Ein Thema, das eigentlich alle Menschen angeht, dessen psychische Belastungen aber, so zeigen beide Filme auf das Eindrücklichste, bei den Frauen hängen bleiben. Weil sie es sind, denen es unmöglich ist, sich mit professionellem Abstand gegen das Leid zu panzern.
Ich verstehe Nikolaus von Festenbergs Text als allgemeine Feststellung, die sich also weniger auf die beiden Krimis als auf das Leben im Allgemeinen bezieht.
Meines Erachtens wäre es ansonsten eine sehr oberflächliche und falsche Beschreibung. Männern ist es nach meiner Überzeugung ebenso unmöglich gegen allgegenwärtiges Leid (nicht nur das eigene) einen professionellen Abstand zu halten. Vielleicht kann man dazu feststellen, dass die Emanzipation längst auch die Männer “eingeholt” hat.












Wenn es Männern prinzipiell unmöglich wäre, professionellen Abstand gegen das Leid haben zu können, bedürfte es ja keiner Emanzipation.
Ja, die doppelte Verneinung hat was.