Ob es wirklich stimmt, dass die Polizei die Höhe ihrer Einnahmen durch das Abkassieren von Autofahrern mit Geschwindigkeits-überschreitungen steigern muss? Das soll ja angeblich nicht nur bei Knöllchen für zu schnelles Fahren und Falschparken, sondern auch bei anderen Verstößen der Fall sein. Die zuständige Abteilung nennt sich übrigens “Verkehrsdienst”. Gut, dass sie es nicht “Verkehrsservice” genannt haben.
In der freien Wirtschaft werden Umsatzbudgets überwiegend am Vorjahreswert orientiert. Hat also eine Firma im Jahr 2010 1 Million Umsatz gemacht, so wird im nächsten Jahr eine Steigerung in einer gewissen Bandbreite fällig. Im Normalfall werden Umsatzsteigerungen geplant. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch die zuständigen Stellen bei der Polizei in ihren Planungen Umsatzsteigerungen vorsehen.
Es ist notwendig, in die Ausstattung des Unternehmens, die Produktion und die Produkte zu investieren. Erst einmal kostet das Geld. Man immer geht davon aus, dass sich diese Investitionen lohnen und binnen kurzer Zeit bezahlt machen.
In NRW gibt es neuerdings 15 neue Messgeräte. Jedes hat 170.000 Euro gekostet. Im Regierungsbezirk Köln gibt es im Moment ein solches Gerät. Mit dem “ES 3.0”, das von Warngeräten via iPhone oder Navigation nicht geortet und das kniehoch irgendwo im Gebüsch versteckt werden kann, gelingt es mit fünf empfindlichen Sensoren, ein Fahrzeug von vorn und hinten zu fotografieren. Der Verkehr kann in beiden Richtungen gemessen werden – bis zu vier Fahrspuren sind erfassbar. Sogar ein verdunkeltes Visier am Helm ist kein Hindernis mehr. Der Fahrer wird erkannt, weil das Gesicht sehr deutlich aufgehellt werden kann.
Polizei jagt Auto-Raser mit neuem Video-Blitzer Bl… – MyVideo
Wie sagt der Polizist im Beitrag doch so nett: “Die Bürger können sich an keiner Stelle mehr sicher fühlen”. Mit solchen Versprechungen arbeitet nicht einmal Google.
Ein Polizist mit der Aufgabe, sein Umsatzbudget zu erreichen, wird sich über derartiges Equipment sehr freuen. Vermutlich wird es noch einige Zeit dauern, bis die Einnahmen durch traditionelle Messvorrichtungen ausreichen, um in weitere “ES 3.0” zu investieren.
Vielleicht geht das auch schneller. Eine politische Entscheidung könnte dafür sorgen, dass diese coole Maschine schneller flächendeckend zum Einsatz kommt. Das Geld für die Investitionen muss ja nicht erwirtschaftet werden. Dafür sind wir ja da – die Steuerzahler.












Bei Blitzern sehe ich das mit der “Abzocke” und dem Bezahlen durch den Steuerzahler ganz anders. Denn: Du hast es komplett selbst in der Hand, ob Du Deinen Teil zur Finanzierung des Blitzers beisteuern möchtest. Niemand zwingt Dich! Und es ist ganz einfach, nicht zahlen zu müssen …
Wenn das alle machen würden, könnte sich keine Kommune diese teuren Geräte mehr leisten.
Andreas(Zitieren) (Antworten)
Und wenn ich dieser Logik nicht folgen möchte? Du hast mich schon verstanden. Ich hasse diese Art von Abzocke. Aber richtig. Es geht nämlich gar nicht um irgendwelche Raser (die wir vermeintlich ja fast alle sind). Das kann man auch daran erkennen, wo diese Fallen überall aufgestellt werden. Übrigens habe ich seit Jahren kein Ticket für zu schnelles Fahren mehr bekommen. Das letzte habe ich mal im Urlaub in der Schweiz kassiert, weil ich 5 Kilometer zu schnell gefahren bin. Kurz vor der Grenze.
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
Nein, habe ich dann wohl wirklich nicht. Ich sehe täglich Leute, die zu schnell fahren. Von vielen weiß ich, dass sie es bewusst machen – weil sie es mir auf Nachfrage gesagt haben. Diese Menschen zahlen offensichtlich gerne. Mein letztes Ticket liegt auch schon ewig lange zurück und war auch ohne Punkte und für ein geringes Übertreten der Geschwindigkeit.
Es wird m.E.n. viel zu wenig geblitzt und die verhängten Bussgelder sind viel zu niedrig. Insofern begrüße ich *diese* Überwachung ganz ausdrücklich, weil es ausnahmsweise mal eine ist, die auch Wirkung zeigt. Siehe z.B. den Bielefelder Berg, mit dem Bielefeld Millionen einnimmt, dessen Blitzanlage allerdings auch die Unfallzahlen signifikant gesenkt hat.
Andreas(Zitieren) (Antworten)
Das große, aber sehr einfach lösbare Problem ist hier wohl, dass die Einnahmen den Kommunen und Behörden zugutekommen. Nur deswegen wird mancherorts das Blitzen längst zum Geschäftsmodell gemacht, was weder die Verkehrssicherheit steigert, noch dem Bürger irgendwie nützt. Wer 65 fährt, wo 50 erlaubt sind (zum Beispiel weil er fünf Meter nach dem Ortsschild noch nicht vollständig runtergebremst hat) ist mit Sicherheit kein Raser, in solchen Fällen ist das schlicht und ergreifend Abzocke.
Mein Lösungsvorschlag: Die Einnahmen dürfen die Blitzerbetreiber selbst nicht behalten, sondern müssen sie abgeben – zum Beispiel an wohltätige Organisationen spenden oder irgendwas in der Art. Betriebskosten kann man ja von mir aus davon abziehen (obwohl das eigentlich auch nicht okay wäre, weil ja wir schließlich jede Menge Steuern zahlen, damit Polizei und Kommunen unsere Straßen sicher machen, da sollte das auch so drin sein).
Jan(Zitieren) (Antworten)
@Andreas & @Jan: Ich sage ja auch nicht, dass die Messungen überflüssig wären. Aber es ist doch wie Jan feststellt: Geschwindigkeitsmessungen finden an den unsinnigsten Verkehrspunkten statt. Es geht nicht um Unfallprävention oder um, was ich schon schlimm fände, die Erziehung der Verkehrsteilnehmer, sondern es geht darum, uns unser Geld aus der Tasche zu ziehen. Darin wird der Staat ja immer besser. Die Gelder sollten wenigstens, wie Jan richtig sagt, gespendet werden und nicht den Kommunen zugute kommen.
@Andreas: Die verhängten Bussgelder sind zu niedrig? Hoffentlich kommst du nicht in eines der Gremien, die darüber zu entscheiden haben
Freie Fahrt für freie Bürger. So, das musste ich jetzt aber noch los werden. :soldier:
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
@Jan Wer am Ortseingangsschild noch 65 fährt, hat auch irgendwas nicht richtig verstanden. Das Gebot gilt ab dem Schild, man sieht es von ferne, man kann abbremsen. Wenn es nicht so wäre, würde es bei mir nicht funktionieren.
@Horst Was ist in dem Zusammenhang an “Erziehung” falsch? Gerade im Straßenverkehr lassen viele Leute den dicken Max raushängen, weil sie im Auto einigermaßen anonym sind. Das ist Synonym zu Foren im Internet, wo die Trolle meistens mit erfundenen Namen rumkaspern (weiter Bogen, ich weiß). Aber Du siehst ja an Jans Aussage, dass er ganz offensichtlich auch die Regeln nicht richtig drauf hat, oder sie bewusst beugt.
Und gegen das Spenden der Gelder an soziale Organisationen habe ich absolut nichts einzuwenden, Hauptsache die, die zu schnell fahren, müssen das finanzieren.
Andreas(Zitieren) (Antworten)
Die wenigsten Menschen bremsen schlagartig von 100 auf 50 km/h runter, ich würde auch einfach mal so in den Raum stellen, dass das weder gewollt noch sicherheitstechnisch besonders intelligent ist. Die wenigsten Fußgänger wiederum begreifen den Bereich knapp hinter einem Ortsschild noch als wirkliche “innerorts”-Zone, so dass es eigentlich eher dort nötig wäre, zu blitzen, wo Menschen wohnen und rumlaufen. Der Grund, warum statt letzterem ersteres gemacht wird, ist meines Erachtens schlicht Profitgier seitens der jeweiligen Kommunen.
Jan(Zitieren) (Antworten)
Dann fährt man heute halt nichtmehr mit Visier und Helm sondern mit Sturmhaube. Dann noch das Nummernschild etwas modellieren, natürlich für den rein ästhetischen Zweck, und 170.000€ können meinen glänzenden Metall-Ar…äh, mein glänzendes Autoheck bewundern.
Solange diese Geräte nur dazu gedacht sind, Geld einzutreiben und nicht zu einem sicherheitsbewußten und regelkonformen Fahren führt, sondern dies eher durch frustrierte Fahrer noch erodieren lässt, sehe ich auch nicht ein, warum ich mit Steuern sowas mitfinanzieren soll. :daumenrunter:
Kiri(Zitieren) (Antworten)
Man kann es – wie bei allen Sachen – natürlich übertreiben.
Vielleicht gibt es wenige Fälle, da ist es Abzocke. Aber im großen und ganzen ist das blitzen wichtig. Ich wohne beispielsweise in der Nähe eines “Bergs”. Es geht sehr kurvenreich und unübersichtlich durch einen Ort auf der Bundesstrasse bergrunter. Da wird regelmäßig geblitzt. Jeder weiß das und darum wird am Ortsschild vor der ersten Kurve abgebremst. Sonst wären die Einwohner vermutlich schon ausgerottet, denn wenn dort jemand aus seine Einfahrt fährt oder die Strasse überquert sind auch schon “nur” 20 Km/h viel zu schnell
Und es gibt auch noch andere Gefahrenpunkte, wo nur regelmäßiges blitzen hilft. Scheinbar ist vielen Autofahrern nur über das Portemonaie der Ernst der Lage begreiflich zu machen. Wenns mich erwischt, ärgere ich mich auch schwarz, aber ich bin selber gefahren und niemand anderes :teufel: Ich würde es nie als Abzocke bezeichnen; dafür passieren einfach zu viele, schwere Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit.
Grüßli
Schlafmuetze(Zitieren) (Antworten)
@ Kiri, dir sollten sie den Lappen am besten abnehmen. Das führt dann vielleicht eher zu “regelkonformen” Fahren.
Grüßli
Schlafmuetze(Zitieren) (Antworten)
Solange sowas durch eine konkrete Gefahrenlage zu rechtfertigen ist, rege ich mich gar nicht weiter darüber auf aber es gibt definitiv Blitzer, deren einziger Zweck Geldverdienen ist – und das kann nicht sein.
Jan(Zitieren) (Antworten)
@kiri Leute wie Du sind die, wegen derer ich im Straßenverkehr doppelt aufpassen muss.
Andreas(Zitieren) (Antworten)
Kleiner Tipp für euch Führerscheinentzieher: Ich – habe – gar – keinen – Führerschein – sondern – bin – nur – zu – faul – Ironietags – einzufügen – Stop.
Deswegen müsst ihr nicht gleich persönlich werden.
Und bevor ihr angerannt kommt: Nein, mir wurde der Führerschein nicht entzogen. Ich hab garkeinen gemacht. Ha.
Kiri(Zitieren) (Antworten)
Ich habe nicht dagegen wenn geblitzt wird. In der Regel halte ich mich an die Geschwindigkeiten. Wer geblitzt wird ist selber schuld. Das hat nicht smit Abzocke zu tun sondern damit das manche Zeitgenossen meinen sie könnten machen was sie wollen, gerade im Straßenverkehr.
Luigi(Zitieren) (Antworten)
Warum kann das nicht sein? Die Regeln sind doch klar. Wer sich nicht daran hält zahlt halt.
Luigi(Zitieren) (Antworten)
Habe ich auch noch nirgendwo erlebt, dass man “schlagartig” von 100 auf 50 muss. Es sei denn, ich fahre eine absolut unbekannte Strecke – dann muss ich eh aufmerksamer unterwegs sein. In aller Regel kann ich das Schild aber vorher weit genug sehen. Und ich behaupte weiterhin, dass die meisten Leute, die an einem Ortseingangsschild vorbei fahren, auch ortskundig sind und somit wissen, dass man gleich langsamer fahren muss. Soviele “Fremde” sind nirgendwo täglich unterwegs. Tatsächlich ist es aber so, dass ich massiv bedrängt, angehupt, mit der Lichthupe auf mein “Fehlverhalten” aufmerksam gemacht – wenn nicht sogar noch auf dem letzten Sticken überholt – werde, wenn ich das Gas im Angesicht des 50 Km/h Schildes wegnehme.
Die allermeisten Leute bremsen ab dem Schild und keinen Meter vorher. Vorher sachte die Geschwindigkeit verringern ist wohl uncool. Letzteres ist sicher und ressourcenschonend – sowohl für die Umwelt als auch für Dein Material.
“Fahre so, als würde jedes Paar Bremsbeläge 1.000 € kosten … dann bist Du ziemlich entspannt unterwegs.” hat mir mal ein Fahrlehrer gesagt. Das ist eine gute Regel. Und ja, ich fahre sehr gerne schnell – und mache das auch, wo es erlaubt ist.
Andreas(Zitieren) (Antworten)
Lieber Andreas, wenn du noch nicht erlebt hast, dass man “schlagartig von 100 auf 50″ runter muss, dann wird es daran liegen, dass du tatsächlich immer vorschriftsgemäß fährst. Solche Wahrnehmungen haben nämlich nur Schnellfahrer
Ich behauptet, dass ich auch entspannt unterwegs bin. Außer natürlich, wenn Bullen meinen Weg kreuzen und ich weiß oder ahne, dass sie irgendwo eine Falle aufgestellt haben. Das schätze ich überhaupt nicht. Und — glaube mir bitte, ich bin weder ein Anarchist, noch würde ich es mir erlauben, ständig die Verkehrsregeln zu übertreten. Im übrigen würde ich es gern mal überprüfen, ob die, die behaupten, die Regeln immer einzuhalten, das auch wirklich tun. Ich glaube es nicht! Ätsch! :cowboy:
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
Tatsächlich halte ich mich an die ausgeschilderte bzw. grundsätzlich gültige Höchstgeschwindigkeit. Ich beachte “orange” so wie es gedacht ist und nicht als Gelegenheit noch mal ordentlich drauf zu drücken und ich parke nicht auf Gehwegen. Wie gesagt, ich habe auch schon Tickets wegen zu schnellem Fahren bekommen – ich weiß nicht mehr, wann das letzte Mal war, aber es liegt sicher 5 Jahre zurück und war unter 10 km/h zu schnell. Ich fuhr Richtung Gütersloh und wusste um die Geschwindigkeitsbegrenzung, aber leider nicht aus dem Kopf wo genau welche galt. Und tatsächlich habe ich ein Schild übersehen. Da ich mir aber unsicher war, ob ich nun 100 oder 70 fahren durfte, hatte ich schon von mir aus auf 80 reduziert. War leider immer noch zu schnell und daher habe ich gezahlt. Auch der bekannte 80-Blitzer auf der Autobahnbrücke bei Kassel hat mich mal mit (IIRC) 90 erwischt. Auch schon viele Jahre her. Und ich bin mal ganz profan innerorts mit 59 geblitzt worden, weil ich geträumt habe. Nur, irgendwann wirkt das!
Mein Tacho ist laut meinem GPS sehr genau und ich achte da ziemlich drauf. Das man Fehler macht, passiert. Nur sollte man dann ‘nen Arsch in der Buxe haben, zahlen und nicht “Abzocke” schreien.
Andreas(Zitieren) (Antworten)
An Ampel verhalte ich mich auch vorbildlich. Ich glaube, ich habe in all den Jahren noch nie eine Ampel überfahren. Auch gehe ich gern ein paar Meter und fahre nicht mit dem Auto ins Geschäft. Viele tun das ja.
Ich würde sagen, es ehrt dich, dass du dich an die Vorschriften hältst. Ich kann mich ja nicht als “Anarchist” bezeichnen. Aber über die immer subtileren Methoden ärge ich mich und lasse mich auch nicht davon abbringen, dass es Abzocke ist. Wenn ein System immer weiter perfektioniert wird und zwar mit dem Anspruch, dass die Einnahmen steigen, ist das fragwürdig. Man kennt das aus der freien Wirtschaft. Dort ist das angebracht. Aber nicht, wenn es darum geht, den Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Dann soll der Gesetzgeber lieber weniger und dafür härter bestrafen. Das wäre dann in meinen Augen eher sinnvoll und würde vielleicht auch mehr bewirken.
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
Bei dem normalen Knöllchen ist es auf jeden Fall so, dass die (idR) Damen angehalten sind eine gewisse Quote zu erfüllen. Beim Gedanken daran bekomme ich eine Krise…
Marc(Zitieren) (Antworten)
@Luigi: Gegen die Regeln sage ich überhaupt nichts. Die Fallen gehören aber nach meiner Auffassung nicht unbedingt zu diesen Regeln. Ich finde eben nicht, dass man sagen kann, dass die zwar zweckgebundenen aber immer hinterhältigeren Methoden, mit denen den Bürgern das Geld aus der Tasche gezogen wird, dadurch zu legitimieren wären, dass doch damit nur die Regeln umgesetzt werden. Wenn diese Logik nämlich immer greifen würde, hätten wir den Überwachungsstaat in Vollendung.
@Marc: Die Polzisten sollen ihre Vorgaben erfüllen. Es wird bestimmt mit Soll-/Istvergleichen gearbeitet. Wer gute Ergebnisse (viel von unserem Geld) einnimmt, kriegt ein Fleißkärtchen und wird befördert. Ökonomisierung in allen Bereichen. Das kennen wir ja.
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)
Hallo Marc. Mag wohl sein, das bei “normalen Knöllchen” Quoten erfüllt werden müssen. Aber wer nicht falsch parkt, die Scheibe ins Fenster legt und brav Parkuhren füttert, braucht – Quote hin oder her – nun mal nicht zahlen.
Da beisst die Maus keinen Faden ab …
Grüßli
Schlafmuetze(Zitieren) (Antworten)
Noch einmal: Es geht doch nicht darum, die eigene Verantwortung anzunehmen, wenn man einen Fehler gemacht hat. Wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält, soll bestraft werden. Soweit ist alles klar. Wahrscheinlich sind wir uns in dieser Beziehung alle einig. Es geht um die Dynamik, die eingekehrt ist. Die Behörden werden teilweise wie Wirtschaftsunternehmen geführt. Nach dem Motto: In diesem Jahr haben wir Strafgelder in Höhe von 1 Mio. eingenommen, im nächsten Jahr müssen die zuständigen Stellen Strafgelder in Höhe von (sagen wir) 1,4 Mio. hereinholen. Dazu sind Investitionen nötig (ES 80 kostet 170.000 Euro pro Stück). Diese werden getätigt, damit mehr “Verkehrssünder” abgezockt werden können. Die Budgetvorgaben werden erreicht – alles ist gut. Im nächsten Jahr wird die Vorgabe nicht 1,4, sondern 1,8 Mio. sein. So geht das immer weiter. Wie in der freien Wirtschaft. Mal sehen, wann euch diese Methoden missfallen.
Horst Schulte(Zitieren) (Antworten)