Monatsarchiv: Mai 2010
Privat vor Staat ist gescheitert (nach nur 5 Jahren)
Privat vor Staat. Das ist so etwas wie der Wahlspruch der Liberalen. Und mit diesem Signal ist die FDP schon nach 5 Jahren Regierungszeit in NRW grandios gescheitert. Das lässt mich hoffen, dass das auch im Bund so laufen kann. Wenn diese Koalition überhaupt bis zum Ende der Legislaturperiode unter diesen Vorzeichen aushält, will ich hinzufügen.
Die Liberalen werden jetzt sagen, dass diese Entwicklung nur typisch für Deutschland wäre. Wir haben keinen Mut, persönliche Verantwortung zu übernehmen, sondern rufen immer nur nach dem Staat. Der Staat wird’s schon richten. Sicher – das ist nicht ganz falsch. Nur haben die meisten Menschen gerade in den letzten Jahren (durch die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise) zur Kenntnis genommen, was die “Privaten”, die Geldsäcke dieser Erde mit uns machen, wenn die Staaten das “Zepter” aus der Hand geben. Stichwort: Primat der Politik. Vielleicht hat die Erkenntnis, dass das so nicht mehr weitergeht, für viele Leute den entscheidenden Impuls gegeben haben. Nicht der Stärkere allein soll bestimmen, so es lang geht, sondern es gibt eine Güterabwägung. Wir brauchen alle gesellschaftlichen Kräfte in unserem Land, um mit den gewaltigen Schwierigkeiten überhaupt noch klarzukommen. Gemeinsamkeit und Solidarität sind gefragt, nicht Egoismus und Geldgier.
Die FDP hat mit etwas über 6 % der Stimmen, übrigens bei einer Rekord-Negativ-Wahlbeteiligung, ihre Chance nicht genutzt. Sie hat sie, will ich mal hoffen, verspielt – auch auf Bundesebene. Der unverständliche Boom der FDP war sowieso unheimlich. Jetzt kehrt wieder politische Normalität ein. Der Schwanz hat auch lang genug mit dem Hund gewedelt. Vielleicht hat die Merkel es jetzt ein bisschen leichter. Aber das setzt ja voraus, dass auch die Liberalen dazulernen. Warten wir’s mal ab.
Übrigens könnte ich mir gut vorstellen, dass Frau Kraft angesichts des knappen Ergebnisses sehr froh darüber ist, dass sie einer Koalition mit den Linken keine Ypsilanti-Absage erteilt hat. Da kann sie, hoffentlich hat die SPD am Ende ihren klitzekleinen Vorsprung noch, beruhigt in Koalitionsverhandlungen eintreten. Das Lamentieren der CDU und der Liberalen wird so und so laut genug werden. Jedenfalls dann, wenn die CDU nicht mit der SPD eine Koalition eingehen wird.
Virtual Box unter Windows 7 64-bit
Virtual Box, ursprünglich hochgeladen von Horst Schulte
Mit einigen Anwendungen gibt es doch Probleme. Besonders anspruchsvolle Dinge sind das nicht einmal. Zattoo läuft jedenfalls unter dieser Version nicht. Das kann allerdings auch, wie ich gelesen habe, durchaus mit der Grafikkarte und weniger mit dem Betriebssystem zu tun haben. Andererseits läuft es in der Virtual Box unter XP auch mit dieser Grafikkarte einwandfrei. Was soll’s also?
Ich hatte die Hoffnung, dass ich den Cisco VPN Client (32 bit) in der Virtual Box ans Laufen kriege. Dort spielt aber, was ich nicht erwartet hatte, der Windows Installer (dieses olle Scheißding) nicht mit. Diese Probleme kenne ich durchaus auch von anderen Rechnern (XP!). Vermutlich liegt es also am Installer von Windows und nicht an der Cisco-Software. Morgen lasse ich ir die 64bit – Version schicken. Dann wird es hoffentlich schon klappen.
Insgesamt ist die Geschwindigkeit, unter der mit meinem neuen Rechner selbst die virtuellen Betriebssysteme laufen, schon frapierend – jedenfalls für mich. Schließlich war mein alter Rechner, den ich vorhin in den Keller getragen habe, schon ein wenig langsamer
Insgesamt bin ich nicht so begeistert von Windows 7, wie ich das aufgrund der Euphorie erwartet hatte, die mir allenthalben entgegenschlug. Das wird allerdings eher an mir liegen. Man braucht in meinem Alter vielleicht doch schon etwas länger, um sich an solche doch relativ kräftigen Umstellungen zu gewöhnen. Woran ich mich aber sehr gut gewöhnen kann, das ist die Geschwindigkeit, mit der dieses Betriebssystem (Rechner) zu Werke geht.
Update: Ich habe einen Cisco Treiber gefunden: http://www.pocketpc.ch/attachments/pc-allgemein/26295d1271673776-cisco-vpn-auf-64-bit-windows-7-vista-vpnclient-winx64-msi-5.0.07.0290-k9.rar
Läuft alles tadellos. Klasse, diese Foren.
Das waren die letzten Worte des Turmspringers
Was waren die letzten Worte des Turmspringers?
Das Wasser ist heute aber schön klar.
Acer Intel Core i7 860, 6GB DDR3 Memory
Nach fast 10 Jahren habe ich mir heute einen neuen PC gegönnt. Es fällt mir fast schwer, meinen alten ALDI – Rechner einzumotten. Im Moment bin ich dabei, meine ganze Mucke mal auf USB auszulagern, damit ich gleich, wenn ich mich an die Einrichtung des Neuen mache, auch ja die richtige hören kann.
Es stehen wohl einige aufregende Stunden bevor. Das 64 Bit Betriebssystem, das ich gewählt habe (Win 7 natürlich) erlaubt nicht den Betrieb aller Programme, die ich so gern weiterhin zur Verfügung hätte. Hierzu zählt auch der LiveWriter von Microsoft. Da werde ich wohl anders bloggen müssen. Womöglich gleich ins Backend von WordPress? Igitt!
Außerdem läuft mein Citrix Webserver für die VPN – Anbindung nicht mit diesem Betriebssystem. Da muss ich wohl mal googeln. Aber ich werde es schon hinbekommen. Außerdem kenne (?) ich ja eine Menge Leute, die mir Support geben werden. Freudig und in bester Absicht – nicht Jürgen?
Weiter geht’s. Noch kopiere ich Dateien vom “Alten” auf’s USB-Laufwerk. Das dauert aber lange… Zum Glück habe ich TerraCopy an Bord.
CDU/SPD 37:37
Nach einer Umfrage des Forsa-Instituts liegen die beiden großen Parteien gleichauf. Je 37 % der Stimmen. Dann könnte es eng werden für die schwarz/gelbe Koalition und diese Möglichkeit macht Merkel und Westerwelle ordentlich nervös.
In NRW waren viele Bundespolitiker im Wahlkampf unterwegs. Von Merkel, zu Guttenberg über Gabriel und Özedemir bis hin zu Gysi und Westerwelle. Wem hat’s genutzt? Morgen Abend wissen wir mehr!
Als SPD-Sympathisant reibt man sich schon ein bisschen verwundert die Augen, dass innerhalb von ungefähr 12 Monaten die Stimmung im Land so kippen konnte. Hat sich die CDU diese Entwicklung wirklich selbst zuzuschreiben mit ihren Skandalen und Skandälchen oder strahlt die Leistung der Bundesregierung so ins Land hinein, dass es zu dieser schon als sensationell zu betrachtenden Entwicklung kam?
Es wird wohl die Mischung aus beidem sein.Schlechte Arbeit darf nicht honoriert werden. Darum geht es morgen nicht allein. Es geht um die Mehrheit im Bundesrat. Die ist wichtig für die Weichenstellungen im Bund, da viele Gesetze die Zustimmung des Bundesrates benötigen, um wirksam zu werden.
Das wäre früher ein Argument gewesen, mit dem die SPD wohl hätte punkten können. Aber spielt diese Option für die Leute eine Rolle oder denken wir uns nicht: Ja und – was passiert dann? Wird die Politik dann wieder so, wie sie unter der Großen Koalition gewesen ist? Wäre das etwa erstrebenswert? Viele werden die Frage mit nein beantworten.
Wenn ich das geradezu beschämende Verhalten der SPD bei der Abstimmung zu den Griechenlandhilfen betrachte, kommt mir das Grausen. Verantwortungslos und opportunistisch nenne ich das. Ich behaupte, dass die SPD sich deshalb enthalten hat, weil sie auf zusätzliche Stimmen aus dem großen Lager derjenigen (70% der Bevölkerung) hofft, die jede Art von finanzieller Unterstützung für Griechenland ablehnen. Das ist ja so billig.
Ich werde meinen Wahlzettel ausfüllen. Ungültig!
Der Mann ohne Glamourfaktor
Lukas Podolski hat dem 1. FC Köln in dieser Saison nicht so richtig viel Freude gemacht. Die Erwartungen waren hoch, vielleicht konnte er sie auch deshalb nicht erfüllen. In meinen Augen ist er einfach zu früh zum FC Bayern gewechselt. Seitdem hat sich Poldi fußballerisch nicht weiterentwickelt. Er gibt immer noch als talentiert, aber reicht das noch lange aus?
Im Kölner Stadt-Anzeiger habe ich heute einen schönen Artikel über ihn gelesen. Außerhalb Köln würde sich vielleicht kein Redakteur die Mühe machen, Podolskis positive Seiten zu betonen. Ich finde den Artikel zutreffend, angenehm und vor allem fair.
Lukas Podolski wurde einst als Wunderkind hysterisch gefeiert. Poldi, wie er schon früh gerufen wurde, war immer der Beste, in jedem Jahrgang. Doch die Rückkehr zum 1. FC Köln ist dem Stürmer weit schwerer gefallen als erhofft.
Quelle: Wunderkind ohne Allüren – Kölner Stadt-Anzeiger
Ob sich irgendein Anwalt das vielleicht mal traut?
Da ich ein gebranntes Kind bin (und 3.500 Euro ärmer) werde ich nicht dieses Risiko nicht mehr auf mich nehmen! Mein Blog „Querblog.de“ habe ich aus diesem Grund vorerst geschlossen. Vorerst deshalb, weil es vielleicht eine technische Möglichkeit gibt, die Videos aus meinen Beiträgen zu löschen, die in dieser Beziehung vielleicht gefährlich werden könnten. Ich habe es mit meinen Mitteln (auch direkt in der Datenbank probiert). Ca. 300 Artikel habe ich eben mal eben gelöscht. So etwas tut weh – auch der Kommentare wegen, deren Zahl ebenfalls nicht gerade klein war. Es bleiben immer noch über 3000 Artikel. Allerdings musste ich feststellen, dass trotz meiner versuchten Säuberung immer noch viele Youtube-Videos vorhanden sind. So werde ich das Problem nicht lösen können.
Außerdem muss man sich ja grundsätzlich darüber klar werden, wie schnell man (auch aus ganz anderen Gründen) von irgendwelchen findigen Anwälten abgemahnt werden kann. Beispiele dafür gibt es schließlich zur Genüge. Unlizenzierte Fotos gab es im Querblog garantiert keine mehr, bei manchen Texten kann man sich hinsichtlich ihres Potenzials als Abmahnbombe nicht sicher sein und die Youtube-Videos gibt’s zwar allein in Deutschland millionenfach in den Blogs. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Jedenfalls war das bisher wohl weitgehend der Fall.
Eine Schlussbemerkung noch an die Adresse des Anwalts, der erst die Leute verschreckt und ihnen dann seine „Beratung“ andient: Ihre Kommentare sind hier unerwünscht. Ich werde es halten wie Sie und jeden Ihrer Kommentare schnellstens löschen.
Update: Dank Alex habe ich die Sache geklärt – nicht schön aber immerhin wohl wirksam. Alle Youtube-Links gehen nun ins Leere. Es waren immerhin neben denen, die ich bereits gelöscht habe weitere 136 Ersetzungen. Jetzt geht der Querblog wieder online.
Hart aber fair – Ich hätte da mal eine Beschwerde
Merkel steht vor dem Parlament (Regierungserklärung) und versucht, die Anstrengungen der Regierung zur Stabilisierung unserer Währung zu erläutern. Sie spricht von der Hoffnung und ihrem Vertrauen, dass die griechische Regierung die Sparpläne in der vereinbarten Form umsetzen werde. Es erfolgt ein Schnitt und die gewalttätigen Ausschreitungen in Griechenland werden gezeigt. Dieser Wechsel wird mehrfach vollzogen.
Journalismus von der Sorte, die man nicht schätzt. Ich mag solche Effekthascherei überhaupt nicht. Vor allem sollten sich all die klugen Leute, die mit Alternativen zur international abgestimmten Vorgehensweise an den Markt gehen, auch einmal klar dazu bekennen, dass nicht sie es sind, die die Verantwortung des Scheiterns zu tragen haben.
Mein Eintrag ins Gästebuch der heutigen Sendung:

Robert de Niro und Steven Segal, Jessica Alba und Lindsay Lohan in einem Film

Interessantes Ensemble, nicht wahr? Der Film: Offenbar Trash. Jedenfalls auch eine Gewalt-Orgie. Ach ja, Jeff Fahey spielt auch mit.
Werden wir von der Politik manipuliert?
In einem Stern-Heft las ich eben einen Leserbrief, der mich etwas amüsiert und gleichzeitig aber auch ein bisschen geärgert hat.
Der Zwischenruf trifft den Nagel auf den Kopf. Wir Bürger sollen von der Politik manipuliert werden. Und es funktioniert, wie die CDU-Strategie zur Wahl 2009 zeigt. Ein Glück, dass es bei uns die vierte Gewalt, die Medien, gibt, die solche Manipulationsversuche aufdecken.
Ich weiß nicht, ob dieser engagierte Leser es ironisch meinte, als er ausdrücklich von der vierten Gewalt schrieb. Schließlich impliziert der Begriff, dass natürlich auch die Medien eigene Interessen verfolgen und, wer könnte das sonst besser, die öffentliche Meinung prägen – um nicht zu sagen: manipulieren.
Vor Jahrzehnten hörte ich einen angesehenen Fernsehjournalisten, scheinbar selbst absolut überzeugt, die Frage entrüstet verneinen, ob er die Öffentlichkeit mitunter durch seine Beiträgen manipulieren würde. Das war damals lächerlich und wäre es natürlich auch heute. Aber auch vor 20 oder 30 Jahren als die Medien auch aufgrund des noch nicht so ausgeprägten Wettbewerbsdrucks noch anders gearbeitet haben, war immer auch die Möglichkeit durch journalistische Arbeit angelegt, andere Menschen zu beeinflussen.
Jedem, dem ein öffentliches Forum geboten wird, also z.B. auch mir durch dieses kleine Blog, manipuliert bewusst oder unbewusst, das Publikum. Insofern sollten wir nicht so blauäugig sein, dass Manipulationsversuche auf Politik begrenzt wären und uns sozusagen die Presse davor bewahren könnte. Für mich wird umgekehrt ein Schuh daraus. Die Presse ist weitaus mehr gefährdet, schon allein aufgrund ihrer technischen Möglichkeiten, in ihrem Sinne die öffentliche Meinung zu manipulieren. Spezielle Fälle sind in diesem Zusammenhang Medienkonzerne eines Silvia Berlusconi oder auch eines Rupert Murdock.
Wir sollten uns bemühen, unsere Informationen auch hinsichtlich ihrer Quellen sorgfältig auszuwählen und aufmerksam zu bewerten. Keine Frage, das wird immer schwieriger.




