In Europa gibt es eine mehr und mehr zunehmende Aversion gegen Muslime. Das ist jedenfalls meine Feststellung. Deshalb ist das Ergebnis der Studie eines gemeinsamen Forschungsprojektes des Bundesinnenministeriums und des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zur Entwicklung von Gewalttätigkeit unter jungen Muslimen für viele auch keine Überraschung. Es entspricht einem Bild, an dem viele mitgewirkt haben. Durchaus nicht nur jugendliche, gewalttätige Muslime.
Unabhängig davon, dass wir auch in unserer Familie schon negative Erfahrungen mit gewalttätigen Muslimen gemacht haben und ich schon deshalb nicht ganz unvoreingenommen an das Thema herangehe, darf nicht übersehen werden, dass es auch dabei zwei Seiten gibt.
Die Studie stellt fest, dass junge Muslime deutlich aggressiver auftreten als junge Männer mit anderen Religionszugehörigkeiten.
Das sind dann wohl die Gruppen junger Männer, die nicht nur in Fußgängerzonen insbesondere älteren Passanten ein mulmiges Gefühl vermitteln. Es wird erzählt, dass diese jungen Männer ältere Leute nicht passieren lassen, jedenfalls nicht ausreichend Platz machen. Überfälle auf alte Frauen finden statt, Handtaschen werden entrissen und das keineswegs nicht nur in Großstädten. In ländlichen Gemeinden wie Bergheim oder Quadrath-Ichendorf sind solche Zwischenfälle leider ebenfalls sehr häufig.
Wenn junge Männer keine Arbeit haben und, was viel schlimmer ist, auch mittel- und langfristig keine Perspektive sehen, sich in unserer Gesellschaft eine Zukunft aufzubauen, sollten wir uns vielleicht nicht darüber wundern, dass dabei einiges in die Brüche geht. Die erlebte, tief empfundene und natürlich verletzende Ablehnung der eigenen Person schlägt dann häufig in Aggressivität um. Um diesen Zusammenhang zu sehen und zu verstehen, muss man kein Psychologe sein. Das sagt uns der normale Menschenverstand. Wer keine Aufgabe hat, keinen Platz in einer Gesellschaft, kann krank werden, ungerecht oder eben aggressiv gegen andere.
Zwischen Christen und Muslimen herrschen nicht die gleichen Voraussetzungen – schon in der Schule. Das wissen wir. Es gibt genügend Erkenntnisse darüber, dass Kinder aus türkischen Arbeiterfamilien schon aus sprachlichen Gründen in den Schulen schlechte Voraussetzungen haben und damit oft keine Chance eine Berufsausbildung zu absolvieren.
Nun hat man also herausgefunden, dass junge Muslime aggressiver sind als junge Christen. Diese Religion fördert eine brutale Machokultur, heißt es dort. So jedenfalls wird es in dem SpOn-Bericht «Jung, muslimisch, brutal» (allein schon dieser Titel!) festgehalten und viele werden sich fragen, was unsere Politiker mit diesem Wissen nun anfangen werden.
Die Ergebnisse der Studie aus Hannover sollen unter anderem auch in die Diskussionen bei der Deutschen Islamkonferenz einfließen. Wie soll man sich das vorstellen? Bestimmte Gruppen von Migranten sind dort schon nicht mehr vertreten, weil diese der Auffassung sind, dass das Thema Diskriminierung von Muslimen in Deutschland nicht hinreichend behandelt wird. Und nun kommt diese Studie auf den Tisch, die doch so viel Neues nicht aussagt. Außer vielleicht, dass sie mit wissenschaftlich fundierten Aussagen daherkommt.
Wie auch immer: Das ist eine ungute Entwicklung, und schon bald werden wir uns fragen müssen, was wir eigentlich konkret tun können, um diese Situation zu verbessern. Die Vorstellung, gewalttätige muslimische Jugendliche aus Deutschland auszuweisen wird wohl hoffentlich niemand (außer den PI’s dieser Republik) auf dem Plan haben. Oder? Sind also doch schon weiter in unseren Bemühungen vorangekommen, unsere Gesellschaft, die eine Zivilisation mit Verständnis und Toleranz versuchte aufzubauen, auseinander zu treiben?
Den jungen Muslimen, die sich gewaltbereit zeigen, wird man das Verhalten nicht einfach ausreden können. Solche Probleme kann man vielleicht mit sehr viel Geld ein wenig entspannen. Dumm nur, dass wir keines mehr haben. Da werden wir wohl nach klugen Lösungen suchen müssen. Oh, da sehe ich aber schwarz. Mal wieder.
Was sagt uns diese Erkenntnis?
Die Gruppe junger Migranten ohne Konfession sei am besten in die deutsche Gesellschaft integriert. “Sie steuern beispielsweise zu 41,2 Prozent das Abitur an, haben zu 62,9 Prozent deutsche Freunde und fühlen sich zu 66,1 Prozent als Deutsche”, erklären die Autoren der Studie. Bei jungen Muslimen sei dies anders: Sie verfolgten zu 15,8 Prozent den Abiturabschluss, hätten zu 28,2 Prozent deutsche Freunde und fühlten sich zu 21,6 Prozent als Deutsche.
Quelle: Kriminologische Studie: Jung, muslimisch, brutal – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama
Migranten ohne Konfession? Gottlose, Atheisten? Wir haben doch so viele Kirchenaustritte, jedenfalls bei den Katholiken. Blöd, dass uns das nicht weiterhilft. Wir müssen das genereller angehen. Gott abschaffen wäre doch eine Lösung. Bei der katholischen Kirche haben sich viele ja schon auf dem Weg gemacht. Aber da spielen die Muslime nicht mit. Die haben klare Überzeugungen und werfen uns ja nicht selten vor, keine zu haben oder jedenfalls keine guten. Sie schauen verächtlich auf uns, obwohl sie doch mit uns leben. Denken wir das vielleicht nur und in Wahrheit steckt so etwas menschliches wie eine große Verzweiflung und Verletzung des eigenen Selbstwertgefühls dahinter?
Bild von Jääähns @ pixelio.de












Wenn ich lese, dass eine Studie aus Herrn Pfeiffers Institut stammt, stellen sich mir schon wieder die Nackenhaare hoch. Die Studien dieses Institut sind, um es einmal vorsichtig auszudrücken, nicht unumstritten. Ich werde das Gefühl nicht los, dass vom KFN immer wieder solche Ergüsse auf den Markt geworfen werden, die gerade in die politische Landschaft passen. Äußerste suspekt ist mir ausserdem,d ass ein ehemaliger Justizminister des Landes Niedersachsen heute der Direktor dieses Insitut ist. Das hat für mich schön ein Geschmäckle
Leider wird so etwas aber bei uns gelesen und die Möglichkeiten zur Reflexion nicht oder jedenfalls unzureichend genutzt. Das Klima in Deutschland wird durch die Veröffentlichung solcher “Kernaussagen” irgendwelcher Studien nicht verbessert.. Es werden keine Lösungen gesucht und die bereits bestehenden Vorbehalte nur geschürt. Das tut uns gerade in unserer gegenwärtigen Situation nicht gut.