“Unter Verdacht: Tausend Augen” – zielgruppengerechte Drehbuchinhalte

September 13, 2010 Kommentare deaktiviert | Dieser Artikel wurde 48 x aufgerufen.
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“Unter Verdacht: Tausend Augen” – zielgruppengerechte Drehbuchinhalte

“Unter Verdacht” mit Dr. Eva-Maria Prohacek, alias Senta Berger, ist für mich schon allein wegen ihr Pflichtprogramm – jedenfalls, wenn es irgendwie zeitlich passt. Dass die Folge “Tausend Augen” schon im November 2009 auf “Arte” ausgestrahlt wurde, hatte ich gar nicht mitbekommen.

Deshalb gab’s also am Samstag –wie in den Sommermonaten fast nur noch- endlich mal keine Wiederholung zu sehen, sondern einen richtig guten Krimi.

MUNICH, GERMANY - SEPTEMBER 24:  New ambassador for the Jose Carreras Leukaemia foundation Senta Berger attends the announcement ceremony on September 24, 2009 in Munich, Germany.  (Photo by Johannes Simon/Getty Images)

Interessant fand ich die erkennbare Mühe, die sich der Regisseur damit gab, die technischen Hintergründe etwas ausführlicher ins Bild zu setzen. Er ging wohl davon aus, dass die überwiegende Anzahl der Zuschauer ältere Menschen sind. Bei einem Samstagabendkrimi vermutlich eine richtige Annahme. Für jüngere Leute, die sich mit moderner Kommunikationstechnik tagtäglich auseinandersetzen, hätte es der für meine Begriffe ein wenig langwierig geratenen Detailerklärungen nicht bedurft.

Für die zuständige ZDF-Redakteurin Elke Müller erinnert der Krimi an den gläsernen Menschen, wie er in George Orwells Zukunftsroman „1984“ vorweggenommen wurde. Die modernen Kommunikationstechniken seien Fluch und Segen zugleich. „Die meisten Menschen nutzen selbst und zum Teil mit Begeisterung die Errungenschaften der neuen Technik, denn sie erleichtern einem vieles im Leben“, sagt Müller. „Wer kann sich heute noch vorstellen, ohne Handy unterwegs zu sein? Oder ohne Navigationssystem durch eine fremde Stadt zu kurven? Und seien wir mal ehrlich: Sind wir nicht auch erleichtert, wenn nach 25 Jahren ein Serienkiller gefasst wird, weil er achtlos ein Stück Pizza weggeworfen hat?“ Einer der beiden Drehbuchautoren war Hartmut Block, der sich immer von realen Geschichten inspirieren lässt, „besonders aus Spannungsfeldern, in denen Amtsträger gern mal ihre Befugnisse überschreiten“, wie er sagt. „Dann recherchieren wir, verbinden Geschichten, denken sie weiter, machen sie ein bisschen größer als das Leben und spitzen sie so zu, bis sie Leib, Leben und Integrität von Opfern und Helden bedrohen.“
Quelle: Tausend Augen – Märkische Allgemeine – Nachrichten für das Land Brandenburg

Besonders reizvoll finde bei den “Unter Verdacht”-Folgen das permanente gespannte Verhältnis zu ihrem Chef Dr. Claus Reiter, der von Gerd Anthoff exzellent dargestellt wird.

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