Wie denken Frauen eigentlich heute über unsere Bundeskanzlerin und insbesondere, was denken die ostdeutschen Frauen? Das würde mich ja schon mal interessieren. Viele waren froh, dass wir endlich einen weiblichen Regierungschef bekommen haben – damals 2005.
Und als Merkel vor ein paar Jahren Kohl ablöste und ihre innerparteiliche Macht mehr und mehr zunahm dachten viele sicher, dass Frauen sehr schnell dazulernen. Jedenfalls wenn es um die Machtspielchen ging, deren Beherrschung ihnen vielleicht noch nicht so richtig zugetraut wurde.
Zunächst gefiel Merkels Art, die Dinge zu managen (ist der Begriff richtig gewählt?) sehr vielen Leuten. Sie verhielt sich machtbewusst aber unauffällig, ging offenen Streitereien nach Möglichkeit aus dem Weg. Sie schien immer ein wenig über den Dingen zu stehen. Vielleicht war es diese präsidiale Art, die die Leute an Merkel schätzten.
«Auf der Forbesliste war Merkel vier Jahre in Folge (2006–2009) die mächtigste Frau der Welt», Wikipedia
Wir Deutschen waren ja offenbar nie davon angetan, wenn Politiker sich offen gestritten haben. Ein gewisser Hang zur Großen Koalition (auch jetzt in NRW) hat vielleicht auch damit zu tun.
Merkels Ansehen hat sich nach meinem Empfinden wesentlich stärker hin zum Negativen verändert, als es ihre Werte im ZDF Politbarometer scheinen lassen. Auch dort ist die Beliebtheit Merkels (Politbarometer) zurückgegangen. Lange führte sie dieses Ranking an. Heute liegt sie “nur” noch auf Platz 3. Angesichts der Probleme, die unser Land hat und für die die Menschen durchaus ein waches Auge haben, ist dieser Wert für einen Regierungschef nicht einmal wirklich schlecht.
Obwohl trotz der negativen Stimmung Ursula van der Leyen beinahe Bundespräsidentin geworden wäre und (das Internet ausgenommen) nach meinem Eindruck in der Bevölkerung einen hohen Zuspruch erfuhr, glaube ich, dass in der Union bei einem Scheitern Merkels Frauen vorerst kaum Chancen auf das Amt des Bundeskanzlers haben werden. Die konservative Union hat ein Experiment gewagt (ostdeutsch, weiblich, geschieden, evangelisch) und –nach heutiger Lesart- wohl verloren.
Es soll nicht reaktionär oder gar revisionistisch sein, aber meine Schlussfolgerung ist im Moment die, dass weibliche Politiker sich von ihren männlichen Kollegen doch nicht so grundlegend unterscheiden, wie manche sich das vielleicht vorgestellt oder gewünscht haben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion um die Führungskraft Angela Merkels weiterentwickelt und natürlich, ob und wann diese Regierung scheitern wird. Im Augenblick sieht ja alles danach aus, als sei dies nur eine Frage der Zeit.
Brutalstmöglich
Wahrscheinlich ist zu Guttenberg doch klüger als viele meinen
Da bitten wir herzlich um Entschuldigung








Alle in einen Sack stecken und draufhauen! :hammer: :hammer: :nee: da trifft man immer den Richtigen – oder die Richtige… :soldier: