Monatsarchiv: August 2010
Die Wahrheit tut weh und ist wohl auch nicht mehrheitsfähig
„Wenn es um die Solidarität von Armen mit Reichen, Verantwortungsvollen mit Verantwortungslosen oder Steuerzahlern mit Bankeigentümern und Bankmanagern geht, dann sehe ich das nicht als Solidarität“, zitierten ihn nationale Medien.
Der slowakische Finanzminister Rehn hat die ablehnende Haltung seiner Regierung zum Notpaket für Griechenland begründet. Er bezeichnete es als “falsches Signal” an die Finanzmärkte.
Diese Haltung ist richtig und natürlich auch vertretbar. Bevor nun viele allerdings in Jubelarien über die slowakische Haltung ausbrechen: Hätten wir, die Deutschen, das ebenfalls so gehalten, wäre der Euro vielleicht schon heute keine weiche Währung mehr, sondern eine, die sich weiter im freien Fall befände und deren Ende schon absehbar wäre.
Hartz IV: 50 Milliarden Euro für Lohnsubventionen aus Steuermitteln
Fast jeder dritte Euro aus dem Hartz-IV-System wird dafür ausgegeben, niedrige Löhne auf ein Mindestniveau anzuheben. Die Ausgaben für die sogenannten Aufstocker steigen kontinuierlich.
Dies ist die andere Seite des von der Regierung so genannten Job-Wunders. Die Unternehmen in Deutschland lassen zum Teil ihre Arbeitnehmer durch unsere Steuergelder bezahlen.
Der “Kombilohn” ist der von einigen Ökonomen (Prof. Sinn z.B.) angepriesene Beitrag zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit. Auf der anderen Seite schimpfen die gleichen Leute aber über einen ausufernden Sozialstaat! Für mich gibt es zwei Aspekte, die auf Dauer untragbar sind:
1.) Es kann nicht sein, dass immer mehr Menschen zu Bittstellern degradiert werden. Sie müssen Hartz IV beantragen und keiner, der das nicht tun musste, weiß, wie man sich dabei fühlen wird. Natürlich wird es Menschen geben, denen dies wenig ausmacht aber die meisten werden damit wohl ein ziemliches Problem haben. Das darf uns nicht gleichgültig sein.
2.) Es ist unanständig, dass Unternehmen ihre Geschäftsmodelle unter ausdrücklicher Einbeziehung solcher unwürdigen Methoden auf- und sogar ausbauen. Unternehmerisches Risiko sollte nie auf die Allgemeinheit verlagert werden. Und selbstverständlich auch nur zu einem Teil auf den Arbeitnehmer. Er trägt das Arbeitsplatzrisiko. Das ist groß genug!
So erklärt man(n) einer Frau die Abseitsregel
Du befindet dich in einem Schuhladen und stehst an der Kasse. Vor dir in der Schlange steht nur noch eine einzige Dame, eine nette, sympathische Erscheinung. sie scheint die Kassiererin zu kennen, gehören wohl irgendwie zusammen. Auf einmal entdeckst du auf dem Regal hinter der Kassiererin ein Paar Schuhe, in das du dich sofort verliebst.
Du hast zwar schon genügend Schuhe, aber dieses Paar ist einzigartig. du musst es einfach haben, dieses Paar ist nur geschaffen worden, um dir zu gehören. Du musst es besitzen, damit dein Leben glücklich weitergeführt werden kann. Es geht nicht mehr ohne dieses Paar Schuhe!
Plötzlich bemerkst du, wie die Dame vor dir in der Schlange, mit demselben Paar liebäugelt… die blöde Kuh! Per Blickkontakt signalisiert sie, dass das Paar nicht in deine Hände gelangen soll. Ihr beide habt nicht genügend Geld dabei, um das Paar zu bezahlen. Vordrängeln macht keinen Sinn ohne bezahlen zu können. Die Verkäuferin schaut euch geduldig an und wartet.
Deine Freundin, die gerade im Laden andere Schuhe anprobiert, erkennt deine missliche Lage und reagiert, wie es natürlich eine solidarisch-loyale Freundin tut, die man in einer Extremsituation wie dieser braucht. Sie plan, dir ihr Portemonnaie zuzuwerfen, damit du das hinterhältige, fiese Biest vor dir, geschickt umrunden und die Schuhe kaufen kannst. Sie wird dir den Geldbeutel über sie hinweg nach vorne werfen, und während dieser sich in der Luft befindet, umrundest du das Miststück, fängst das Geld und kaufst blitzschnell die Schuhe.
Aber! So lange deine Freundin den Akt des Zuwerfens nicht abgeschlossen hat, d.h., das Geld sich noch in ihrer Hand und nicht in der Luft befindet, darfst du dich beim Überholen zwar auf gleicher Höhe, aber nicht schon vor der anderen Kundin befinden… andernfalls bist du im Abseits! So, und jetzt müsste es sitzen!
Danke, Doro!
Foto: Torsten Bogdenand / pixelio.de
Komplette Werbeblöcke im TV für Internet-Firmen
Vielleicht habe ich einfach nur nicht aufgepasst. Denn gestern ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass im Vorabendprogramm ein kompletter Werbeblock (SAT 1) mit Werbung von Internet-Firmen gesendet wurde. Kein Waschmittel, kein Parfum, kein Auto. Nur Reisen, Partnervermittlungen, Schuhe und was weiß ich noch alles.
Für mich war die Ballung von Werbung dieser Vertriebsformen ein Zeichen. Spät in der Nacht ist das nichts besonderes, aber am frühen Abend denke ich ist es das schon.
War Bin Ladens Koch ein guter oder ein schlechter Koch?
Erstmals während der Amtszeit von Barack Obama ist ein Insasse des US-Gefangenenlagers Guantánamo verurteilt worden. Es handelt sich dabei um den früheren Koch von Terroristenchef Osama Bin Laden. Das Strafmaß blieb aus Sicherheitsgründen geheim.
Endlich sind jetzt auch die Köche dran!
Dass man einen Koch dafür verurteilt, dass er schlecht gekocht hat, kann ja vielleicht noch angehen. Aber dass er dafür verurteilt wird, dass er gut gekocht hat, ist schon was besonderes.
Oder beschränkte sich seine Tätigkeit für Osama Bin Laden nicht aufs Kochen? Ja, doch. Er soll auch als Fahrer und Leibwächter fungiert haben. Dann ist das natürlich was ganz anderes.
Diskriminierung im Alltag
Anfrage von Anwenderin:
Wenn ich einen Film auf meine Diskette speichern möchte, kommt die Meldung, dass auf der Diskette nicht genügend Speicherplatz vorhanden ist.
Dann versuche ich mit Verknüpfung-speichern und dann ist Platz genug und Film ist auf der Diskette.
Problem ist aber, wenn ich diesen Film auf der Diskette auf einem anderen PC anschauen möchte.
Da kommt die Meldung: -nicht gefunden. Aber auf meinem PC funktioniert es. Was kann es sein?
Antwort IT-Hotline:
Sehr geehrte Anwenderin,
in Ihre Handtasche passt Ihr Pelzmantel einfach nicht rein. Ein Zettel mit Vermerk, dass Ihr Pelzmantel im Schrank hängt, passt in Ihre Handtasche rein. Also solange Sie diesen Zettel daheim lesen, finden Sie Ihren Pelzmantel im Schrank.
Schwieriger wird es, wenn Sie Ihre Freundin besuchen und dort Ihren Zettel lesen und erfahren, dass Ihr Pelzmantel im Schrank hängt. In dem Schrank von Ihrer Freundin können Sie suchen, so lange Sie wollen, Ihren Pelzmantel finden Sie dort bestimmt nicht…
Noch eine Hilfe:
Handtasche = Diskette
Pelzmantel = Film
Zettel = Verknüpfung
Schrank = PC
Motten im Schrank = PC Virus
Nachbar im Schrank = Hacker
Danke Doro!
Ich neige zu Übertreibungen
Angeregt durch eine Blogparade habe ich mich dazu hinreißen lassen, meine sprichwörtliche Unbeständigkeit erneut unter Beweis zu stellen. In diesem Fall geht es nicht um WordPress-Themes und deren ständige Wechsel, sondern um die Gestaltung von PC-Desktops.
Die Zeit des Desktop-Modding scheint zwar inzwischen vorbei zu sein, aber wenn ich mir die verschiedenen über die Jahre von mir eingesetzten Desktops heute ansehe, könnte ich mich doch auch mit diesem Thema einmal wieder etwas intensiver beschäftigen.
Ich bitte strafmildern zu berücksichtigen, dass diese Sammlung über mehrere Jahre entstanden ist – übrigens auch mit bzw. unter mindestens zwei verschiedenen Betriebssystemen.
Für das Desktop-Modding habe ich übrigens folgende Tools benutzt, die ich auch heute (jedenfalls teilweise) immer noch mit Begeisterung einsetze.
1.) Window Blinds
2.) Object Desktop
3.) Fences Pro
4.) Desktop X
5.) Icon Packager
6.) AveDesk
Viel Spaß beim Durchsehen.
Wem das nicht gefällt, dem ist nicht zu helfen
In den letzten Tagen habe ich Ausschnitte aus diesem Film von Thomas Balmés mehrmals gesehen. Und das jedes Mal mit größtem Vergnügen. Das möchte ich euch, sofern ihr dieses bisher noch nicht hattet, natürlich nicht vorenthalten. Der Film mit dem schlichten Namen “Babys” kommt ab 19.8. in Deutschland in die Kinos.
So viel mal zum Thema ausufernder Sozialstaat
So schlimm, wie uns manche das verkaufen, ist es längst nicht. Ein Blick auf die absoluten Werte reicht nicht immer aus, um eine korrekte Bewertung vorzunehmen. Langfristig ist sogar festzuhalten, dass die Sozialabgabenquote seit Mitte der 70er Jahre sich nicht verändert hat und tendenziell sogar leicht sinkt.









