Ich habe viel Sinn für Romantik. Deshalb müsste ich der Absicht des schweizerischen Ehepaares, auf den Malediven ihr Ehegelöbnis zu erneuern, etwas abgewinnen können. Dass ich es nicht tue und die bestimmt schlimme Erfahrung, über die dieser Film berichtet mit Schadenfreude quittiert habe, liegt vielleicht daran, dass ich auf das Ehepaar neidisch bin.
Allerdings weiß ich, dass sehr viele Muslime schlecht über die westliche Lebensart denken und genau das auch immer “offener” zum Ausdruck bringen. Auf den Malediven ist der Islam Staatsreligion. Gleichzeitig lebt der Inselstaat vom Tourismus, der seit Anfang der 70er Jahre, immer schneller gewachsen ist. Heute stehen in der Tourismus-Industrie 22.000 Arbeitsplätze (knapp 400.000 Einwohner) zur Verfügung. 30 % trägt der Tourismus zum Bruttoinlandsproduktes des Landes bei.
Weil die wirtschaftliche Bedeutung so hoch ist, entschuldigte sich die dortige Regierung für den Vorfall. Ich glaube nicht, dass die Beleidigungen, die dem schweizerischen Ehepaar zuteil wurden, dazu führen könnten, das westliche Touristen sich hiervon in großer Zahl abschrecken ließen. Schließlich haben die schlimme Naturkatastrophen in der Region kommen und gehen sehen und haben sich auch von diesen nie abschrecken lassen.
Abgesehen davon möchte ich nicht wissen, was manche Einheimische über uns Touristen beispielsweise auf der Lieblingsinsel der Deutschen (auf Malle) über viele von uns schon “los gelassen” haben. Und zwar auch bei Gelegenheiten, bei denen die Beschimpften leibhaftig dabei gewesen sind. Schließlich können viele Deutsche immer noch wenig bis kein spanisch, obwohl sie die Ferieninsel jedes Jahr (vielleicht sogar mehrmals) besuchen.











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