In vielen Ländern entwickelt sich heute das so genannte “Cappuccino-Prinzip”: Der Staat zahlt nur eine Grundrente, während die “Sahne” eine privat angesparte, aber staatlich gesicherte Altersversicherung ist – und der “Kakao” eine weitere, rein private Versicherung. Wir könnten darüber hinaus neue Versicherungsformen finden, die den flexiblen Arbeitsbiografien entsprechen. Wenn Paare Familien gründen, haben sie einen höheren Zeitbedarf, jenseits der Lohnarbeit. In dem Fall kann man sich eine Versicherung vorstellen, die Transfers auf spätere Lebensphasen verschiebt, wenn man wieder mehr arbeiten kann. Wir müssen aus dem heute vorhandenen also ein sehr viel flexibleres und individuelleres Rentensystem schaffen.
Herr Horx hat den Trend erkannt, gibt ihm allerdings nicht den zutreffenden Namen. Die Entwicklung von der Lohn- zur Sklavenarbeit ist im Gange. Das hat er mal locker überschlagen und beschäftigt sich damit, welche Perspektiven sich aus den allgemeinen Entwicklungen für diejenigen ergeben, die nicht am Rand der Gesellschaft stehen. Das kann man tun aber, ob diese Gesellschaft den sich hieraus ergebenden Diskurs aushält lässt er offen.









“Die Entwicklung von der Lohn- zur Sklavenarbeit ist im Gange.”
Welch absurder Verlust des richtigen Maßstabs.
Genau, finde ich auch