Um der Wahrheit die Ehre zu geben, bedarf es anderer Zeugen als den PI-News

September 12, 2010 2 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 100 x aufgerufen.
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Um der Wahrheit die Ehre zu geben, bedarf es anderer Zeugen als den PI-News

Der Islamhasser Geert Wilders war in New York und hat vor angeblich 40.000 (lt. PI) Amerikanern dagegen gewettert, eine Moschee in der Nähe des “Ground Zero” zu erbauen. Das hat natürlich die Sympathie der auch durch Sarrazin aufgewerteten Muslimhasser in unserem Land. Die große Sorge um unser Land treibt sie um, und da kann man schon mal ein paar Zahlen durcheinander bringen.

(L to R) New York Governor David Paterson, US Vice President Joe Biden and his wife Jill Biden, New York City Mayor Michael Bloomberg and New Jersey Governor Chris Christie place roses in the reflecting pool at a ceremony at Ground Zero in memory of victims of the 9/11 terrorist attacks September 11, 2010 in New York City. Thousands gathered to pay solemn homage on the ninth anniversary of the terrorist attacks that killed nearly 3,000 people on September 11, 2001. UPI/Andrew Mills/Pool Photo via Newscom

Was schreiben den unsere ein wenig seriöseren Medien so über den Demonstrationsauftritt des Hasspredigers aus Holland?

Nach Ende der Trauerfeiern versammelten sich in New York rund 1500 Befürworter des Baus eines muslimischen Gemeindezentrums mit Moschee. Später kamen in unmittelbarer Nähe rund 2000 Demonstranten zusammen, um gegen den Bau zu protestieren. An der Demonstration der Moschee-Gegner beteiligte sich auch der niederländische Rechtspopulist und Islamgegner Geert Wilders. (Quelle: SpOn)

Insgesamt waren es also 3.200 (wohlwollend gerechnet). Mal sehen, ob wir noch andere Quellen als den Spiegel im Netz finden.

…vor mehreren hundert Zuhörern erklärte er, der Bau einer Moschee nahe des Orts der Terroranschläge 2001 würde die Opfer der Terroranschläge verraten. (Quelle: Welt-Online)

Mehrere hundert Zuhörer belohnten Wilders markige Sprüche mit viel Applaus.
(Quelle: Blick)

Mehrere Hundert Menschen beteiligten sich an der Demonstration gegen das islamische Gemeindezentrum mit Gebetsraum, das unweit der Stelle gebaut werden soll, an der das World Trade Center stand.
Einer der Hauptredner war der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders. New York dürfe nicht zum “Neuen Mekka” werden, rief er der jubelnden Menge zu. (Quelle: Reuters)

Die Amerikaner fühlen sich allerdings wohl weitaus weniger bedrängt, als es viele Holländer und Deutsche offenbar tun. Schließlich beträgt der Bevölkerungsanteil der Muslime in den USA gerade einmal 0,5 %. In den Niederlanden sind es 1,3 %. Da liegen wir mit 3,9% und Frankreich mit 9% aber deutlich darüber.

Warum soll eigentlich unter diesen Voraussetzungen, ein Mann wie Wilders den Amerikanern neue Erkenntnisse zum Stand ihrer eigenen Beziehungen zu “den” Muslimen bringen? Sie brauchen vielleicht einiges aber diesen Mann wohl ganz bestimmt nicht. Sie haben ja eigene Fanatiker, die ihre Sache für Gleichgesinnte sicher ganz prima machen. Jones ist ja nicht der einzige fanatische Spinner in den USA. Und Frau Palin gibt es schließlich auch noch.

Jedenfalls haben die Zahlen eher mit der Bedrohung zu tun, der sich offenbar mancher gegenüber sieht. Das furchtbare Verbrechen an 11. September 2001 ist geschehen, und es wurde von Muslimen verübt. Es war eine von vielen weiteren Gewalttaten, für die der Islam in kollektive Haftung genommen wird. Jedenfalls von Leuten, die offenbar vergessen haben, dass die Geschichte in vielen Facetten das Gegenteil nahegelegt hat.

Nichtsdestotrotz bestehen viele Hetzapostel (natürlich sind es nicht immer Christen!) in Deutschland darauf, eine ganze Religion für die Verbrechen einiger Extremisten verantwortlich zu machen? Und wohin soll das führen? Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen leben hier zusammen. Fast 4 Mio. Muslime sind darunter. Offensichtlich ist das problembeladen. Das soll nicht verschwiegen werden. Vielleicht ist die Zeit reif, jetzt die richtigen Schritte zu tun und die Probleme anzugehen. Sie wurden oft beschrieben. Nun muss man sie auch gehen.

Auf Leute wie Wilders und seine Anhänger in Deutschland sollten wir nicht hören. Sie werfen anderen gern die Neigung vor, in politischer Korrektheit zu verharren und als so genannte Gutmenschen die wirklichen Zustände nicht zur Kenntnis zu nehmen.

Dabei sind sie es, die nicht sehen wollen, dass wir seit Jahren eine unumkehrbare multiethnische Gesellschaft in Deutschland haben. Multi-Kulti kann scheitern. Aber wir alle leben in dieser multikulturellen Gesellschaft.

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2 Kommentare

  1. Kiri 13. September 2010 at 00:38 -

    Igitt. PI-News. Da krieg ich schon beim Namen das leicht unattraktive Kotz-Gefühl in meinem Magen. :klo:

  2. Horst Schulte 13. September 2010 at 10:55 -

    Ja, leider sind aber diese Leute (durch Sarrazin) stark im Aufwind. Und das wissen sie und die Hetze wird weiter verstärkt.