Monatsarchiv: Juni 2010

Fußball ist ein einfaches Spiel

Juni 23, 2010 3 Kommentare »

Der Kölner Stadt-Anzeiger bringt es in seiner heutigen Print-Ausgabe fertig, die Chancen für unser Weiterkommen am heutigen Abend in sage und schreibe 11 Thesen zu verpacken. Sie füllen mit diesem Thesenpapier eine komplette Seite.

Das geht auch kürzer:

2:0 – für Deutschland

Socken und Sandalen

Socken und Sandalen
Juni 23, 2010 5 Kommentare »

Das alte Thema. Angeblich soll das ja eine modische Todsünde sein, wenn Männer Socken in Sandalen tragen. Da haben wir doch lieber schwitzige Füße und gefallen dafür den Mädels. Nicht wahr? Ich gehöre auch zu diesen Modesklaven. Meine Frau achtet halt sehr strikt auch auf solche Details. Ich neige eher nicht dazu und behaupte mal von mir, nur bedingt eitel zu sein. So ein kleines bisschen – vielleicht.

Außerdem…

Mode und Socken

Rechts unten befinden sich die Todsünden und direkt daneben ein Foto von der Mailänder Modewoche. Und was sieht man da auf dem zweiten Bild von links? Richtig. Also Jungs. Lasst euch nicht kirre machen und macht das so, wie ihr es wollt. Wir müssen uns endlich auch in modischen Dingen wieder emanzipieren.

Übrigens habe ich kürzlich erfahren, dass sich die jungen Männer die Haare nicht nur im Gesicht rasieren. Unglaublich – oder?

Google Mail mit Windows Dialog “Senden an” verbinden

Juni 23, 2010 Kommentare deaktiviert

Privat verwende ich schon seit Jahren (fast) für meine elektronische Post nichts anderes mehr als Google Mail. Dabei habe ich Office 2003 und im Moment die Beta von Office 2010 komplett installiert. Outlook nutze ich im Betrieb, hier wäre das wie mit “Kanonen-auf-Spatzen-Schießen".

Heute dachte ich mal wieder, dass es doch schön wäre, wenn man auch gleich aus Windows heraus mit dem “Senden-An-Dialog Dokumente via Googel Mail verwenden könnte. Also habe ich kurz die Suche bemüht und wurde sogleich fündig – dank eines Artikels von “Blogwache” aus dem letzten Jahr.

Mithilfe des kleinen Programms “Affixa” ist das im Handumdrehen realisiert. Wer mehr als einen E-Mail-Account damit verwalten will, muss 2,- £ dafür zahlen – im Jahr. Ebenso diejenigen, die das Tool im Job einsetzen möchten.

Die Optionen habe ich so gewählt:

optionen_affixa

Google Mail startet in diesem Fall direkt bringt den Entwurf mit Anhang in den Vordergrund. Alternativ kann man es auch so halten, dass ein Entwurf im betreffenden Ordner angelegt wird, den man später entsprechend mit Text ergänzt und so weiter.

Affixa hat aber einen weitaus größeren Nutzen als nur das. So erkennt das Tool, ob der Anhang beim Empfänger Probleme bereiten könnte (Stichwort: exe-Dateien und Outlook) oder ob ein Limit für die Dateigröße überschritten wird. In diesem Fällen bietet Affixa an, die Datei(en) bei Drop.io hochzuladen, statt sie als Email-Anhang zu versenden.
Quelle: Affixa – Google Mail in Windows integrieren » blogwache.de

Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn das Tool installiert ist, sollte man Firefox (bzw. den genutzten Browser) einmal schließen und neu starten. Sonst meldet Affixa nämlich einen Fehler.

Viel Spaß!

Upgrade – 27.6.2010: Das funktioniert übrigens auch mit den Senden-Dialogen aus diversen Office-Anwendungen (auch mit der Beta Version 2011).

Office-TV: Kurze Officetipps auf Vimeo

Juni 23, 2010 Kommentare deaktiviert

Zufällig entdeckte ich heute bei Vimeo einen Service, der für Excel- bzw. Officeanwender hilfreich sein kann. Dort werden in kleinen gut gemachten Videobeiträgen unterschiedliche Tipps zur Handhabung bestimmter Aufgaben in Officeanwendungen anschaulich erläutert.

Excel 2010 | Projekttermine als Gantt-Diagramm from Office-TV on Vimeo.

Übersicht Office – TV Videos
Und hier noch etwas mehr zum Schmöckern

Mir doch egal, wer meine Rente zahlt!

Mir doch egal, wer meine Rente zahlt!
Juni 22, 2010 8 Kommentare »

Wir können jetzt keine SPD gebrauchen, die sich inhaltlich immer noch im Nirwana befindet! Ich kann mich nicht damit abfinden, dass es in dieser Partei keine personellen Alternativen zu denen zu geben scheint, die jetzt das Sagen haben. Und genau hinein in diese Dümpelei und programmatische Armseligkeit auf der linken Seite stößt ausgerechnet zeitgleich das Drama dieser bürgerlichen Regierung. Und da soll man nicht den Glauben verlieren?

Rente mit 67. Ein echtes Reizthema. Ich habe den Eindruck, dass die Älteren unter das Thema als den Versuch der Politiker empfinden, uns um mindestens einen Teil unseres wohlverdienten Ruhestandes zu bringen.

Foto: «eriwst» @ Flickr.com

Viele sind über 40 Jahre lang ohne Unterbrechungen (Arbeitslosigkeit, Krankheiten) ihrer Arbeit nachgegangen und haben das Ende eines Berufslebens vor Augen, das in den letzten Jahren von Unsicherheit und fehlenden Perspektiven gekennzeichnet war. Wie viele im Alter zwischen 50 und 60 haben erlebt, dass ihre Firma Pleite ging und sie nur mit Müh’ und Not –wenn überhaupt- einen neuen Job gefunden haben? Man hatte in Kauf zu nehmen, dass mit der neuen Arbeit Ansehen, Einkommen und Selbstwertgefühl, vorsichtig ausdrückt, stark angekratzt wurden. Aber es muss ja weitergehen. Schließlich hat man ja noch einige Jahre zu arbeiten. Ja, so denken einfache Menschen und vielleicht nicht nur die.

Aber einmal ganz abgesehen davon, dass solche Gefühle vielleicht wesentlich mehr Menschen plagen als mancher glaubt, man steht in diesem Alter doch mitten im Leben. Wie kann es da sein, dass offenbar nicht Wenige das Ende ihres Arbeitslebens bzw. den Eintritt ins Rentnerdasein gar nicht mehr abwarten können? Oder verstehe ich den erbitterten Widerstand gegen eine Rente mit 67 so falsch? Es sind nämlich weniger die jungen Menschen, die ein Problem mit der Erhöhung des Rentenalters haben, sondern, welche Überraschung, diejenigen, die die Rente schon in greifbarer Nähe sehen.

Über 20 Jahre den Ruhestand genießen – Toll.

Mit dem Renteneintritt beginnt ein Lebensabschnitt, der vielleicht wirklich seine schönen Seiten hat. Die Eltern meiner Frau und auch meine Eltern haben eine Reihe von Jahren diese Zeit gemeinsam erlebt. Wenn man Glück hat und noch eine Weile gesund bleibt, kann seinen Lebensabend gestalten –hoffentlich sogar gemeinsam. Aber noch einmal: Darauf arbeitet ein Mensch doch nicht hin! Jedenfalls keiner, der einem erfüllenden Beruf nachgeht, der glaubt, er bzw. seine Arbeit seien wichtig für irgendwas und irgendwen. Ich weiß, die Zahl dieser Leute nimmt stark ab und die Unternehmen werden irgendwann dieses Problem mit Vehemenz auf die Agenda geknallt bekommen. Stichwort: Motivation.

Wieso wird die Diskussion um das Renteneintrittsalter so vehement, ja in geradezu unversöhnlicher Konfrontation, geführt? Ich glaube, es sind zwei Aspekte, die zusammenkommen. Zum einen haben viele Menschen trotz vielleicht anderslautender Beteuerungen nicht verstanden, dass unser geschätztes Rentensystem auf einem Generationenvertrag beruht. Die erworbenen Rentenansprüche können nur realisiert werden, wenn auch genügend Beitragszahler vorhanden sind. Wir wissen aber, dass schon das heutige Zahlenverhältnis zwischen Rentnern auf der einen Seite und Beitragszahlern auf der anderen problematisch ist und dass sich dieses in den nächsten Jahrzehnten noch deutlich verschlechtern wird.

So ist es zunächst einmal völlig normal, wenn verantwortungsbewusste Politiker dieses Thema aufgreifen und die Gesellschaft auf diese gravierenden Veränderungen vorbereiten. Leider sehr spät (wenn man von einzelnen positiven Beispielen wie Prof. Biedenkopf einmal absieht. Aber besser spät als nie. Eine der erforderlichen Maßnahmen ist die Anhebung des Renteneintrittsalters. Aber obwohl dieses durchaus mit Übergangszeiten und mit bedacht entwickelt wurde, war der massive gesellschaftliche Konflikt absehbar.

Leere Versprechungen

Vor diesem Hintergrund hat sich die SPD, obwohl sie schon auf dem Weg der Erkenntnis vorangekommen war, anders besonnen.  Jedenfalls, wenn man die Stimmungslage an der Basis betrachtet. Mehrheitlich (82%) will sie die Abschaffung der Rente mit 67. Sie will auch Mindestlöhne und raus aus Afghanistan. Aber die beiden Letztgenannten sollen hier nicht Thema sein.

Verständnis habe ich für diese manche dieser Forderungen. Sie sind eher Ausdruck einer tiefen Verunsicherung der Bevölkerung als die Formulierung einer klaren Vorstellung, wie man es anders, besser machen könnte. Angesichts der offenkundigen Rat- und Hilflosigkeit unserer Politik kann man das auch niemandem verdenken.

Gefragt sind Sozialdemokraten und keine Parteisoldaten und eine Renaissance sozialdemokratischer Tugenden: Mehr Steinbrück und Steinmeier, weniger Parteistrategen wie Gabriel und Nahles – so sieht es offenbar die Mehrheit. Die SPD müsste zugleich Aufstiegschancen verdeutlichen, statt Abstiegsängste zu bedienen.
Quelle: Cicero – Magazin für politische Kultur

Aber zurück zu meinem Thema, zur Rente mit 67. Wir können natürlich so tun, als wäre es uns gleich, wer unsere Rente irgendwann einmal bezahlen wird. Den Staat wird es schon noch geben. Nur… er wird es nicht richten. Von diesem scheinbar immer noch vorherrschenden Glauben müssen wir uns langsam verabschieden. Auch, wenn viele nicht verstehen, dass Bürgschaften in unvorstellbaren Größenordnungen gegeben werden, für vergleichsweise “kleines Geld” gewisse Leistungen angeblich künftig aber nicht mehr erbracht werden können. Und ja, es ist eine Frage der Prioritäten. Und möglicherweise wird eine linke Regierung diese Prioritäten auch anders setzen. Wahrscheinlich sogar. Aber wir werden die Probleme, über die wir heute nachdenken, deshalb nicht gelöst haben. Eine Weile werden sie vielleicht noch verdeckt werden. Und dann?

Mehr Glaubwürdigkeit

Wir brauchen mehr Arbeitsplätze – auch für ältere Arbeitnehmer. Heute krieg ein über 50jähriger keinen Job mehr, wenn er seinen verlieren sollte. Höchstens dann, wenn er Verbindungen hat oder sehr viel Glück. Aber so kann die Rente mit 67 eben nicht funktionieren. Wer arbeiten gehen soll, für den muss es auch Arbeit geben. Das sagt einem der normale Menschenverstand. Alles andere ist den Leuten (zum Glück) nicht vermittelbar. Ihre persönliche Lebenserfahrung steht heute im Widerspruch zu den Aussagen der Politiker. Und genau darin liegt auch das Problem. Glaubwürdigkeit kann man nicht anordnen.

Foto: «eriwst» @ Flickr.com

Zähne im Gesicht

Zähne im Gesicht
Juni 22, 2010 8 Kommentare »

Im Kölner Zoo, Juni 2010

Die Zahnarztkosten sind wohl auch im Tierreich zu hoch.

Wir werden immer älter – so ein Scheiß

Wir werden immer älter – so ein Scheiß
Juni 22, 2010 3 Kommentare »

alte_menschen Ich find’s ungerecht, dass die Mädchen bevorzugt werden und jedes 4., das in diesem Jahr geboren wird, 100 Jahre alt wird und jedes zweite immerhin noch 95 Jahre. Bei den Jungen liegt die durchschnittliche Lebenserwartung nur bei 87,6, bei den Mädels immerhin bei 92,7 Jahren.

Natürlich eigenen sich auch diese Zahlen, aus dieser doch eigentlich positiven Informationen etwas Negatives zu machen. Und so kommt auch sofort der Hinweis auf die demografische Entwicklung. Wenn eine dieser Frauen mit 65 in Rente geht, lebt sie noch 22,7, Männer immerhin noch 18,8 Jahre. Eine Katastrophe – jedenfalls nach der Lesart vieler. Es werden große Belastungen der Sozialsysteme und für die Pflegeversicherung vorhergesagt.

Diese Studie wurde von der Universität Köln veröffentlicht. Der Demograph und Wirtschaftswissenschaftler Eckart Bomsdorf kommt, vielleicht legt es seine Profession nahe, auch “folgerichtig” zu dem Schluss, dass ein höheres Renteneintrittsalter als 67 erforderlich sei, um der Entwicklung vorzubeugen.

Quelle

Foto: Fotobox / pixelio.de

Das Leben ist eben nur im Suff zu ertragen

Juni 21, 2010 5 Kommentare »

Mit billigem Fusel aus dem Supermarkt starten viele Heranwachsende ins Wochenende. Zu oft wird daraus ein exzessives Trinkgelage, das für manche im Krankenhaus endet. Das führt auch zu hohen Mehrsausgaben bei den Krankenkassen.
Quelle: Beunruhigender Trend: Zahl jugendlicher Komasäufer steigt | FTD.de

Bliebe die Frage, ob die nach der Fußballweltmeistermeisterschaft weiter saufen.

Wir kaufen unseren Fisch frisch auf dem Markt

Juni 20, 2010 2 Kommentare »

Die Katastrophe im Golf von Mexiko ist weit weg. Aber nicht nur die ölverschmierten krepierenden Tiere sollten uns berühren. Auch nicht hunderttausende von bedrohten Existenzen in den Küstenregionen der fünf betroffenen US-Staaten.

via Lumperladen

Der Videobeitrag hat einen ziemlich apokalyptischen Einschlag. Verschwörungstheorien helfen auch nicht weiter. Aber vielleicht läuft wirklich immer weiter Öl aus, bis irgendwann einmal ist die Quelle versiegen wird. Das könnte 3 – 4 Jahre so gehen. So habe ich das heute von einem Teilnehmer am “Presseclub” gehört. Kein Mensch kann sich vorstellen oder will sich ausmalen, wie schwer das ökologische System davon getroffen würde und welche Folgen das für Mensch und Tier hätte.

In den Medien wird zwar ständig von der Katastrophe berichtet aber man hat schon das Gefühl, dass wir nicht realisiert haben, dass wir ihre Folgen vielleicht schon sehr bald ganz konkret auch bei uns zu spüren bekommen. Die Rohölpreise werden steigen. Vielleicht nicht deshalb, weil das “verlorene” Öl fehlt, sondern weil die Konzerne auch in dieser Katastrophe ihre Chance wittern könnten und im Grund so etwas wie eine selbsterfüllende Prophezeiung für ihre Gewinninteressen nutzen. Die Menschen ahnen, dass das Unglück sich auf die Ölpreise auswirken wird. Ich bin überzeugt, dass die Kapitalisten so denken.

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Oldies But Goldies

Juni 20, 2010 9 Kommentare »

Die 70er waren das Jahrzehnt der Discos. Auch in deutschen Kleinstädten gab es sie. In Bedburg, meiner Heimatstadt, waren es damals vier. Es gab hier auch noch 2 große Kinos. Man wusste, wo man das Wochenende verbringen würde. Der Bestand des Freibades war noch nicht infrage gestellt und es existierten sogar noch 2 Hallenbäder. Die sind, wie die beiden Kinos, Geschichte.  Dafür hat allerdings vor kurzem ein Wellness-Bad eröffnet, das wir dringend mal besuchen müssen.

Dem Wandel der Zeit widersteht nichts und niemand. Wenn man Bekannte von damals trifft, erinnert man sich gern der gemeinsamen durchtanzten Wochenenden im “Marquis” oder einer der anderen 3 Discotheken. Die Disco wurde selten gewechselt. Manchmal stattete man auch mal einer anderen einen Besuch ab. Publikum, Musik und natürlich die DJ’s waren die Faktoren, auf die es ankam.

Der “Marquis” zeichnete sich dadurch aus, dass dort die beste Musik gespielt wurde. Vielleicht war es auch der gute Querschnitt durch alle möglichen Richtungen. Ich erinnere mich, dass viele damals nicht gerade besonders tolerant waren, wenn es um den Musikgeschmack der anderen ging. Meine Frau habe ich übrigens dort kennengelernt und unser Musikgeschmack war sehr unterschiedlich, und er ist es bis heute. Macht aber nix. Unsere Ehe hält trotzdem seit 34 Jahren. Vielleicht ja auch deshalb…

Nächsten Samstag veranstaltet einer der damaligen DJ’s ein Event mit dem Motto:

OLDIES but GOLDIES – History & Disco”.
Erinnerungen an die damalige Disco Marquise und Bedburger Mühle, mit DJ Rolly – dem Original. 
Kein Eintritt – normale Preise

Das Lokal, in dem es stattfindet war früher einer der vier Discos in Bedburg. Heute ist die “Bedburger Mühle” ein Hotel und Restaurantbetrieb, den übrigens besagter Discjockey (Rolly alias Rolf Dieffendahl) von damals renoviert und aufgebaut hat. 

Wir gehen mit Freunden hin und sind gespannt, wen wir an diesem Abend dort treffen werden. Ein Tänzchen werden meine Frau und ich natürlich auch riskieren. Vielleicht auch zwei, wenn es meine Kondition erlauben sollte.