Monatsarchiv: Oktober 2010

Im Fußball werden Spieler manchmal ausgepfiffen

Oktober 12, 2010 4 Kommentare »

Mich hat gestört, dass Mesut Özil in Berlin bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde. Er ist ausdrücklich dafür zu loben, dass er sich davon unbeeindruckt gezeigt hat – jedenfalls äußerlich. In den Medien wurde herausgestellt, dass die türkischen Zuschauer “fanatisch gepfiffen” hätten. Ja, gepfiffen haben die Türken. Der Grund ist allen geläufig. Im deutschen Fußball scheint es so etwas allerdings anscheinend nicht zu geben.

Ich will daran erinnern, dass es in der Bundesliga sehr viele Fußballspiele gab, bei denen Spieler, die die Mannschaft gewechselt hatten, von den Fans der ehemaligen Mannschaft (manchmal in Serie) ebenso gnadenlos ausgepfiffen wurden, wie Özil letzten Freitag.

Eingedenk der aktuellen Diskussionslage aber machen daraus viele (und die Medien leisten bereitwillig ihren Beitrag dazu) einen “Beleg” für das Scheitern eines Integrationsmodells. Es sind die Gleichen, die sonst, was natürlich folgerichtig ist, penetrant und unaufhörlich vom Scheitern der Integrationspolitik sprechen.

Man kann gerade Ereignisse während eines Fußballspiels ganz prima zur Volksverdummung nutzen.  Fußballfans sind da im Vorteil. Die werden nämlich gleich erkennen, dass ein Pfeifkonzert gegen einen Spieler, auch in diesen Ausmaßen, nicht so selten ist. Zumal dann, wenn der, um den es geht und dessen “Verlust” man beklagt, solche fußballerischen Qualitäten aufweist.

Diese Burkas lob’ ich mir

Oktober 11, 2010 1 Kommentar »

Niqabitch secoue Paris from NiqaBitch on Vimeo.

Die trauen sich was, die Mädels. Ich finde nicht, dass man Burkas verbieten sollte.

[via]

Mangelnde Führungsstärke vs. Radikalität

Oktober 10, 2010 2 Kommentare »

Bisher habe sich die Kanzlerin ja nicht durch Entscheidungsstärke hervorgetan, sagte Cem Özdemir im Deutschlandfunk. Das habe sich geändert. Jetzt spitze sie zu und ziehe Konflikte wie Stuttgart 21 auf die Bundesebene, sagte Özdemir dem Sender. Die Laufzeiten für Atomkraftwerke habe sie statt um nur wenige Jahre gleich um durchschnittlich zwölf Jahre verlängert, was eine Verdreifachung der Atommüllmenge zur Folge habe. “Sie wählt den harten, den knallharten Weg”, so Özdemir.

Da sieht man es wieder. Die Regierung kann es niemandem mehr recht machen. Vor allem die arme Merkel. Zuerst wird sie kritisiert, weil sie keine Führungsstärke zeigt. Ja, sie wurde ihr sogar bis vor kurzem komplett abgesprochen. Und nun? Nun ist sie zu radikal. Leute, entscheidet euch mal…

geschrieben via email von Auf Krawall gebürstet

Aus einem Interview mit Robbie Williams

Oktober 10, 2010 1 Kommentar »

ZEITmagazin: Wie definieren Sie »erwachsen«?

Williams: (denkt lange nach) Als einen Zustand kompletter Freudlosigkeit.

Das unterschreibe ich – sofort! :-)

geschrieben via email von Auf Krawall gebürstet

Solomon Burke im Alter von 70 Jahren verstorben

Solomon Burke im Alter von 70 Jahren verstorben
Oktober 10, 2010 Kommentare deaktiviert

Solomone Burke ist heute im Alter von 70 Jahren in Amsterdam verstorben. Burke galt als einer der großen Soulsänger und –Komponisten.

Desktop am 10.10.10

Desktop am 10.10.10
Oktober 10, 2010 4 Kommentare »

Desktop 10.10.10

An diesem besonderen Datum muss auch ein besonderes Wallpaper (für meinen Desktop-PC) her. Also habe ich die zuletzt gefundene Wallbase einmal gründlich durchsucht. Unter dem Tag “Music” wurde ich fündig – auch in einer Auflösung, die für “Hendrix-Zeiten” auch heute noch einigermaßen akzeptabel ist.

Gestern Nacht war irgendwo im Ort eine Liveband unterwegs. Keine Kirmesband – eine Kirmes gab es nicht. Sie spielten noch gegen 2.00 Uhr. Ausnahmsweise hatte ich Spaß am nächtlichen Lärm. Gute, alte Titel. U.a. The Wall von Pink Floyd. Und das wirklich nicht schlecht. Jedenfalls wippte mein Fuß im Bett, obwohl ich mich doch eigentlich schlafen gelegt hatte. Roger Waters, der damalige musikalische Kopf der Band ist ja im Moment mit “The Wall” auf Tour. Aber der war nicht hier. Das hätte ich rausgehört Smiley

Das Gejammer über nicht beachtete Menschenrechte klingt mir wie ein Tinnitus im Ohr

Oktober 10, 2010 9 Kommentare »

Wir loben und ehren Liu Xiaobo, einen chinesischen Mann, der unter Einsatz seines Lebens für Menschenrechte eintritt. Dieser Friedensnobelpreis gibt uns den Glauben daran zurück, dass der Preis doch seinen Sinn hat.

Wie vereinbaren wir das aber damit, dass die millionenfache Unterdrückung und Ausbeutung chinesischer Arbeiterinnen und Arbeiter sowie der dortigen Umwelt von unseren kapitalistischen Leuchtfeuerträgern betrieben wird? Haben die großen Wirtschaftsmächte, allesamt aus demokratische Staaten, übersehen, dass ihr wirtschaftliches Engagement im Reich der Mitte zur Entwicklung und Stabilisierung eines Systems beigetragen haben, das sie doch vorgeblich  abgelehnt und gekämpft haben?

Selbstverständlich haben sie das nicht! Die Politik hat den Wünschen der Kapitalisten entsprochen und die Weichen dafür gestellt, dass viele Wirtschaftszweige ihr “Engagement” in lukrative neue Regionen (Märkte) verlagern konnten. Wir wussten und ignorierten es, dass humanitäre und ökologische Aspekte dabei keine Rolle spielten, wenn uns auch durch “Experten” andere Entwicklungsmöglichkeiten vorgegaukelt wurden. Es ging immer nur um wirtschaftliche Interessen.

Von dieser Expansionspolitik, das bekommt man prompt als Argument entgegengeschleudert, hätten ja schließlich hier auch alle profitiert. Die Verlierer der Globalisierung lassen grüßen!

Die wohlfeilen Appelle mancher Politiker bei ihren Besuchen in China, die wiederum in erster Linie wirtschaftlichen Interessen dienten, haben die chinesische Führung nie wirklich beeindruckt. Das Gejammer über nicht beachtete Menschenrechte klingt mir wie ein Tinnitus im Ohr.

Ich erinnere an das Klagen vieler Medien und Politiker, als der Dalai Lama von Merkel empfangen wurde und der voraussehbare chinesische Protest negative wirtschaftliche Konsequenzen prophezeite. Nun loben und preisen die gleichen Leute die Weitsicht des Nobelpreiskomitees und die Chinesen attackieren Norwegen, weil aus ihrer Sicht ein “Krimineller” den Preis erhalten habe. Xiaobo wurde erst im Dezember 2009 zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt. Begründung: „Untergrabung der Staatsgewalt“.

Liu Xiaobo wird die Medien einige Tage beschäftigen und sein tapferer Widerstand wird zum Zeitpunkt der Preisüberreichung erneut für einige Tage überall präsent sein. Vielleicht sorgt die Verschleppung seiner Ehefrau Liu Xia über einen gewissen Zeitraum dafür, dass es nicht wieder schnell sehr still wird um den Preisträger und um sein Anliegen.

Wieso wird Bundespräsident Wulff für etwas Selbstverständliches kritisiert?

Oktober 8, 2010 13 Kommentare »

Zunächst habe ich mich darüber gewundert, dass die Kritiken über Wulffs Rede so positiv waren. Aber ich musste nicht lange warten. Die Inhaber der deutschen Leitkultur reklamierten lautstark, dass der Islam und damit über 3 Mio. in Deutschland lebende Menschen eben doch nicht zu uns gehören.

Dabei hat Wulff in der gleichen Rede auch gesagt, unter welchen Bedingungen diese Zugehörigkeit zu sehen ist. Aber für ganze Sätze und schon gar nicht für Reden sind manche Leute nicht zugänglich.

Und dennoch, wir sind weiter, als es die derzeitige Debatte vermuten lässt: Es ist Konsens, dass man Deutsch lernen muss, wenn man hier lebt. Es ist Konsens, dass in Deutschland deutsches Recht und Gesetz zu gelten haben. Für alle. Wir sind ein Volk. (…)

Niemand sollte vergessen, was er auch dem Zufall seiner Geburt und unserem Land zu verdanken hat  und er sollte es als seine Pflicht begreifen, unserem Gemeinwesen etwas zurückzugeben.

Vermutlich geht doch nicht nur Wulff davon aus, dass es hier einen Konsens gibt, der eben auch Bedingungen einschließt. Und das sind nun einmal unsere Bedingungen. Für mich hat er das auch klar gesagt.

Es war richtig, dass der Bundespräsident betont, der Präsident aller Deutschen, auch der Muslime, zu sein. Dass der Islam nicht zu unserer Kultur gehöre ist in meinen Augen auch faktisch nicht haltbar. Wer nur ein wenig die Geschichte bemüht, wird viele Hinweise darauf finden, dass es sehr wohl für uns alle bedeutende Bereiche gibt, die vom Islam maßgeblich beeinflusst und geprägt wurden. Ich denke an die Philosophie, die Medizin oder auch die Architektur.

Es gibt begründete Kritik an Fehlern der Integrationspolitik und natürlich am Verhalten mancher Migranten. Das führt uns aber nicht weiter. Wulffs Rede sollte integrierend wirken. Und das war in dieser Phase in meinen Augen nötig und richtig.

Es gab, befeuert durch Sarrazins Buch, eine Debatte, die es nicht an Deutlichkeit fehlen ließ. Es gibt in diesem Diskurs viel Richtiges aber auch viel Falsches. Ich bin Wulff dankbar, dass er den Versuch gemacht hat, das Verbindende zu betonen. Es war an der Zeit.



Mein aktueller Desktop

Mein aktueller Desktop
Oktober 7, 2010 8 Kommentare »

Der Desktop meines Notebooks sieht aktuell so aus:

Desktop 07.10.2010

In den letzten Tagen habe ich zwei tolle Adressen für Wallpaper bei Thomas entdeckt. Eine durch seinen Beitrag, eine andere durch JürgenHugo in einem der Kommentare zu Thomas’ Beitrag. Auf beiden Websites kann man sich richtig verlieren. So toll sind die dort zu findenden und frei herunterzuladenden Bildschirmhintergründe.

Der Horst im internationalen Geschäftsumfeld

Der Horst im internationalen Geschäftsumfeld
Oktober 6, 2010 2 Kommentare »

Gerade vor ein paar Tagen las ich mal wieder was über “den” Horst. Auch wenn ich feststellen darf, dass der “Like-Button”, um den es da ging, hier schon eine Weile nicht mehr zu finden ist. Aber – es finden sich genügend andere Geschichten rund um den Horst.

Gestern erhielt ich die E-Mail einer noch neuen relativ neuen Kollegin. Sie ist Polin und schrieb mir diese Mail, die wohl auch zeigt, wie ungewöhnlich mein Vorname jetzt, im 21. Jahrhundert zu sein scheint SmileyZwinkerndes Smiley.

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