Das wirkliche Leben mit Twitter

Nachdem wir die Infos hatten, wollten wir nur noch zügig nach Hause, weg aus Duisburg. So ging unser erster Gang zum Bahnhof und siehe da: Zugverkehr eingestellt – Schienenersatzverkehr. Die Busse wurden von tausenden Menschen belagert und sobald der Bus kam, stürzten die Menschen da rein wie die Irren – ohne Rücksicht auf Verluste. Tina und ich kamen irgendwie mit zig blauen Flecken mehr in einem Bus. Aber ich muss sagen, obwohl ich BVB Fan bin und überfüllte Busse kenne, habe ich zeitweise gedacht, die zerquetschen mich einfach. Da pressten sich Leute noch in dem Bus, obwohl er zu voll waren und die Türen nicht mal mehr zugingen. Nach einer Ewigkeit ging die Fahrt los. Wir haben 60 Minuten für ca. 30 km zum Düsseldorfer Hauptbahnhof gebraucht und zum Ende hin, konnte ich absolut nicht mehr. Meine Klaustrophobie (nicht Platzangst – danke an @MarcoVau), die ich nebenbei bemerkt habe, ließ sich nicht mehr unterdrücken und so schnürrte sich innerlich mein Hals zu und mir wurde richtig schlecht. Doch der Busfahrer fuhr und fuhr…dank Twitter, dank Euch, konnte ich mich ablenken und ihr habt Euch rührend um mich gekümmert.

Eine Besucherin der Loveparade erzählt – auch davon, welche Rolle Twitter für die Leute während des Desasters und danach gespielt hat.

Posted via email from Auf Krawall gebürstet

Kommentare

  1. JürgenHugo meint:

    Ich bin wieder da! Seit Freitag konnt ich nich ins Internet. Heute war ein “T”-Mann da – er hats repariert. Und was war: bei mir alles in Ordnung – aber die von der “T”elekom hatten Mist gebaut… :nee: :nee:

    Und du hast wieder gefummelt am Blog. Das mit der Loveparade ist traurig – aber ich sags wie es ist: das ich jetzt wieder ins Net kann, ist mir persönlich wichtiger.

    Und warum soll der OB zurücktreten (soll/will? er ja) – wenn 19 Leute auf der Autobahn sterben, tritt da der Verkehrsminister zurück? Hmm?

      (Zitieren)  (Antworten)

  2. Horst Schulte meint:

    Gut, dass du wieder da bist! Hoffentlich hält der Zugang nun. Gestern hatte ich hier ein paar Probleme. Ich musste den Router mehrfach resetten. Jetzt scheint wieder alles i.O. zu sein.

    Der OB soll übrigens zurücktreten, nicht weil er OB ist, sondern weil er angeblich gegen den Rat von Polizei und Feuerwehr die Veranstaltung durchgesetzt hat. Das wäre wohl ein Grund. Oder?

      (Zitieren)  (Antworten)

  3. JürgenHugo meint:

    Wieso? Ich möcht mal wissen, was passiert wäre, wenn ers verboten hätte – dann würden sie ihn deswegen zum Rücktritt drängen…

    Das war ein Unfall, das war Panik – das kann passieren. Auf der Autobahn (s.O.) sterben auch Menschen. Und jeden Tag werden weltweit wieviel? ermordet, haben Unfälle, sterben an Herzinfarkt?

    Da wird ein politisches Süppchen gekocht – aber ich ess das nicht mit. So.

      (Zitieren)  (Antworten)

  4. Horst Schulte meint:

    Mach dich erst einmal klug. Dann siehst du, was die meinen. In diesen kleinen “Raum”, um den es ging, hätten nie und nimmer so viele Menschen gelassen werden dürfen. Natürlich hast du recht. Es hätte ein Riesentheater gegeben, wenn man die Veranstaltung nicht durchgeführt oder sogar abgesagt hätte. Nun aber gibt es 19 Tote und über 300 Verletzte. Das kann man nicht vergleichen. Und politische Süppchen hat noch keiner gekocht. Vielleicht kommt das noch. Ich möchte nicht in der Haupt von Herrn Sauerland stecken. Der tut mir schon auch irgendwie leid.

      (Zitieren)  (Antworten)

  5. JürgenHugo meint:

    Er wird eine Pension bekommen – und er wird das abhaken. Natürlich wird er das so nicht sagen…als Politiker weiß er schon, wie man gemessenen Schmerz auszudrücken hat…

      (Zitieren)  (Antworten)

  6. Horst Schulte meint:

    Hast du ihn gesehen oder im Radio gehört? Ich meine heute? Du solltest nicht jedem alles Schlechte unterstellen. Es gibt sicher Menschen, denen so etwas sehr nahe geht. Dass er eine Pension bekommt hat damit nun überhaupt gar nichts zu tun.

      (Zitieren)  (Antworten)

  7. JürgenHugo meint:

    Ich unterstelle dem gar nichts schlechtes. Er hat etwas entscheiden müssen – und er hat das nicht ohne Rat getan. Sicher wird er das Für und Wider abgewogen haben. Jetzt im nachhinein, da ist das leicht, mit dem Finger auf einen zu zeigen.

    Aber als OB muß man dem gewachsen sein. Wenn er aus eigenen Stücken zurücktreten möchte, nun gut. aber niemand sollte ihn dazu drängen. Ich behaupte, auch andere hätten evtl. so entschieden. Ich find, der hat sich nichts vorzuwerfen.

      (Zitieren)  (Antworten)

Dein Kommentar

*