Gestern fragte mich ein Kollege, ob ich denn auch schon mal einen Dankesbrief an die Programmierer von Excel geschickt hätte. Ich hatte kurz vorher wieder meine Kollegen mit ein paar Excel-Sheets (Budgetplan 2011) gequält. Meine hierzu passende “Berufsbezeichnung” wäre wohl: Zahlenknecht oder Zahlenquäler.
So etwas habe ich bisher wirklich nie in Erwägung gezogen und das, obwohl ich schon so wahnsinnig lange mit diesem Tabellenkalkulationsprogramm arbeite. Dessen Möglichkeiten kann ich nur in den höchsten Tönen loben. Es gibt wohl auch nichts besseres. Und das ist ja schon viele Jahre (über die verschiedenen Versionen) der Fall gewesen.
Und doch weiß ich nicht einmal, wie die Excel-Erfinder überhaupt heißen. Bill Gates war es nicht, und ihn hätte ich mir als Adressaten für meinen Dank sicher auch nicht ausgesucht. Also habe ich Google bemüht und keine klare bzw. passende Antwort auf meine Frage finden können. Die Geschichte der Tabellenkalkulation an sich ist sehr interessant, aber sie liefert diesbezüglich keine klaren Erkenntnisse.
Microsoft Excel was Base on another program, the first spreadsheet, known as Visicalc. It was invented by two men called Bob Frankston and Dan Bricklin in 1978 and launched in 1979. There were a number of other spreadsheet programs around before Excel too, including one called Multiplan that Microsoft had created. Multiplan was launched in 1982 and Excel in 1985. The Microsoft Corporation was founded by Bill Gates.
Quelle: WikiAnswers – Who is the founder of Microsoft Excel
Bob Frankston und Dan Bricklin haben also die Basisarbeit geleistet. In einem “Abspann”, der in einer früheren Version von Excel eingebaut war und über eine “geheime” Tastenkombination aufgerufen werden konnte, wurde das Autorenteam anzeigt. Keine Ahnung, ob es die Möglichkeit, wenigstens die Gesichter der genialen Leute einem zu sehen, heute in neueren Versionen überhaupt noch gibt. Sicher wäre das eine der Funktionen, die man als Excel-User nicht vermisst. Das Programm ist ohnedies so mächtig, dass man auch bei intensiver Nutzung die volle Leistungsfähigkeit nie zu einem hohen Prozentsatz ausnutzen wird. Die meisten werden wohl vielleicht so auf 50% kommen, vielleicht nicht einmal das. Aber das ist nur eine persönliche Schätzung von mir.
Der Erfolg
Microsoft Excel wurde etwa Mitte der 80er Jahre zu einem entscheidenden Instrument mit internationaler Geltung. Es vereint eine grundlegende Datenbank-Funktionalität mit Tabellenkalkulationstools. Während es heute eindeutiger Marktführer für Tabellenkalkulationen ist, stand Excel während der 80er und 90er Jahren unter erheblichem Konkurrenzdruck. Die Rivalen waren Lotus Notes, Mosaic und der VP Planner.
Excels Vorläufer hieß Multiplan. Seine Entwicklung begann im Jahr 1982. Das Programm war finanziell nicht so erfolgreich wie Lotus Notes. Interessanterweise wurde Excel zunächst für das Macintosh-Betriebssystem (1984) entwickelt. Es unterstützte bereits die grafischen Menüs sowie die Mausbedienung. Damit war es innovativ und sehr fortschrittlich im Vergleich zu den anderen großen Wettbewerber dieser Zeit.
Drop-Down-Menüs und ein Point-and-Click-Interface haben dazu beigetragen, dass das Programm von immer mehr nicht-technischen Mitarbeiter genutzt wurde. Gleichzeitig trug es dazu bei, die Entwicklung grafischer Benutzeroberflächen in anderen Softwarebereichen und Betriebssystemen zu fördern. Mit dem Start von Windows im Jahr 1987 war Excel eines der wichtigsten und beliebtesten Programme. Ich erinnere mich gut daran, dass ich Windows auf meinem damaligen PC nur benutzt habe, um darunter mit Excel zu arbeiten. Allerdings gab es damals auch kaum andere Applikationen für Windows. Diese folgten erst nach und nach. Die damit einhergehende frühe Auseinandersetzung mit der grafischen Benutzeroberfläche von Windows kam dem späteren Erfolg des DOS – Betriebssystemaufsatzes sehr zupass.
Excel war nicht das erste Tabellenkalkulationsprogramm, es war allerdings das erste, das eine sehr leistungsfähige Kombination von Usability und Funktionalität zur Verfügung stellte. Den endgültigen Durchbruch stellte die Aufnahme von Visual Basic für Applikationen im Jahr 1993 dar. Die hierdurch stark erhöhte Funktionalität der Software ermöglichte es vielen Benutzern, diese Programmiersprache zu erlernen und somit die Flexibilität dieser Standardsoftware noch einem enorm zu erhöhen.
Microsoft Excel Geschichte (unter Windows)
* 1987 – Excel 2.0 für Windows
* 1990 – Excel 3.0
* 1992 – Excel 4.0
* 1993 – Excel 5.0
* 1995 – Excel für Windows 95 (Version 7.0)
* 1997 – Excel 97 – Office 97
* 1999 – Excel 2000 (Version 9.0) – Office 2000
* 31. Mai 2001 – Excel 2002 (Version 10.0) – Office XP
* 21. Oktober 2003 – Excel 2003 (Version 11.0) – Office 2003
* 30. November 2006 – Excel 2007 (Version 12.0) - Office 2007
2010 – Excel 1020 – Office 2010
Quellen
Wikipedia
A Brief History of Microsoft Excel
Quelle: The History of Microsoft Excel: Origins Behind Excel
«Charles Simonyi – Wikipedia»












Oder “Erbsenzähler”? :harry: Ei wei, Excel: ich weiß, wie man das schreibt – aber mehr nich…genauso wie bei OpenOffice – da heißts ja Calc.
Viieellee Kästchen, wo man allerlei reinschreiben kann – aber was? Tja. es ist sicher eher für “Hörste” geeignet als für JHs… :nee: :nee: DAS is nix für mich.
Erbsenzähler sind einige der Vorgesetzten. Du Dummer du. Und es ist ein weiteres Synonym für Politiker.
Erbsenzähler ist jeder Idiot. Unsereins ist Erbseninnenseitenpolierer.
Aber wer von Excel spricht, sollte vielleicht auch insbesondere Charles Simonyi würdigen, der in den letzten Jahren eher als “Weltraumtourist” berühmt wurde…
Vielen Dank für den Hinweis. Es war gar nicht so leicht, etwas interessantes bzw. konkretes über Excel zu finden. Außerhalb der normalen Werbung meine ich natürlich