, hagelt es prompt Beleidigungen, Diffamierungen, sogar Drohungen. Ich habe diese Erfahrungen mit der Links-Partei gemacht, mit der Piratenpartei, mit den Nazis und mit religiösen Gemeinschaften. Da geht es nicht mehr um Argumente, sondern nur noch darum, wer die meisten Anhänger mobilisieren kann. Mit Meinungsfreiheit hat das nichts zu tun. Im Internet geht es nur um Macht.
Quelle: Tauss, der Kinderschändergucker der Piraten, ist verurteilt – zu recht | Ruhrbarone
Es gibt innerhalb dieses Threads einige Meinungsführer, die mit dazu beigetragen haben, dass eine sachliche Diskussion einfach unmöglich geworden ist. Ich würde an Stefan Schröders Stelle jetzt zum Beispiel den Originaltext und die wiederholt angesprochenen (behaupteten) Änderungen direkt nebeneinander stellen. Mal sehen, was von den Behauptungen am Ende übrig bleiben wird. Das fände ich interessant.












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