Nach den letzten Einlassungen Sauerlands zu seiner Verantwortung kann ich meine bisherige Position nicht mehr aufrecht erhalten. Er muss zurücktreten. Möglichst schnell.
Dennoch finde ich eine solche Headline unmöglich. Einen Menschen als Untoten (Zombie) zu bezeichnen ist Welt Online nicht würdig. Aber es passt natürlich andererseits durchaus ins Gesamtbild der Stimmung.













Der Sauerland gehört mit dem Knüppel geschlagen, wenn er zurücktritt und seine gesamten Pensionsansprüche verliert! Wohlgemerkt – auch die vor 2004 als Lehrer – ALLES! Und die haben ja wohl mit der Love-Parade nicht das geringste zu tun.
Ich gebs zu – ich neide dem seine Pension – so eine hätt ich auch gerne…Aber an dessen Stelle würd ich auch mit Klauen und Zähnen darum kämpfen. Wenn er nur die Ansprüche von 2004 bis jetzt velöre (als OB) – ok, das wär eine andere Sache. Da würd ich sagen, mit der Lehrerpension und der Nachversicherung für 6 Jahre kommt er auch noch prima zurecht.
Hier ist der Gesetzgeber gefordert! a) für die Höhe der Pensionen, b) das solche hanebüchenen Vorschriften beseitigt werden. Der Sauerland hat die Vorschriften schließlich nicht selber gemacht. Ich bin überzeugt, der würde bei einer vernünftigen Regelung zurücktreten.
Da kann ich JürgenHugo nur uneingeschränkt zustimmen!
Da bin ich etwas ratlos. Einerseits ist sein Rücktritt fällig. Andererseits sollte das keine strafrechtliche Relevanz (Schuldanerkenntnis) haben. Wenn dem so wäre, würden seine Pensionsansprüche auch nicht in Gefahr sein. Das muss geklärt werden. Es wird allerdings sicher Leute geben, die ihm die Hauptschuld zuweisen, weil er (zumindest politisch) für die Genehmigung dieser Veranstaltung die Verantwortung hat. Nach den bekannten Informationen muss er über die Warnungen seiner Leute informiert gewesen sein. Er hat sie nicht beachtet. Die Leute, die das so klar sehen werden sich über die Bedenken, die ihr, Jürgen und Susanne, geäußert haben, wohl hinwegsetzen. Das sind in der Regel wohl Leute mit sehr hohen Moralansprüchen. Solchen, denen sie sich selbst aber wohl nie stellen müssen. So ist leider.
Die Leute können machen was sie wollen, wenn der stur bleibt. Sie können ihn nur abwählen – nicht zum Rücktritt zwingen. Und DANN behält er ALLE Pensionsansprüche – auch die als OB. So ist die Rechtslage.
Genau: Abwählen! Duisburg: Sauerland will sich Stadtrat zur Abwahl stellen – Ende der Loveparade – Gesellschaft – FAZ.NET
Hmmm… heute morgen habe ich einiges darüber gelesen, dass vielleicht Geld im Spiel ist – bzw. bei dem Rückrtitt.
Prinzipiell ist es natürlich ekelig, wenn man sich nur wegen Geld an etwas klammert.
Aber wenn er alle Ansprüche verliert…
Unterm Strich möchte ich aber trotzdem den Rücktritt sehen. So ein Job ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen… er soll gefälligst zu der Verantwortung stehen und die richtigen Schritte tun.
Wenn du in einer ähnlichen Situation wärst, dann würdest du sicher mit Freuden auf Job + Gehalt verzichten. Und wegen einer evtl. (mehr als) halbierten Rente zusätzlich auf dem Tisch tanzen. DAS seh ich glatt vor mir…
Und noch was: “…dass vielleicht Geld im Spiel ist – bzw. bei dem Rückrtitt.” Geld ist immer im Spiel, selbst bei Hartz 4 Empfängern. Heile Welt gibts nich – nich bei Facebook, nich in Bogs – und auch nich in Duisburg…
@Marc: Er könnte sich abwählen lassen. Das hat er vielleicht auch vor. Genau aus den von dir beschriebenen Gründen. Wenn er selbst zurücktreten würde, verlöre er seine Ansprüche oder jedenfalls einen großen Teil davon.
@Jürgen: Du kannst einen Mann mit diesem Amt (und seinem Gehalt) doch nicht mit einer x-beliebigen Person vergleichen. In seinem Gehalt sind solche Risiken nämlich vermutlich abgegolten. Besser gesagt, sie sind damit abgegolten. Außerdem verlangt ja niemand von ihm, die möglicherweise sich aus einem Rücktritt ergebenden juristischen Konsequenzen zu tragen (Stichwort: Schuldanerkenntnis). Wenn er die politische Verantwortung nicht trägt (wovon ich nicht mehr ausgehe) wird ihn seine Pension in Zukunft nicht erfreuen. Ich glaube, Sauerland ist ein Mann von Anstand und Moral. Er wird die Konsequenzen ziehen, wenn auch verdammt spät.
In seiner Situation (unter den Umständen mit der Lehrerpension weg) – da wäre das vielleicht moralisch – sicher aber dumm. Und “…Pension nicht erfreuen” – er kann sie ja die erste Zeit “unerfreut” kassieren.
Ich behaupte. die allermeisten (anderen) Leute würden auch nicht zurücktreten – ob mit oder ohne schlechtes Gewissen. Die Pensionsleistungen, die kriegt er viele Jahre – die Love-Parade verschwindet irgendwann aus den Zeitungen. Er sollte aus Duisburg wegziehen, damit sich die Wogen schneller glätten. Wenn ICH Vermieter wäre – ich würd ihm nicht die Tür weisen.
Und auch, wenn du das jetzt nicht hören willst: die 21 Toten sind schlimm, das ist bedauerlich – aber die ganze Sache wird “3 Nummern zu hoch” gehängt. Das die persönlich betroffenen Anghörigen trauern – das ist menschlich und verständlich. Aber da hängen sich Leute dran, denen die Opfer eigentlich sch****egal sind. Denen gehts um Auflage – und das ihr Name in der Zeitung steht.
Wenn ich jetzt eine “neue” Nachricht von der Love-Parade seh, klick ich weiter. Das Unheil der Welt hat nicht in Duisburg seinen absoluten Höhepunkt – da gibts mehr und schlimmeres.
Ich glaube, dass Herr Sauerland zurücktreten wird. Natürlich hat er den “richtigen” Zeitpunkt dafür bereits verpasst. Ich denke, er lässt sich im Stadtrat abwählen. Ich weiß nicht, wie lange der Mann Bürgermeister war. Einige Jahrzehnte? Wäre es richtig, wenn man ihm nach diesem schweren Fehler, beträchtliche Teile seiner Pension kürzt? Viele werden Ja sagen. Ich wäre da vorsichtiger. Aber er muss die politische Verantwortung tragen.
@Jürgen: In dieser Bewertung kann ich dir nur zum Teil zustimmen. Dass sich an die Tragödie Zeitungen oder Leute dranhängen, denen es nicht um die Opfer, sondern um die Publicity geht, ist wohl offenkundig. Dieser Teil stört mich natürlich auch. Dass Redner (auch heute wieder) Sauerland charakterliche Mängel unterstellen ist nicht in Ordnung. Für ihn geht es auch um existenzielle Fragen. Auch wenn das diejenigen, die ihm die “Pest” an den Hals wünschen, einfach ignorieren.