Die amerikanischen Politiker werden die ganzen Versprechen brechen müssen, die sie ihrem Volk so freigebig gegeben haben. Sei es durch drastische Reformen des Steuer- und Wohlfahrtsrechts, durch Nichtbedienung der Schulden oder durch nackte Inflation.
Gerade im Sozialbereich ist die Dimension der eigentlich notwendigen Anpassung so gigantisch, dass sie die so gut wie ausgeschlossen werden kann.
Quelle: Im Gespräch: Sean Corrigan: „Die Renditen sind aberwitzig tief“ – Fonds & Mehr – Finanzen – Investor – FAZ.NET
(Hervorhebung durch mich)
Die Koalition will auch die Banken weiter belasten. Spätestens 2012 soll eine neue Abgabe kommen, falls es zuvor in Europa und weltweit keine Lösung gibt. Die offizielle Begründung lautet: "Die Finanzmarktbranche ist angemessen an den Kosten der Krise zu beteiligen; dabei hat sie auch Vorsorge für etwaige zukünftige Krisen zu treffen. Die Bundesregierung wird zügig die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Bankenabgabe schaffen, die in einen Restrukturierungsfonds einfließen soll." Mit Einnahmen von rund zwei Milliarden Euro jährlich rechnet die Regierung durch die Bankensteuer.
Quelle: Die 80-Milliarden-Sparliste der Bundesregierung | tagesschau.de
Diesen (markierten) Satz des Interviews fand ich so richtig gut. Der Anpassungsbedarf ist also so groß, dass diese Anstrengung auch gleich gelassen wird. Doch, die Konsistenz dieser Aussage hat mich überzeugt. Ein Finanzfachmann hat gesprochen. Immerhin, Corrigan hält Merkels Sparkurs für richtig und glaubt, dass sie (“und ihr Team”) sich in Toronto behaupten werden.
Die Bankenabgabe (wir erinnern uns an den Part im Entschuldungspaket der Regierung) ist nach Presseberichten beim G20-Treffen schon vom Tisch. Also geht es jetzt um die europäische Ebene. Dort wird es (Großbritannien) auch nicht lange ein Thema bleiben. Man kann also schon getrost davon ausgehen, dass die 2 Mrd. nicht kommen werden. Aber da die im Haushalt erforderliche Nettokreditaufnahme bekanntlich jetzt weniger hoch ausfällt (65 statt 80 Mrd. €) wird man diese Kleinigkeit verschmerzen können. Oder man holt sich das Geld von den Hartz IV – Empfängern. Das ist ja schließlich bewährte Praxis.
Foto: Jörg Siebauer / pixelio.de
Gerade im Sozialbereich ist die Dimension der eigentlich notwendigen Anpassung so gigantisch, dass sie die so gut wie ausgeschlossen werden kann.
Wegweisende Lösungsansätze








Wo willst du denn noch bei den Hartz 4 Empfängern etwas wegnehmen? Ich glaube da ist nicht mehr viel zum wegnehmen
Oh, du hast die Ironie übersehen. Ich dachte, sie wäre deutlich herausgekommen. :arzt:
Tja – sparen könnt man auch bei dem “dicken” Satz da oben: “…dass sie “die” so gut wie ausgeschlossen werden kann.”
DA ist ein Wort zuviel – das könnte man einsparen. Tja!
Für Sven: das ist ironisch gemeint! :harry:
Sparen kann man vor Allem auch bei solchen “nützlichen” G-8 und G-20 Treffen
Waren es dieses Jahr 800 Mio. Dollar, die allein für das Treffen der G8 drauf gehen? Irgendwo stand das neulich in der Zeitung. Wenn man bedenkt, dass solche (und ähnliche) Konferenzen zig Mal im Jahr stattfinden…. überflüssig… Wozu haben wir Webcams, Mikrofone und Onlinekonferenzmodi?