Politiker sind nicht an Weisungen gebunden, höchstens an Überweisungen.
Graf Fito

Viele türkischstämmige Akademiker bleiben nicht in Deutschland

Ob es denen, die gern immer nur eine Seite einer Medaille betrachten, wenigstens auch auffällt, dass in der Kommunal,- Landes- und Bundespolitik mehr und mehr Männer und Frauen mit türkischem Migrationshintergrund auftauchen?

Hoffentlich bewerten sie diese Entwicklung uneingeschränkt positiv. Sie zeigt nämlich, dass es nicht ganz so ist, wie uns die Medien streckenweise durch ihre einseitige Berichterstattung (gewollt oder nicht) suggerieren. 

Zwei Ergebnisse der Befragung sollten nachdenklich machen: Jeder dritte
türkeistämmige Akademiker will demnach in der Türkei sein berufliches Glück
suchen und nicht in Deutschland bleiben. Das ist ein Armutszeugnis für die deutsche
Integrationspolitik und ein Alarmzeichen dafür, dass gut ausgebildete junge
Menschen keine berufliche Perspektive in Deutschland sehen. Doch der Krefelder
Sozialwissenschaftler Sezer warnt vor voreiligen Interpretationen.

«Schwerpunkt: Die unbekannte Elite, 16:05: WDR 5»

Leider gibt es auf der aber sehr viele Jugendliche und junge Leute mit Migrationshintergrund, die keine qualifizierte Ausbildung absolvieren können, weil ihre schulischen Leistungen nicht entsprechend sind. Aber es gibt eben auch die andere Seite.

Wenn man bereit ist, zur Kenntnis zu nehmen, wie wir mit unseren gutausgebildeten Leuten mit Migrationshintergrund umgehen, wird man sich nicht mehr darüber wundern, dass wir wieder mal in Erwägung ziehen, Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen.

Welchen Grund kann es haben, gut ausgebildeten Menschen ihre Chance zu verweigern, obwohl es doch angeblich einen Mangel an qualifizierten Fachkräften gibt? Unsere Politiker aber vor allem die Wirtschaft sollte man das einmal sehr nachdrücklich fragen.

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Kommentare

  1. Marc meint:

    Das gleiche sieht man allerdings auch immer verstärkter bei deutschsprachigen Akademikern – es zieht sie ins Ausland.
    Aber der Aufschwung ist ja schon da… lese ich immer wieder!

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  2. Horst Schulte meint:

    Ja, die Quote der Auswanderer steigt von Jahr zu Jahr. Aufgrund der veränderten Lebensverhältnisse sollte man das vielleicht auch nicht überbewerten. Die Tatsache, dass so viele Akademiker das Land verlassen wird ja von interessierter Seite gern so gedeutet, dass die Elite unseres Landes aufgrund der ach so schrecklichen Lebensumstände in Deutschland es nicht mehr aushalten könnte. Zu hohe Abgaben, zu geringe Einkommen und all der Scheiß. Auf der anderen Seite wird uns aber verkauft, dass die Globalisierung ihren Preis fordert. Das gehört dann eben auch dazu. Und — du hast Recht. Das muss bei den Migranten ja nicht unbedingt so viel anders sein. Trotzdem sollte man auf solche Entwicklungen achten und, sofern es sinnvoll und möglich ist, auch gegensteuern. Mir scheint es so zu sein, dass solche Wahrheiten in Deutschland immer gern ausgeblendet werden. Vielleicht sogar verschwiegen. Gerade so, wie es am besten in die Zeit und zur aktuellen Diskussionslage passt.

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  3. Marc meint:

    Ja, ich denke auch das die Thematik und eine öffentliche Diskussion darüber soweit wie es geht unterm Teppich gehalten wird. Wenn Politik keine Antwort hat, dann schweig sie lieber…

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  4. Horst Schulte meint:

    Wir wissen, dass die Integration an unserem Verhalten gescheitert ist. Seit Jahren ist das im Bewusstsein aller. Geändert wird trotzdem nichts. Wir haben ja auch so wahnsinnig viel Zeit. Das ist einfach nicht zu begreifen.

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