Heute hörte ich im Radio einen empörenden Beitrag. Kinder können sich Pornos ansehen. Per Handy oder im Internet – alles ist frei zugänglich. Die Expertise: Das ist schlecht für Kinder.
Das ist ja mal eine echte Überraschung. Nein, es sind keine Kinderpornos gemeint. Es geht um Geschlechtsverkehr zwischen (vermutlich) erwachsenen Menschen und die, die diesen dabei zusehen (können). Man hört, dass das schlecht sein soll für die Entwicklung junger Menschen. Die Kinder sollen durch den Konsum von Pornografie Probleme bekommen, ihren eigenen Körper mit seinen eventuellen Unzulänglichkeiten anzunehmen. Es greifen bereits Jugendliche zu Viagra um den Leistungsanforderungen dieser scheußlichsten aller Parallelwelten gewachsen zu sein.
Ja, ja. Das kann man alles verstehen und nachvollziehen. Nur, wenn man seine Kinder allein lässt mit Handy und Internet darf man sich nicht darüber wundern, dass sich für diese Welten erschließen, die wir ihnen, jedenfalls wenn man einen Hauch von Verantwortungsgefühl hat, lieber nicht so früh eröffnen würde. Der Staat kann eben das nicht ausgleichen, was Eltern versäumen.
Übrigens ist das Thema nur ein Beispiel für viele andere. Es kann auch nicht funktionieren, dass Lehrer oder Schule die Versäumnisse der Eltern ausgleichen.
Foto: Gerhard Fraßa / pixelio.de












Kinder können bei uns kein Viagra nehmen, das allwissende Gesetz schützt sie per Verbot und Apothekenpflicht davor. Toll, dass wir Apotheken haben!
Es steht aber jedenfalls ausser Frage, dass Handys und Computer sofort verboten werden müssen, um Kinder endlich zu schützen.
Auch wenn du den Blödsinn, den du da ablässt, aus meinem Text entnommen zu haben scheinst, gemeint war etwas anderes. Eltern sollten für ihre Kinder mehr Verantwortung übernehmen und sich nicht auf irgendwelche Schutzmechanismen oder Gesetze verlassen. Eines ist jedenfalls ganz schlecht. Wenn es so läuft wie es läuft.
Aber wahrscheinlich denken Liberale da ganz anders. Sie sehen ja auch keinen Zusammenhang zwischen der Klimaveränderung und menschlichem Handeln bzw. Nichthandeln. Bloß nicht einmischen. Es regelt sich schon alles von ganz allein. Ist klar.
Nein, eigentlich wollte ich nur die normalerweise zu erwartenden Folgerungen der Politik vorwegnehmen.
Danke!
Schule ist mit den derzeitigen und höchstwahrscheinlich auch zukünftigen Ressourcen (räumlich, finanziell und personell) nicht in der Lage, säumige Elternhäuser aufzufangen.