Monatsarchiv: Juni 2010
Manchmal wundert man sich – vielleicht
Fußball war ja heute wieder nix. Fand ich jedenfalls. Also habe ich mich, nach unserem Zoobesuch, in meine Kemenate zurückgezogen und ein bisschen schöne Musik gehört. Zwei Alben, zwei ganz verschiedene Musikrichtungen. Manche werden sagen, was ist denn das für eine “Mischung”. Tja, is nun mal so. AirSupply und Crosby, Stills, Nash & Young. Das geht zusammen. Weil es eben gute Musik ist. Schlager vs. Rock/Pop? Früher war ich da ausgesprochen intolerant. Heute geht das. Vielleicht Altersmilde? Ich glaube, es ist einfacher. Gut ist eben gut. Unabhängig davon, aus welcher Ecke die Musik kommt. (weiterlesen …)
Das Bett unter der großen Brücke
Wer zum Zoo will und mit dem Auto anreist möchte auch gern einen Parkplatz finden, der nicht allzu weit entfernt liegt. Man kann unter einer Brücke parken. Der Zoobrücke, wenn ich das richtig sehe. Jedenfalls ist es eine Brücke. Früher war das kostenlos.
Es ist jedenfalls eine große Brücke unter der geparkt werden kann. Kostenpflichtig – gegen 4 Euro Gebühren. Unsere Städte haben so große finanzielle Probleme, dass sie jede sich bietende Chance nutzen, um an ein paar Euros zu kommen. Es war dort heute viel los. So bin ich eine Weile auf dem Gelände herumgekurvt, bis ich endlich einen freien Platz gefunden hatte.
Begrenzung des Parkplatzes ist ein großen Stützpfeiler der Brücke. Er bildet die Rückwand des übergroßen Wohnzimmers. Eines Wohnzimmers, das wahrscheinlich mehrere Menschen miteinander teilen. Ein paar Stiefel stehen dort offen herum. Außerdem bilden sich einige mit Plastikplanen abgedeckte Gegenstände konturenhaft ab. Menschen sind nicht zu sehen. Sie werden wohl am Abend an diesen schrecklich uneinladenden Ort zurückkehren. Zum Schlafen, weil sie hier ihre Bleibe haben. Obdachlose. Was das bedeutet kann keiner erahnen, der nicht selbst einmal in dieser Situation gesteckt hat. Wer aber einmal in diese Situation geraten ist wird sich kaum wieder aus ihr befreien können.
Deshalb werden die Gefühle für uns Sesshafte ein Geheimnis bleiben, die sogenannte Penner, Clochard oder Berber mit sich herumtragen. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Wir begegnen ihnen. Oder wir schauen kurz in ihre Wohnung und denken (vielleicht) kurz daran, wie schnell man selbst auch in diese Lage kommen könnte.
In Deutschland gibt es ca. 860.000 Wohnungslose. Eine Statistik über Obdachlose gibt es übrigens nur in Nordrhein Westfalen. Auf Bundesebene existiert keine Statistik!
Endlich waren wir mal wieder im Zoo
Das Wetter war ja heute nicht so toll. Trotzdem haben wir uns aufgerappelt und sind heute Mittag nach Köln gefahren – zum Zoo. Und… es hat sich wirklich sehr gelohnt.
Zuerst haben wir allerdings festgestellt, dass der Eintritt für Zoo und Aquarium inzwischen 14 Euro pro Person kostet. Das ist happig – echt happig! Andererseits, wir waren zuletzt in Schloss Dyck und haben dort je Person 7,00 Euro bezahlt. Und das für ein Schloss, das im Moment nicht gerade in einem vorzeigbaren Zustand ist. Nicht, dass sich der Besuch des Schloss Dyck nicht gelohnt hätte aber wenn man diesen Vergleich heranzieht, lohnt sich der Zoobesuch doch allemal. Übrigens kostet eine Jahreskarte für einen Erwachsenen 60,- Euro. Das fanden wir dann wieder sehr fair. Wenn wir in Köln wohnen würden könnten wir uns vorstellen, so eine Jahreskarte zu haben. Schließlich kann man da auch wunderbar spazieren gehen.
Wir waren ja schon so lange nicht mehr dort. Eine echte Schande ist das. Neben den Tieren gibt es im Kölner Zoo so viel zu sehen. Das ist nicht nur was für kleine Kinder, sondern natürlich ist es auch immer wieder ein tolles Erlebnis für Erwachsene. Übrigens ist uns aufgefallen, dass unheimlich viele Eltern mit ihren Kleinen dort waren. Man mag gar nicht glauben, dass es bei uns ein demografisches Problem gibt. So viele begeisterte kleine Kinder. Toll! Eltern mit ihren Kindern hatten, jedenfalls heute, die absolute Mehrheit.
Besonders imposant fanden wir den Elefantenpark. 14 Elefanten leben in diesem 20.000 qm großen Park. Dieser ist sehr schön angelegt. Ich habe immer ein bisschen gemischte Gefühle. Schließlich weiß jeder, dass die Tiere in Gefangenschaft leben. Ihre natürliche Umgebung müssen sie Zeit ihres Lebens entbehren. Natürlich gilt das nicht nur für die Elefanten, sondern für alle Tiere in allen Zoos. Nicht unbedingt bei den Elefanten kommen einem solche Gedanken, wohl aber bei Bären oder auch bei den Großkatzen und natürlich auch bei den Menschenaffen. Aber man kann eben nicht alles haben. Trotz der zum Teil großzügigen und schön angelegten Gehege kann ich diesen Konflikt wahrscheinlich nie auflösen. Und das geht vielleicht vielen Menschen ebenso.
Der Besuch im Kölner Zoo hat sich auf jeden Fall gelohnt. Er war jeden der 28 Euros, die meine Frau und ich zusammen bezahlt haben, wert.
WordPress 3 – Backend ist langsamer
Für den Otto-Normalblogger hat sich mit dem Versionssprung so viel nicht geändert. Das Feature, ein Blognetzwerk einzurichten, habe ich mir kurz angesehen und die Option wieder abgeschaltet.
Irgendwas werde ich falsch gemacht haben, denn die Zeichensätze wurden plötzlich falsch dargestellt (Umlaute). Weitere Blogs will ich ohnehin nicht betreiben. Es laufen ja schon mehrere parallel. Der Aufwand dafür hält sich im Grunde doch in Grenzen. Selbst das Update auf 3.0 habe ich in 3 Blogs problemlos und fehlerfrei durchführen können. Die Möglichkeit, eigene Menüs zu definieren, brachten gute Themes (Thesis, Woothemes, Elegantthemes) von Haus aus bereits mit. Die Version WordPress 2.9.2 hätte es also durchaus noch eine Weile getan.
Jetzt läuft die neue Version und Vorteile spüre ich persönlich keine. Dafür aber einen Nachteil, der mir schon jetzt etwas auf den Senkel geht. Das Backend ist einen Tick langsamer. Richtigerweise müsste ich sagen: noch langsamer. Und dafür ein Versionssprung? Wie gesagt, ich bin ja nur ein Gelegenheitsblogger. Für die Hardcoreblogger unter uns wird die neue Version wohl schon einige Features bereit halten, die ich entweder noch nicht zur Kenntnis genommen habe oder auf die sogar ich in den nächsten Tagen noch stoßen werde.
Verschlüsselt Surfen mit einem Addon für Firefox
EFF fördert verschlüsseltes Surfen Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) möchte das Websurfen sicherer machen und hat dazu ein Firefox-Add-on vorgestellt, mit für viele Websites automatisch die verschlüsselte Datenübertragung aktiviert wird.
Quelle: Firefox-Add-on: EFF fördert verschlüsseltes Surfen – Golem.de
Das Addon für FF könnte für sicherheitsbewusste Surfer in Zukunft vielleicht interessant werden. Noch ist es so, dass noch nicht alle Anbieter über ein korrektes und aktuelles Zertifikat verfügen. Deshalb muss in diesem Fall unterm Firefox eine Ausnahme bestätigt werden. Sonst klappt das verschlüsselte Surfen nämlich nicht. Und das wäre –mir jedenfalls- doch entschieden zu umständlich.
Das Addon gibt es hier.
Jetzt schreiben die Pressefritzen die “junge deutsche Mannschaft” runter
Zur Abwechslung ist mal die Nationalmannschaft bzw. Poldolski dran. Die Süddeutsche Zeitung, die seit Monaten kein gutes Haar an der Politik der Regierung lässt und sicher ihren Anteil an deren Niedergang hat, erzielt Wirkungstreffer. Natürlich malt die Presse am schlechten Bild der Politik kräftig mit. Jetzt scheint sie (jedenfalls die Süddeutsche) ein neues Ziel für ihre Runtermacherpropaganda gefunden zu haben. Es heißt Lukas Podolski.
Das Spiel war nicht gut. Unsere Mannschaft konnte nicht ans Australienspiel anknüpfen. Das hatten wir uns zwar gewünscht, aber war es auch realistisch? Die Serben sind von anderem Kaliber. Eigentlich konnten wir das wissen. Und – unsere Mannschaft hat, jedenfalls in der zweiten Hälfte, gut gespielt – obwohl nur noch 10 Spieler auf dem Platz waren.
Die Euphorie, die durch die Medien auch wieder so richtig gepusht wurde, war vielleicht nicht nur mir unheimlich. Können wir eigentlich nicht zur Abwechslung mal in den Normalgang schalten? Entweder ist alles superscheiße oder supertoll. Dazwischen geht nichts. Nur Superlative sind gefragt. Das geht einem doch wirklich auf den Senkel. Fußball ist Fußball. Da ist nicht jedes Spiel wie das andere. Muss man das wirklich feststellen? Scheinbar ja. Verdammt! Das war die gleiche – nämlich unsere Mannschaft, die da heute verloren hat. Die, die uns nur ein paar Tage zuvor so viel Spaß gemacht hat. (weiterlesen …)
Noch schneller und aggressiver als üblich
Als ich heute nach Hause fuhr, es war gegen 12:30 Uhr heute Mittag, fiel mir auf, dass auf der Autobahn mehr los war als sonst. Klar, das hatte ich erwartet. Schließlich wollte nicht nur ich nach Hause, weil doch in einer Stunde der Anpfiff zu unserem 2. Sieg bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden würde.
Allerdings war heute auch noch etwas anders. An einem “normalen” Freitag sehen die Leute nach meinen Beobachtungen auch zu, dass sie nach Hause kommen. Viel los ist immer und langsamer als sonst wird auch nicht gefahren. Eher im Gegenteil. Heute aber fuhren viele richtig aggressiv. Sie fuhren einem buchstäblich fast auf die Stoßstange auf und hielten deutlich weniger Abstand als sonst.
Ich habe mich davon nicht beirren lassen und kam eine gute 1/2 Stunde zu spät. Das Spiel war längst dran. Ich hatte meine Taschen mit der Wochenwäsche gerade ab- und das Fernsehgerät angestellt, da musste ich zur Kenntnis nehmen, dass Klose vom Platz geflogen war. Unmittelbar darauf das 1:0 für Serbien.
Da hat sich die Eile aber nicht gelohnt – meine Herren in den ganz schnellen Autos.
Die Aktualisierung auf WordPress 3.0 hat funktioniert
Soweit ich (bisher) sehe, hat die Aktualisierung geklappt. War mal wieder sehr risikofreudig. Eigentlich wollte ich gar nicht so schnell aktualisieren.
Aber… jetzt habe ich das Abenteuer bereits vor dem Wochenende gehabt und kann mich auf das vorhergesagte miese Wetter konzentrieren.
Früher hätten wir heute frei gehabt
Es ist nicht schmeichelhaft für mich. Aber mehr als an das Ereignis des 17. Juni 1953 denke ich heute an den freien Tag, den wir früher am 17. Juni hatten. Ein weiterer freier Tag im Frühling war allemal schöner als einer im Oktober. Aber draußen regnet es ja sowieso wie verrückt.
Am Anfang des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 standen Proteste auf einer Klinik-Baustelle. Jetzt erinnert eine Gedenktafel an die Bauarbeiter, die als Erste den Funken auf die Straße trugen Quelle: 17. Juni: Der Aufstand begann nicht an der Stalinallee – Berlin – Tagesspiegel
Das Beste oder nichts
Nichts entspricht dem Verständnis des Unternehmens und wohl auch dem der Fahrer mehr als diese “einfache” und klare Botschaft:
DAS BESTE ODER NICHTS
Den Spot finde ich, trotz (oder wegen?) seines elitären Anspruchs, gut gelungen. Das heißt aber nicht, dass ich persönlich je auf die Idee käme, so ein Auto zu kaufen. Zu teuer!


