In Amerika werden sich viele befriedigt durch die große Wahlschlappe, die sie Präsident Obama zugefügt haben, zurücklehnen. Für viele unbeteiligte Beobachter in Europa bleiben sowohl dieser selbst für dortige Verhältnisse ungewöhnlich brutale Wahlkampf (darf man ihn so überhaupt noch nennen?), als auch die Ungeduld “der” Amerikaner in Erinnerung, mit der sie ihrem einstigen Hoffnungsträger eine Abfuhr erteilt haben. Die Ausmaße haben selbst Pessimisten negativ überrascht.
Nun werden Tea-Party und Republikaner vielleicht zwei weitere Jahre ins Land gehen lassen, ohne sich konstruktiv an der Lösung der Probleme zu beteiligen. Dabei hätten sie allen Grund, genau dies zu tun. Es war nämlich einer der ihren, der maßgeblich zu den Problemen beigetragen hat. George W. Bush, dieser unsäglichste aller Präsidenten der jüngeren Vergangenheit, hat dem Land das zugemutet, was nun Obama zugeschrieben wird. Aber zum Glück für die Republikaner ist das Gedächtnis der Wählerinnen und Wähler auch in den USA grottenschlecht.
Wir gehen in Deutschland alle 4 Jahre zur Bundestagswahl. Die Landes- oder Kommunalwahlen werden auch bei uns gern als Menetekel für die Zukunft der jeweiligen Bundesregierung hergenommen. Wenn jedoch Baden-Württemberg wirklich für die CDU im Frühjahr nächsten Jahres verloren gehen würde, wäre das für Merkels Regierung nach meiner Überzeugung bei weitem nicht so folgenreich, wie das Ergebnis der gestrigen Abstimmung gegen Obama.
Ich glaube nicht daran, dass Obama unter diesen Vorzeichen und gegen diese Phalanx aus brutalen Meinungsmachern bestehen wird. Der Hass in den USA ist so groß, dass man um Leib und Leben des Präsidenten fürchten muss. Oder bin ich einer inszenierten Show auf den Leim gegangen?











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