Politiker sind nicht an Weisungen gebunden, höchstens an Überweisungen.
Graf Fito

Schön, ein kleiner, freier Blogger zu sein

Es hat doch seine Vorteile, ein geliebtes aber kleines Blog zu besitzen. Eines, das höchstens mal von einem … Rechtsanwalt heimgesucht wird, weil sich der Blogger einen ähnlichen Patzer erlaubt hatte, wie der Autor eines FAZ-Blogs, der angeblich heute von der Redaktion aus diesem (zumindest vorgegebenen) Grund gelöscht wurde. Auch dieser hatte Fotos veröffentlicht und damit gegen irgendwelche Regeln verstoßen. FAZ-Blogs gelten natürlich als kommerziell. Da gelten für die Verwendung von Fotos noch einmal andere Regeln. Die Sachlage war also ein wenig anders, die Wirkung (vor allem auf den Blogger selbst) aber offenbar ähnlich schlimm.

Es gibt bereits eine große Menge an Reaktionen. Im Moment sieht es so aus, als wäre dieses Blog von der FAZ – Redaktion wegen eines Vorganges gelöscht worden, der für diese konkrete Maßnahme womöglich gar nicht ausschlagend gewesen ist. Es sind viele Spekulationen im Raum. Jedenfalls musste ich schlucken. Blogger, die ihre Texte verfassen (gleich, ob gut, weniger gut oder so durchschnittlich wie meine eigenen) werden über diese wohl in aller Regel selbst bestimmen wollen und für diesen Wunsch der Selbstbestimmung auch klare Worte finden.

Ich habe noch nie darüber nachgedacht und war ehrlich überrascht, dass dies keineswegs der Fall ist, wenn man zum Beispiel für die FAZ bloggt. Man tritt, wie ich es verstanden habe, das Recht an seinen Texten an die Zeitung ab. Gut, man wird dafür bezahlt. Insofern wird das wohl in Ordnung gehen. Aber erwirbt man in einem solchen Fall nicht auch Urheberrechte an einem eigenen Text? Oder tritt man die durch einen etwaigen Vertrag komplett und für immer ab?

Neben dem Bericht des betroffenen Bloggers, lege ich euch zur Lektüre Enno Parks tolle Zusammenfassung im Blog “die ennomane” ans Herz.

Ich bin gespannt wie eine Flitzebogen, ob die Texte nicht doch noch vorhanden sind und was damit weiter geschehen wird. Der Vorgang dürfte auch in den nächsten Tagen noch ein wenig für Unruhe in der Blogsphäre sorgen.

Update: Und das hier klingt ja nach echter Freundschaft und Verbundenheit unter “uns” Bloggern.

Es gibt kein Medium, das auf Dauer so arbeiten könnte, das ein oder andere Gossenorgan und ein paar andere Onlinepostillen mal ausgenommen.
Quelle: Blogs! Buch Blog » Ein paar Fakten und persönliche Worte über das Bloggen bei der FAZ

Kommentare

  1. JoKnopp meint:

    Das Urheberrecht kann man in Deutschland nicht abtreten, sehr wohl aber die Verwertungsrechte. Die FAZ hat die Verwertungsrechte an den Beiträgen von Seemann und kann also entscheiden, ob sie veröffentlicht werden oder in der Versenkung verschwinden. Nur damit da nix verwechselt wird.

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  2. Horst Schulte meint:

    Danke für den Hinweis.

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