Die Fratze zeigt wieder ihr wahres Gesicht. Aber das wird lediglich mit “Kritik und Verwunderung” quittiert. Die Energiekonzerne drohen dem Staat damit, die Kernkraftwerke sofort abzuschalten, wenn dieser nicht auf die Erhebung der vorgesehenen Brennelementesteuer verzichtet.
Eigentlich könnte man sich jetzt dem Plan der Linken anschließen und alle Energieversorgungsunternehmen verstaatlichen. Die Vorstände könnte man gleich in die Wüste schicken und das tun, was politisch opportun ist. Oh, Sorry. Opportun gehört ja zu den bösen Worten, die man in Deutschland in diesen Zeiten nicht benutzen soll. Oder nur dann, wenn man sie gegen Politiker zum Einsatz bringen will.
Die Unternehmen sollen der Bundesregierung für zwölf zusätzliche Jahre Laufzeit bis zu 30 Milliarden Euro angeboten haben. Die Vorstandschefs der vier Konzerne lehnten die Steuer erneut ab. In Bezug auf die Laufzeitverlängerung forderte Eon-Chef Johannes Teyssen "eine satte zweistellige Zahl zusätzlicher Jahre, mindestens aber 15 Jahre".
Quelle: Brennelementesteuer: Energiekonzerne wollen alte AKW abschalten | Politik | ZEIT ONLINE
Sogar das DIW staunt über die neue Taktik der Energiebosse. Man muss sich fragen, was diese sich dabei gedacht haben, mit einer Maßnahme zu drohen, die, folgte man den bestehenden Gesetzen, ohnehin in Kürze abgeschaltet werden müssen. Greenpeace hat vorgerechnet, dass der angebliche Strommangel nicht existiere. Laut Greenpeace wird fast die Hälfte des von den acht in Frage stehenden Atomkraftwerken produzierten Stroms ans Ausland geliefert. Statt der jährlichen Brennelementesteuer, die laut Bundesregierung jährlich ca. 2,3 Mrd. € einbringen soll, bieten die Energiekonzerne 30 Mrd. € an, natürlich zu ihren Konditionen.
Sie verbinden dem Vernehmen nach damit die Forderung, die Laufzeit um mindestens 15 Jahre zu verlängern. Dass von den Energiekonzernen bereits früher damit gedroht wurde, die Investitionen statt in Deutschland im Ausland vorzunehmen, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand unseres Landes. Nicht die Politik bestimmt, was gemacht wird, die Wirtschaft diktiert der Politik was sie zu tun und zu lassen hat.
«Streit über Atomsteuer: Stromkonzerne drohen mit Abschaltung – Inland – Politik – FAZ.NET»
Foto: Daniel Bleyenberg / pixelio.de












die dinger abschalten und die gesamten betreiber und /anhengsel für 30 jahre einsperren.
erpressung des staates,also erpressung aller bürger darf nur einmal versucht werden.
ist doch so einfach.
jo(Zitieren) (Antworten)
Angeblich war das ja gar keine Erpressung. Wir haben da etwas missverstanden
:daumenrunter:
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
@horst,
was war es denn sonst.!?
aber auch egal,strom ist ein lebensmittel und gehört nicht in privathände.
genauso die bahn,die deutsche post usw.
die verkaufen uns hier und wollen auch noch gewählt werden.
ich hoffe das z.b alle die krankenversicherungszusatzbeiträge nicht bezahlen usw,usw.
wenn recht zu unrecht wird,ist wiederstand pflicht
jo(Zitieren) (Antworten)
Ich verstehe überhaupt nicht, was diese Abschalt-Drohung sollte, wo jeder weiß, dass das überhaupt nicht bedrohlich wäre. Das schlimme ist nur, dass unsere durch die Stromkonzerne korrumpierte Regierung uns das als Drohung verkaufen will – und natürlich tun wird, was RWE und Konsorten von ihr verlangen.
eule70(Zitieren) (Antworten)
Die Drohung liegt nicht in der Unterversorgung durch zu geringe Stromproduktion sondern darin, dass die Versorgungsnetze nicht dafür ausgelegt sind, den Strom von vielen Kleinproduzenten vernünftig zu verteilen.
Solange die Netze damit nicht klar kommen werden die Großproduzenten leider noch gebraucht.
Marc(Zitieren) (Antworten)
Aber es zeigt doch ganz klar das diese Konzerne zuviel Macht haben. Wer auf die Idee kommt dem Staat zu drohen. Leider wird es noch ewig dauern bis die Netze mit den Kleinproduzenten klar kommen. Hat ja auch kein Grosskonzern was davon, und denen gehören die Netze. :daumenrunter:
Horsti(Zitieren) (Antworten)