Ein Spruch des Berliner Innensenators, den Fefe gefunden hat, macht mir ratlos. Ich kann nicht glauben, dass ein verantwortlicher Politiker einen solchen Scheißdreck verzapft. Das ist schlimmer als das Buch, das Sarrazin, ehemaliger SPD-Kollege von Erhart Körting, ehedem auf uns losgelassen hat. Und Körting ist (noch) Mitglied des Berliner Senats. Man sollte meinen, dass er die Situation, die er da beschreibt, aus seiner persönlichen Erfahrung kennen würde. Selbst ich kenne solche “Gefährdungslagen”, und ich wohne auf dem Land.
„Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.“ Das gleiche gelte für stehen gelassene Koffer oder Aktentaschen.
Quelle: Terrorangst: Berlins Innensenator ruft auf, Verdächtige zu melden – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE













Na ja, es kommt, und sowas ignoriert die Blog- und Twitterwelt natürlich gerne, schon ein wenig auf die Zahl “drei” an, und das “seltsame Aussehen” schreibt er auch nicht den Arabern schlechthin zu, sondern nennt es als zusätzliches Indiz.
Gut, man könnte – im Kampf gegen Alltagsrassismus – die Leute auch auffordern, blonde und blauäugige Personen zu melden, die einen bayerischen Akzent haben und mit einer Familie in die Wohnung nebenan eingezogen sind.
In deinem zweiten Satz steckt viel Wahres. Die Zahl drei birgt schon ein hohes Gefährdungspotenzial. Jedenfalls dann, wenn man sie direkt mit eins vergleicht. Das kann ich als Blogger und Twitterer schon wechseln.
“Drei” allein wohl kaum.