Es hat sich gelohnt, so lange aufzubleiben

Weil ich ja irgendwie nicht mehr ins Kino komme, bin ich dankbar, wenn mal wieder (was selten genug ist) ein toller Film im öffentlich-rechtlichen Fernsehen läuft. Am Donnerstag stand, leider etwas spät, “Departed – Unter Feinden” von Martin Scorsese auf dem Programm. Der Film startete einiges später, weil die ARD bereits vom Fußball erfasst wurde und Waldemar Hartmann und die Seinen ihren Plausch über das vorangegangene Spiel irgendwie nicht zum Ende brachten.

Für mich war die Verschiebung, der späte Sendetermin allgemein, nur deshalb kein Problem, weil ich mir wieder einmal einen Brückentag gegönnt hatte. Die kurzweilige und spannende Handlung tat ihr übriges. Keine Spur von Müdigkeit stellte sich ein.

Ein tolles Schauspielerensemble gab eine Meisterleistung ab. Jack Nicolson war als Gangsterboss Frank Costello einfach brillant. Die Situation, in der Colin Sullivan (Matt Damon), ihn erschoss erinnerte mich, was Nicolsons Aussehen angeht (Entschuldigung), ein bisschen an seine Maske als Joker (Batman). Störend fand ich den Slang, der auch in diesem Scorsese-Film wieder breiten Raum fand. Ohne diese Ausufernden Gewaltszenen geht das heute wohl nicht mehr.  Michael Ballhaus hat diese Gewaltorgien allerdings diesmal so fotografiert, dass ich nicht wieder so bedient war, wie bei “Gangs of New York”.

Kommentare

  1. JürgenHugo meint:

    Was heißt hier “lange Aufbleiben”? Ich Dödel hab gestern den Matula vepaßt, weil ich vom Schläfchen erst um 22:30 aufgewacht bin, grummel. Dafür bin ich aber dann bis kurz vor 7 morgens aufgeblieben. Und um 10 schon wieder wach geworden. Irgendwie guck ich kaum noch Fernsehen – der Comp frißt halt Zeit. Tja. :-)

  2. Horst Schulte meint:

    Das ist aber eine seltsamer Biorhythmus, lieber Jürgen. Gesund ist das wahrscheinlich nicht. Ich bleibe am Wochenende oder wenn ich frei habe (auch im Urlaub) allerdings wirklich lange auf. Vor 2.00 Uhr gehe ich nicht schlafen. Dann stehe ich allerdings auch nicht vor 9.00 Uhr morgens wieder auf. Ein bisschen Schlaf brauche ich schon noch.

  3. JürgenHugo meint:

    Naja – mein “Schläfchen” hat ja fast 5 Stunden gedauert. Und um 10? Ich kenn mich doch – wenn ich aufwache und länger liegen bleib, dann schlaf ich irgendwann wieder ein. Und dann bin ich hinterher richtig kaputt.

    Dann steh ich schon lieber auf und setz mich an den Comp. Heute nachmittag leg ich mich schon wieder hin – irgendwann werd ich auch müde. Ich brauch ja auf niemanden Rücksicht nehmen, den das stören könnte.

  4. John meint:

    Hallo Horst,

    ich kann mich Deinem Lob nur anschließen. “The Departed” ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme: bei manchen Dialogen musste ich mich wirklich kaputt lachen. Mit dem Streifen ist Scorsese ein weiteres Meisterstück gelungen, das ich mir sicher auch noch ein viertes und fünftes Mal zu Gemüte führen werde;)

  5. Horst Schulte meint:

    @John: Es gibt ja leider nicht viele Filme, die man sich mehrmals ansehen mag.

    @Jürgen: Und du isst einfach zwischendurch immer mal was? Mich erinnert das ein bisschen an einen alten Onkel, der leider inzwischen verstorben ist. Der war nach dem Tod seiner ersten Frau jahrelang hauptsächlich nachtaktiv und hat sogar nachts gekocht. Dann hat er (mit Ende 70) seine Jugendliebe wieder getroffen und noch einmal geheiratet. Sein Leben hat sich dann wieder “normalisiert”. :gebrochen:

  6. JürgenHugo meint:

    Natürlich ess ich auch nachts was, wenn ich Hunger hab. Dein Onkel hat sicher nur noch mal geheiratet, weil er zu faul zum Kochen war, grins. :-)

  7. Horst Scheuer meint:

    Schei… den habe ich verpasst. Du musst auch vorher drüber schreiben ;-)

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