Wer sollte nochmal für die Kindererziehung zuständig sein?

Oktober 20, 2010 2 Kommentare » | Dieser Artikel wurde 38 x aufgerufen.
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So viele sind der Meinung, dass Hartz-IV-Bezieher sich nicht genug um ihre Kinder kümmern. Wie immer werden wir festhalten können, dass es solche Fälle gibt.

Und wenn nur laut genug geschrien wird, steht diese Regierung nicht an, etwas zu unternehmen *haha*. 

Jetzt wird es also Gutscheine geben, die die einen vorlegen und die anderen nicht. Deshalb wirken sie diskriminierend. Viele echauffieren sich, weil der Staat sich dazu aufschwingt, “Staatserziehung” zu etablieren. Es würde mich nicht wundern, wenn die Kritiker der Regierungsentscheidung überwiegend mit der Gruppe von Leuten identisch wären, die die öffentliche Meinung über die Unfähigkeit zur Kindererziehung von Hartz-IV-Empfängern mit geprägt haben.

Genauso funktioniert wohl die Gegenalles-Demokratie. Schizophrenie ist übrigens eine Krankheit.

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2 Kommentare

  1. Stadtneurotiker 20. Oktober 2010 at 21:37 -

    Das Problem daran ist, daß RTL & Co. mit ihren verheerenden Formaten dafür gesorgt haben, daß viele Hartz-IV-Empfänger mit Asozialen gleichsetzen. Die Regierungskoalition hat anscheinend auch zu viel davon gesehen…

  2. Horst Schulte 21. Oktober 2010 at 09:54 -

    Man könnte glauben, dass es so geplant war. Bei “Hart aber fair” wurden übrigens gestern nur Leute von der Straße befragt, die (geschätzt) alle mindestens über 65 Jahre alt waren. Alle Rentner und alle mit einer abfälligen Meinung über Hartz IV – Empfänger. Junge Leute kamen nicht zu Wort. Vielleicht hätten diese sich wenigstens ein bisschen differenzierter geäußert. Ältere Leute wiederum gehören ja nicht unbedingt zur Klientel der privaten Fernsehsender.

    Die öffentliche Meinung ist geprägt von Diskussionen, die aufgrund ihrer Grundtones alle möglichen Bevölkerungsgruppen stigmatisiert. Hartz IV, Migranten, Politiker. Wir verlieren mehr und mehr unsere Fähigkeit zu differenzieren.