Monatsarchiv: September 2010
Pharmaindustrie macht Kasse
Man hört es immer wieder: Deutsche Autos sind in Deutschland teuer als in anderen Ländern. Bei anderen Produkten ist es nicht anders und nun hören wir (mal wieder), dass auch die pharmazeutischen Produkte zum Teil 545% mehr kosten als in Schweden.
Ja, das ist ärgerlich. Aber Leute, ihr wisst doch, wir leben in einem kapitalistischen System. Die Unternehmen nehmen was sie kriegen können. Sie machen riesige Gewinne und maulen auf der anderen Seite darüber, wenn die Gewerkschaften für ihre Leute ein paar Prozentpunkte mehr haben möchten.
[pullquote_right]Mit dem Omelprazol-Präparat Omep wurde in Deutschland 2009 ein Umsatz von 182 Millionen Euro erzielt. Der Hersteller Sandoz hat dabei einen schönen Gewinn gemacht. Immerhin lag der Preis pro 100-Kapsel-Packung mit 60,46 Euro hierzulande 545,9 Prozent über dem in Schweden, wo das Omep 9,36 Euro kostete. (Quelle: KStA)
[/pullquote_right]Denkt an morgen! Dann habt ihr auch diese grandiose Unverschämtheit erfahrungsgemäß auch schon wieder vergessen. Auch, dass diese so genannte bürgerliche Regierung, insbesondere natürlich unser Gesundheitsminister von der FDP an dieser Sauerei maßgeblich mitgewirkt hat. Der behauptet frech, den Pharmakonzernen Milliarden abnehmen zu wollen. Die Wahrheit aber kann man im Arzneiverordnungsreport nachlesen.
Angeblich kriegen von den unverschämten Margen aber andere auch was ab. 43 Prozent gehen angeblich an Apotheker und Großhändler. Na, dann ist ja alles gut.
Der Sommer bringt’s nicht mehr
So sehr sich dieser Altweiber-Sommer auch bemüht, wenigstens noch eine Spur des Sommers anzudeuten, es will ihm einfach nicht gelingen. Unsere letzte Urlaubswoche neigt sich ihrem Ende entgegen, und der Sommer verliert zusehends an Kraft.
Letzte Woche Donnerstag waren wir noch an diesem prachtvollen Ort. Kaum zu glauben, dass das nun schon eine ganze Woche zurückliegt. Ich krieg das arme Tier.

Premium–WordPress-Theme zum kostenlosen Download
Blogingbloging.com stellt heute das superschicke WordPress Theme “Ebotary” vor. Wie es sich für ein Premium-Theme gehört sind eine Menge Features vorhanden, die den Umgang damit vereinfachen.

[note_box]Demo: http://www.blogingbloging.com/demo/?themedemo=Ebotary[/note_box] [download_box]Download: http://www.blogingbloging.com/download/EBotary.zip[/download_box]
Ein besonderes WordPress-Theme: The Seven Five
Heute fand ich das interessante WordPress-Theme “theSevenFive”. Es enthält Funktionen, die in dieser Form selten oder sogar einzigartig sind.
Im Administrationsbereich fällt bei den Widgets sofort auf, dass es dort nur einen definierten Bereich gibt. Dieser gilt nicht für die linke oder rechte Seite oder den Footer, sondern für die Anzeige des Blog-Inhaltes.
Seiten- bzw. Fußbereiche gibt es bei diesem Theme nicht. Ähnlich wie bei Sweetcron kann man im Blog einen Lifestream einrichten. “The Seven Five” steht (nehme ich mal an) für die folgenden Dienste: Feed, Flickr, Twitter, Last.fm, YouTube, Delicious und Vimeo.
Schön fand ich auch die Umsetzung des Flickr-Bereichs (Lastest Pictures). Fahrt mal mit der Maus über die vorhandenen Fotos. Das Theme ist kostenlos und die Einrichtung geht über das Konfigurationsmenü fix vonstatten.
[note_box]Demo: http://www.3beine.de[/note_box] [download_box]Download: http://www.press75.com/downloads/seven-five.zip[/download_box]
Sauerland: Parteiinteresse wichtiger als das Gerechtigkeitsempfinden vieler Bürgerinnen und Bürger
Der Oberbürgermeister von Duisburg heißt weiter Adolf Sauerland. Er stellte sich einem Abwahlverfahren und konnte sich auf seine Partei (CDU) verlassen.
Sie hat geschlossen gegen die Abwahl Sauerlands gestimmt. Die notwendige 2/3 Mehrheit wurde verfehlt.
Die Partei hält ihn also für unschuldig. Oder geht es etwa, wie meistens, nur um das Ansehen der Partei?
Man hat den Eindruck, dass die 21 Toten der Loveparade vergessen wurden. Jedenfalls ist offensichtlich keiner bereit, die Verantwortung für das Unglück zu übernehmen. Führende Köpfe unseres Landes nehmen nicht mehr Stellung, sie erklären Herrn Sauerland durch ihr Verhalten zur Unperson. Ich weiß nicht, ob das das selbe ist.
Gestern Abend bei der "Sinfonie der Tausend" im Duisburger Landschaftspark durfte Adolf Sauerland nicht mit auf das offizielle Foto mit dem Bundespräsidenten.
Die Türen gehen auf, Regenschirme werden gespannt, Bundespräsident Christian Wulff (CDU) und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) steigen aus. Fritz Pleitgen, Geschäftsführer Ruhr 2010, nimmt die beiden in Empfang. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland steht nur daneben. Keiner will mit ihm reden.
Wulff und Kraft würdigen Sauerland vor Beginn des Konzerts "Sinfonie der Tausend" keines Blickes. Auch als die Kameras der Fotografen für das offizielle Begrüßungsfoto klicken, steht Sauerland zwei Meter daneben im Abseits. Das Duisburger Stadtoberhaupt wird demonstrativ ins Abseits gestellt, zum Außenseiter in seiner eigenen Stadt gemacht. Während Wulff Autogramme schreibt, wird Sauerland ausgebuht.
(Quelle:«Sauerland in eigener Stadt Außenseiter | RP ONLINE»)
Für mich klingt das nach schlechtem Stil führender Politiker/innen. Sie sind besorgt um ihr eigenes Image. Sie führen sich auf wie Pharisäer. Und an die Toten denkt dabei nach meiner Überzeugung niemand. Ebenso wie die 41 Abgeordneten der CDU-Fraktion, die sich gestern solidarisch mit Herrn Sauerland zeigten und gegen seine Abwahl stimmten.
Wieder einmal ist es der Justiz überlassen, für Gerechtigkeit zu sorgen.
Aber zunächst geht es immer noch um die Frage, wer eigentlich die Verantwortung für das Unglück zu tragen hat.
Präsident Wulff vermittelt einen Deal
Wulff hat sich bezüglich der Bundesbank durch seine voreiligen Empfehlungen im Fall Sarrazin selbst in die Bredouille gebracht. Dass er später ein Problem damit hatte, seine Unterschrift unter die Entlassungsurkunde zu setzen, weil er sich damit den Anfeindungen eines Teiles der Bevölkerung und der Medien ausgesetzt hätte, wollte er unbedingt vermeiden. Dafür kann man Verständnis haben.
Dass Sarrazins plötzlicher Sinneswandel mit einem Deal zu tun haben würde, lag auf der Hand. Dafür war seine Haltung in Bezug auf sein Amt vorher zu deutlich. Nun schreibt der Spiegel, dass Präsident Wulf persönlich eingegriffen hätte. Er musste also ob Sarrazins “Einsicht” nicht erleichtert sein, wie es in den Medien hieß. Er hatte diese Einsicht mit unserem Geld erkauft. Das ist einfach skandalös und schadet Wulff mehr als es das Dilemma, in das er geraten wäre, hätte er sich nicht an diesem “Deal” beteiligt.
Sarrazin erhält dem Vernehmen nach ab Oktober eine um monatlich rund tausend Euro erhöhte Altersversorgung von etwa 10.000 Euro. Nach Informationen des SPIEGEL hatte sich Bundespräsident Christian Wulff aktiv in die Vereinbarungen zwischen Bundesbank und Sarrazin um die Pension eingeschaltet und in dem Deal vermittelt.
Quelle: Debatte über Altersbezüge: Sarrazin verteidigt Edel-Pension – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik
Einmal kacken: 500 Euro
Grill-Abfall am Rheinufer, weggeworfene Kaugummis, Wildpinkeln: Die Stadt will dem schmudddeligen Straßenbild Kölns den Kampf ansagen. Stadtdirektor Guido Kahlen will Müllsünder künftig stärker zur Kasse bitten und hat einen neuen Bußgeld-Katalog erarbeitet.
Quelle: 500 Euro Bußgeld für Hundekot – Kölner Stadt-Anzeiger
Ich finde, das tut Not(durft). Überall Hundescheiße. Egal, ob auf den Wiesen oder am Straßenrand überall nur Scheiße. Ich finde es gut, dass dagegen jetzt mal was unternommen wird.
Hat “Wildpinkeln” eigentlich was mit Stehendpinkeln zu tun? Ich frage nur mal so. Das wird wohl hoffentlich nicht so teuer werden…
Foto Vera – pixelio.de
Was für ein cooler Dispenser
Die Frage bleibt offen, was wohl passiert, wenn man links drückt. Nasenbluten? 17,99$ könnte man vielleicht dafür mal ausgeben. Mal sehen, was meine Frau meint.





