Solidarität mit Näherinnen aus Bangladesh

November 11, 2010 Kommentare deaktiviert | Dieser Artikel wurde 128 x aufgerufen.
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Solidarität mit Näherinnen aus Bangladesh

Vom 2. bis 19.11. statten zwei Näherinnen aus Bangladesh Deutschland einen Besuch ab. Sie wollen auf die schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam machen, für die auch deutsche Unternehmen verantwortlich sind. Wer nicht blind und taub ist, weiß natürlich längst, zu welchen “Löhnen” die Menschen in den Ländern arbeiten müssen, die von den Kapitalisten als lukrative Ziele für ihre Ambitionen in den Zeiten der Globalisierung auserkoren wurden.

DHAKA, BANGLADESH - JULY 29:  Teenagers and boys work for a garment maker in the same room as they sleep next to a shanty town July 29, 2008 in Dhaka, Bangladesh. It is projected by the United Nations that by 2015 Dhaka will be the world's second most populated city, next to Tokyo, with an urban growth rate of 3.1 percent per year. This has left the capital city with a scarcity of housing for the millions of working class and poor. Shanty towns and slums are an ever increasing presence on the streets of Dhaka.  (Photo by Spencer Platt/Getty Images)Es gibt also wirklich Menschen, die daran glauben, dass man Einfluss auf den Egoismus der Leute nehmen könnte, die bedenkenlos die Produkte kaufen, um die es geht. Wie naiv! Das System funktioniert und es gibt viele Leute, die, sogar im “reichen” Deutschland, auf diese Angebot angewiesen sind. Denn die Segnungen der Globalisierung haben auch hier dazu geführt, dass Hunderttausende, gemessen an den hiesigen Verhältnissen, in Armut leben.

Was könnte man also tun, um an diesen Zusammenhängen etwas zu ändern? Den Kapitalismus abschaffen. Doch, mir würde das gefallen. Ist aber leider nicht mehrheitsfähig. Zu meinem Bedauern würde das wohl auch heißen, das Kind mit dem Bad auszuschütten. Da wird uns nichts anderes übrig bleiben, als die Zustände zu kritisieren und die Unternehmen in die Öffentlichkeit zu zerren, die es übertreiben. Mehr werden die Mädels aus Bangladesh sicher auch nicht erreichen. Die laufende Kampagne ist gut gemeint, und man kann ihr nur viel Erfolg wünschen. Aber das reicht allein nicht.

[fancy_box]Vom 2. bis 19. November reisen die Näherinnen auf Einladung der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) durch elf Städte Deutschlands (Reiseplan unter www.saubere-kleidung.de). Sie werden von dem bangladeschischen Verfasser der Studie und einer Anwältin der indonesischen Nichtregierungsorganisation TURC begleitet, die sich im Rahmen der Kampagne für einen ‘Asiatischen Grundlohn’ über die Grenzen Asiens hinweg für einen existenzsichernden Lohn einsetzt. So soll einem Ausspielen der Länder untereinander entgegengewirkt werden… Quelle[/fancy_box]

[info_box]Website Saubere-Kleidung.de[/info_box]

Nachtrag: Ich finde es übrigens sehr schade, dass die Aktion in den Medien nicht allzu sehr beachtet wird. In Weblogs findet sie offenbar kaum nicht statt! Stattdessen beschäftigen wir uns lieber mit dem üblichen Kram. Vielleicht hat es aber auch etwas Gutes, und ich deute es nur falsch. Im Idealfall hätten auch wir Blogger wenigstens das schlechte Gewissen, das wir haben sollten. Blöd nur, dass auch das nichts an den Fakten ändert.

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