Heute gab es die 1. Sendung nach der Sommerpause. Anne Will sah einfach toll aus in ihrem braunen Sommerkleid. Es gab in der Sendung aber noch eine weitaus bedeutendere Erkenntnis.
Die durch die “Pressearbeit” an die Öffentlichkeit gekommenen, eigentlich sehr privaten Details des Falles Kachelmann, haben nach übereinstimmender Meinung aller Diskussionsteilnehmer zur Folge, dass Frauen, die in ehelichen oder eheähnlichen Gemeinschaften leben und Opfer so genannter häuslicher Gewalt (u.a. Vergewaltigungen) werden, diese vermutlich seltener zur Anzeige bringen.
Wir sehen diesen Fall als einen exemplarischen Exzess der Pressefreiheit in die Geschichte eingehen –mit weitreichenden gesellschaftlichen Folgen. Erst seit 1996 ist häusliche Gewalt strafrechtlich zu ahnden. Das Verhalten der bundesdeutschen Medien hat dem sich seither nur langsam entwickelnden Rechtsbewusstsein einen Bärendienst erwiesen.











Das mit “häuslicher Gewalt” ist zweischneidig. Meist steht da nur Aussage gegen Aussage – weil keiner dabei ist.
Nur mal als Beispiel: eine Frau hat eine devote Ader, und läßt sich von ihrem Partner dementsprechend “behandeln”. Wohlgemerkt: freiwillig und mit Lustgewinn. Du bist wohl alt genug, um zu wissen, das das gar nicht so selten ist.
Wenn die Beziehung dann zu Ende ist, könnte sie sich ja rächen wollen – und erzählt die “Spielchen” etwas anders. Und dann wird “schwere Körperverletzung” daraus. Der Mann ist da sehr oft in der schlechten Position, wenn der Frau erstmal geglaubt wird. Wie soll er das Gegenteil beweisen? Hmm? :nee:
Schlechtes Beispiel. Beim ersten Satz bin ich allerdings absolut bei dir. Es ist immer problematisch, weil, weil jeder die Geschichte so darstellen kann, wie er (sie) es meint. Andererseits ist es aber vielleicht auch ein Fortschritt, dass gerade bei diesem heiklen Thema eine gesetzliche Regelung geschaffen wurde. Oder hättest du auf eine solche generell verzichten wollen?
Ich finde, dass die Männer (um die geht es ja überwiegend), die ihre Frauen schlagen an den Pranger gehören. Dass es dabei leider auch zu Missbrauch von Gesetzen kommt ist ein Umstand, den man dabei wohl in Kauf nehmen muss. Was nicht gut ist, ist, dass solche Verfahren zu häufig öffentlich gemacht werden. Solche Fälle gehören nicht in die Öffentlichkeit. Aber da sind wir dann wieder bei der Presse und der Frage, ob sie, wie immer gern behauptet wird, nur ihre Informationspflicht für die Öffentlichkeit wahrnehmen. Dabei geht es in Wahrheit nur um die Befriedigung unserer Sensationsgier.