Monatsarchiv: Mai 2010

Die Föderalismusreform aus der Schublade holen und die Bundesländer verschmelzen

Mai 15, 2010 7 Kommentare »

Stefan hat eine gute Idee, wie der Bund woanders, nicht bei Bildung und Kindern, einsparen könnte:

Und natürlich kann man bei den teuren Strukturen, die sich Deutschland leistet, sparen. Zum Beispiel bei den Bundesländern. Brauchen wir so viele? Und brauchen wir sie überhaupt noch? In vielen Bereichen haben sie nicht mehr viel zu sagen.
Quelle: Roland Koch einsparen

Allerdings – ich weiß ja nicht. Für dieses Ziel gleich den Föderalismus abschaffen?

Und mir fiel in dem Zusammenhang wieder ein: Koch und Steinbrück waren sich doch, wenn ich mich da richtig entsinne richtig einig als es vor langer, langer Zeit darum ging, Subventionen abzubauen. Was ist eigentlich daraus geworden? Wurde das wirklich zur Erfolgsgeschichte, wie es auf der Website der hessischen Staatskanzlei niedergeschrieben steht? Das scheint mir ein bisschen wenig Text. Dabei war doch Koch einer der Väter, und der würde doch bestimmt ein bisschen mehr Tamtam machen, wenn das wahrhaftig eine Erfolgsgeschichte gewesen wäre.

Und auch das bisschen Föderalismusreform war ja wohl nicht der Bringer. Vielleicht sollte man die Pläne doch noch einmal aus der Schublade holen?

Aufgeräumte Taskleiste: Ab ins System Tray

Mai 15, 2010 15 Kommentare »

Durch einen Artikel von Caschy habe ich ein Tool bzw. dessen Funktionen wiedergefunden, das ich früher sowohl privat als auch geschäftlich gern eingesetzt habe. Es geht um “4t Tray Minimizer Free (5.17)”. Die hohe Versionsnummer könnte darauf hinweisen, dass es sich tatsächlich um dieses kleine Helferlein handelt. Was macht das Tool?

Nach dem Start erscheinen neben den üblichen einige weitere Symbole (rechts oben)4ttrayminimizer . Mittels dieser Symbole, alternativ auch per Hotkey, lassen sich die jeweiligen Anwendungen ins System Tray verbannen. (1) Der Vorteil ist, vor allem für solche User, die gern viele Programme parallel betreiben, dass die Taskleiste nicht zu schnell überladen ist. taskbarUnter Windows 7 kann man das System Tray so einrichten, dass die Programme, auf die man oft zugreift, sichtbar bleiben bzw. nicht, wie dies im Standard vorgesehen ist, komplett gruppiert werden.

taskbar_anpassen1
Über “Anpassen” lässt sich unter Windows 7 der Dialog zur Einstellung der Taskbar aufrufen. Dort lässt sich definieren, welche Anwendung man permanent sehen möchte (“Symbol und Benachrichtigungen anzeigen”) und welche gruppiert werden sollen (also  “… nicht anzeigen”). (weiterlesen …)

Was Inflation ist

Was Inflation ist
Mai 15, 2010 12 Kommentare »

kreuz Irgendwie kann man auch an diesem kleinen Beispiel schon erkennen, was Inflation ist:

In Lebus, im Südosten des Landkreises Märkisch-Oderland in Brandenburg, wird im Moment über die Erhöhung der Kosten für eine anonyme Grabstelle verhandelt. Bisher kostet diese 64 Euro. Nach einem Zeitungsbericht sollen diese Kosten sich nach einem ersten Vorschlag bald auf 150 Euro erhöhen. Als Argument für die Maßnahme führte die zuständige Ausschussvorsitzende die Höhe der Kosten im benachbarten Frankfurt (Oder) an. Dort kostet eine anonyme Grabstätte 1.500 Euro.

Bei uns im Westen sind die Kosten tendenziell wohl noch eine “Kleinigkeit” höher:

Will man also ein Grab nach 25 oder 30 Jahren weiterhin mieten, so muss man erneut, je nach Grabstätte, bis zu 2.934 Euro an die Stadt bezahlen. Wie lautete noch dieser alte und falsche Spruch: “Nichts ist umsonst. Nicht einmal der Tod, denn der kostet das Leben”. Was für ein Quatsch! Was ich jetzt noch gern wissen würde, wäre, ob vor der Euroeinführung diese Preise auch nur 50 % dieser Summen betragen hat.
Quelle: QuerBlog.de » Beitrag » Umsonst ist der Tod?

In unserer Stadt (Bedburg) ist der offizielle Teil des Sterbens auch genauestens geregelt. Die 19seitige Friedhofssatzung regelt alles bis ins kleinste Detail. Irrerweise wird sogar die “Ruhezeit” (für Leichen) vorgeschrieben. Diese beträgt danach 25 Jahre. Allerdings nur bei Erwachsenen. Bei Kindern unter 5 werden nur 15 “Ruhejahre” zugestanden. Typisch deutsch kann man da wohl nur feststellen. Auch die Größe der Särge ist limitiert. Gut, das kann ich nachvollziehen. Sonst passt er nachher nicht in die Grube. Wäre ja doof.

Google ändert Verkaufsstrategie für Nexus One

Mai 15, 2010 Kommentare deaktiviert

nexusone Aufgrund schlechter Verkaufszahlen ändert Google nun das Verkaufskonzept. Man wollte mit dem Gerät einen Gegenpart zu Apples iPhone platzieren und kam bis März nur auf die magere Verkaufszahl von 135.000 Geräten. Das iPhone hatte bereits im ersten Jahr mit Verkaufszahlen von 3,5 Mio. Stück geglänzt.

Google hatte versucht, das Gerät über den eigenen Online-Laden zu vermarkten. Das schlug offenbar fehl. Jetzt ist man der Auffassung, dass die Kunden das Gerät gern vor einem möglichen Kauf in die Hand nehmen wollen.

Quelle: «Schlechte Verkaufszahlen: Google Nexus One jetzt im Einzelhandel»

PDF – Dateien ver- und bearbeiten

Mai 15, 2010 5 Kommentare »

Der “Adobe Reader” ist auf vielen Rechnern standardmäßig vorhanden. So universell und systemübergreifend er einsetzbar ist, so limitiert sind seine Möglichkeiten, die PDF-Dokumente zu ver- bzw. bearbeiten. Und schnell ist er auch nicht gerade, obwohl das bei schnellen Rechnern vielleicht nicht ins Gewicht fällt. Das PDF-Format ist jedenfalls seit Jahren Standard für systemübergreifenden Austausch elektronischer Dokumente, so dass es sich einfach lohnt, einmal mehr die guten und kostenlosen Alternativen anzupreisen.

Foxit Reader

Auf diesen PDF-Reader stößt man zuallererst, wenn man via Google nach Alternativen sucht. Das Programm ist multilingual und ausgesprochen flott. Zudem ist es als portable Version installierbar und man kann es auch ohne Admin-Rechte auf jedem PC installieren – sofern man das tun will. Download | Herstellerseite | Plugin für die Nutzung im Firefox-Browser

foxitreader

Der sehr schnelle Reader verfügt über eine Vielzahl von Zusatzfunktionen, die aber zum Teil kostenpflichtig sind. Man kann mithilfe des Foxit Reader Notizen und Zeichnungen dem Dokument hinzufügen. Nach dem Speichern ist dann allerdings ein (etwas störender) Hinweis (Freeware) auf die Nutzung des Programms vorhanden.

Tipp: Wer Probleme mit der Installation der deutschen Sprachdatei hat, der sollte sich die xml-Datei herunterladen und sie ins Programmverzeichnis des Foxit Reader ablegen. Die automatische Installation klappt nämlich schon eine ganze Weile nicht. Die Dateien wurden offenbar verschoben und die Anpassungen vergessen.     (weiterlesen …)

Missbrauch: Die Opfer sind gar nicht mehr Thema der Diskussion

Mai 14, 2010 4 Kommentare »

Den von Norbert Denef angezettelten Eklat beim ökumenischen Kirchentag in München hätte man verhindern können, in dem man Herrn Denef aufs Podium geholt und an der Diskussion beteiligt hätte. Vielleicht hat keiner daran gedacht, obwohl Denef vielleicht das bekannteste deutsche Missbrauchsopfer ist. Stattdessen kam es zum Eklat und der Protest Denefs verhallte – von ein paar Artikeln in den Medien einmal abgesehen.

Bischof Stephan Ackermann, der Beauftragte der katholischen Kirche für die Missbrauchsfälle, ging in seinem Beitrag dann gezielt auf die Opfer ein: "Der Mann, der an den Bühnenrand gekommen ist und für die Opfer eingetreten ist, hat doch recht", sagte er. "Wir sprechen hier nur über Institutionen, über Machtmissbrauch, über Moral. Ich habe den Eindruck, die Opfer sind gar nicht mehr Thema der Diskussion." Es klang wie eine willkommene Ausrede, nachdem seine beiden Vorredner auf das strukturelle und andauernde Versagen der katholischen Kirche bei der Aufklärung hingewiesen hatten.

Es schien fast, als käme ihm das Opfer in Gestalt von Norbert Denef gelegen, um nicht näher darauf eingehen zu müssen. Ackermanns Äußerung wurde durch Buhrufe des Publikums quittiert, die Stimmung war aufgeladen. "Möchtegern-Christ", schrie jemand. "Jetzt versucht er doch nur vom Thema abzulenken", ein anderer. Ackermann sagte, er sei "über den Verlauf der Veranstaltung ziemlich erschrocken, weniger über die Störung als über die Statements zum Thema".
Quelle: Ein-Mann-Demo bei Diskussionsrunde: Missbrauchsopfer provoziert Eklat auf Kirchentag – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama

Ich finde Ackermanns Feststellung einerseits zutreffend, andererseits mag man nicht bestreiten, dass an dem, was Spiegel-Autorin Barbara Hans im zweiten Absatz äußert, etwas dran sein könnte.

Den Vertrauensverlust, den die katholische Kirche durch ihr Verhalten verursacht hat, ist so fundamental, dass man sich kaum mehr vorstellen kann, dass es bald wieder zu einer Annäherung der Menschen an diese kommen könnte. Das alles wird wahrscheinlich sehr, sehr lange nachwirken.

Ermittlungen gegen Mixa wegen sexuellem Missbrauch eingestellt

Mai 14, 2010 4 Kommentare »

Der Verdacht des sexuellen Missbrauchs gegen den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa hat sich nicht erhärtet. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt stellt deshalb ihre Vorermittlungen ein. Die Prügelvorwürfe gegen Mixa werden dagegen massiver.
Quelle: Vorermittlungen: Kein Missbrauchsverdacht mehr gegen Mixa – Welt – Tagesspiegel

Der Verdacht muss sich ja nun auch nicht mehr erhärten. Die Reputation Walter Mixas ist längst ruiniert. Und ja – angesichts der Vorermittlungsergebnisse muss jetzt “am Ball” geblieben werden. Wenn er schon kein Kinderschänder ist, hat er doch wenigstens Geld unter- und Kinder geschlagen. Die Untersuchungen laufen noch. Nach den vorläufigen Untersuchungsergebnissen soll Mixa Kinder schwer misshandelt haben. Genau dies wurde unmittelbar nach der Nachricht von der Einstellung der Ermittlung wegen sexuellem Missbrauch von Kindern an die erste Stelle der Empörungsskala gesetzt, gefolgt von Berichten über die angebliche Zweckentfremdung von Stiftungsgeldern.

Beim “Tagesspiegel” heißt es zum Ende des (oben verlinkten) Artikels: Mixa nehme in dem Brief “für sich die Unschuldsvermutung in Anspruch”. Wie kommt der Mann denn dazu? Wo doch alle genau wissen, dass er und woran er schuldig ist.

Telekom-Rechnung über 174 Euro

Telekom-Rechnung über 174 Euro
Mai 14, 2010 Kommentare deaktiviert

Mir ging es irgendwie zu langsam. Die Telekom hätte sich seit dem 2. Mai doch wohl schon mal melden können – oder? Was wurde inzwischen nicht alles regelt (Euro, NRW und so), aber eine Antwort auf meine Frage zu dieser Horror-Rechnung habe ich noch nicht erhalten?

Ich rief unter der kostenlosen Hotline-Nummer an und bekam sodann eine positive Antwort. Es wurde eine Gutschrift über 112,- Euro erteilt. Doch, so lobe ich mir das!

Jetzt will ich nur hoffen, dass die Telekom mir nicht den hohen Betrag wirklich abzieht. Dann rufe ich dort gleich wieder an.

gutschrift_telekom

Ackermann plaudert bei Illner

Mai 14, 2010 9 Kommentare »

Der Mann kann in den Augen der Öffentlichkeit offenbar einfach nichts richtig machen. Nun stand er gestern bei Illner 60 Minuten lang Rede und Antwort und versuchte, denen kritischen Deutschen die komplizierte Finanzwelt ein bisschen näher zu bringen und was folgt auf dem Fuße?  Kritik und Spott.

Kritik der FTD, die Ackermann sogar rät, doch den Mund zu halten. Er besaß nämlich die Frechheit, uns  gestern Abend das mitzuteilen, was Millionen anderer Menschen in Europa und in der Welt ohnehin ahnen: Die Griechen werden es wohl nicht schaffen, mit dem gewaltigen und selbstverschuldeten Schuldenberg fertig zu werden.

Ackermann sagte:

«Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln»
Quelle: «Ackermann sollte einfach den Mund halten» (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

Auch die NZZ würdigte den Auftritt des Deutsche Bank Chefs, in dem sie über das kritische deutsche Presseecho entsprechend berichtete, ohne selbst eine Meinung zum Auftritt des Landsmannes beizusteuern.

Scheinbar glauben manche Journalisten, dass irgendwer auf das Geschwätz mancher Experten etwas gibt. Außer denen, deren Lebensinhalt das Spekulieren mit fremdem Geld ist, gibt keiner was um solche Erklärungen. Das gilt für Ackermann ebenso wie für den mit kurzen Statements gegenwärtigen Professor Sinn vom Ifo-Institut.

Die Zusammenhänge sind so komplex und in ihrer Wirkung offenbar so unvorhersehbar, dass sie selbst von so genannten Finanzexperten nicht mehr ordentlich erklärt werden können. So schlimm es ist, dass die Leute, die uns ständig über Machenschaften der Kapitalisten informieren wollen, selbst nichts mehr zu überblicken scheinen, so albern ist es, Ackermann dafür zu kritisieren, dass er seine persönliche Meinung sagt. Wenn wir es wirklich so verstehen, dass solches Gerede eine selbsterfüllende Prophezeiung werden könnte, sind wir wahrhaftig weit genug. Die Märkte, die werden es schon regeln – nicht wahr?

Google Adsense – mal wieder ein Scheckchen

Mai 14, 2010 Kommentare deaktiviert

In dieser Woche ist mal wieder ein Scheck von Google eingetroffen. Adsense-Geldchen. Drüben im Querblog habe ich vor längerer Zeit alle Anzeigen verbannt. Google hatte mich geärgert und sowieso schreibe ich ja hier nicht für Geld :-)

Zudem wollte ich durch die Löschung der Anzeigen zeigen, dass ich hier keine Gewinnabsichten verfolge. So ungefähr nennt sich das nämlich in der Juristensprache, wenn man ein Blog vor sich hat, dessen Autor man z.B. wegen Urheberrechtsverletzungen zur Kasse bitten möchte. Das ist, so habe ich es verstanden, für Anwälte nämlich einfacher, wenn man es mit einem gewerbemäßig betriebenen Blog zu tun hat bzw. existieren im Blog keine Google Adsense-Anzeigen oder Amazon-Werbung, sind die Chancen für den Blogger ein bisschen besser geworden, nicht ganz so viel Kohle in Form von Abmahngebühren zahlen müssen.

Meine diesbezüglichen “Aktivitäten” waren daher auf die Officetipps beschränkt. So bin ich also nach Jahren mal wieder über die Marke von 100 $ gerutscht. Der Scheck kam für mich erstmals aus Irland und ist auf Euro ausgestellt. Ja, so lange ist das schon her. Der Scheck kam damals noch aus den USA und war in Dollar ausgestellt.