Vom 2. bis 19.11. statten zwei Näherinnen aus Bangladesh Deutschland einen Besuch ab. Sie wollen auf die schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam machen, für die auch deutsche Unternehmen verantwortlich sind. Wer nicht blind und taub ist, weiß natürlich längst, zu welchen “Löhnen” die Menschen in den Ländern arbeiten müssen, die von den Kapitalisten als lukrative Ziele für ihre Ambitionen in den Zeiten der Globalisierung auserkoren wurden.
Es gibt also wirklich Menschen, die daran glauben, dass man Einfluss auf den Egoismus der Leute nehmen könnte, die bedenkenlos die Produkte kaufen, um die es geht. Wie naiv! Das System funktioniert und es gibt viele Leute, die, sogar im “reichen” Deutschland, auf diese Angebot angewiesen sind. Denn die Segnungen der Globalisierung haben auch hier dazu geführt, dass Hunderttausende, gemessen an den hiesigen Verhältnissen, in Armut leben.
Was könnte man also tun, um an diesen Zusammenhängen etwas zu ändern? Den Kapitalismus abschaffen. Doch, mir würde das gefallen. Ist aber leider nicht mehrheitsfähig. Zu meinem Bedauern würde das wohl auch heißen, das Kind mit dem Bad auszuschütten. Da wird uns nichts anderes übrig bleiben, als die Zustände zu kritisieren und die Unternehmen in die Öffentlichkeit zu zerren, die es übertreiben. Mehr werden die Mädels aus Bangladesh sicher auch nicht erreichen. Die laufende Kampagne ist gut gemeint, und man kann ihr nur viel Erfolg wünschen. Aber das reicht allein nicht.
[fancy_box]Vom 2. bis 19. November reisen die Näherinnen auf Einladung der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) durch elf Städte Deutschlands (Reiseplan unter www.saubere-kleidung.de). Sie werden von dem bangladeschischen Verfasser der Studie und einer Anwältin der indonesischen Nichtregierungsorganisation TURC begleitet, die sich im Rahmen der Kampagne für einen ‘Asiatischen Grundlohn’ über die Grenzen Asiens hinweg für einen existenzsichernden Lohn einsetzt. So soll einem Ausspielen der Länder untereinander entgegengewirkt werden… Quelle[/fancy_box]
[info_box]Website Saubere-Kleidung.de[/info_box]
Nachtrag: Ich finde es übrigens sehr schade, dass die Aktion in den Medien nicht allzu sehr beachtet wird. In Weblogs findet sie offenbar kaum nicht statt! Stattdessen beschäftigen wir uns lieber mit dem üblichen Kram. Vielleicht hat es aber auch etwas Gutes, und ich deute es nur falsch. Im Idealfall hätten auch wir Blogger wenigstens das schlechte Gewissen, das wir haben sollten. Blöd nur, dass auch das nichts an den Fakten ändert.












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