Schröder (CDU) hat denen Zucker gegeben, die es immer schon gewusst haben. Muslimische Jugendliche neigen eher zur Gewalt als nicht-muslimische. Abgesehen davon, dass sich mit den Studien, die Schröder übrigens erst im Oktober dieses Jahres (!) in Auftrag gegeben hatte, diese Aussage nicht belegen lässt, was ist nun die Quintessenz daraus?
Nett gehen die Medien mit Frau Schröder in diesen Tagen nicht gerade um. Dabei ist sie doch sehr fleißig, jedenfalls, wenn man ihre Präsenz in den Medien als Maßstab dafür anlegt. Sie ist jung, unerfahren und ergeht sich -was ich ihr unbedingt zugute halten möchte-, nicht in schablonenhaften Politikerstatements. Sie riskiert mit eigenen Interpretationen die öffentliche Meinung heftig gegen sich aufzubringen. Ihre Aussage zur Rolle der Emanzipation in unserer Gesellschaft war dafür ein gutes Beispiel.
Muslime Jugendliche leben mit anderen Männlichkeitsnormen. Sie haben schlechte Bildungschancen, können nicht kommunizieren. Tja, Muslime eben. Und eigentlich erklärt das -spätestens seit Sarrazin- ja auch schon alles.
Blöd nur, dass die von Schröder aufs Podium gezerrten Wissenschaftler vom schröder’schen Dreiklang nichts wissen wollen.
Da scheint es einen Zusammenhang zu geben, dass eine erhöhte islamische Religiosität korreliert mit einer erhöhten Zustimmung zu Männlichkeitsnormen, die Gewalt legitimieren.
Islam, Männlichkeitsnormen und Gewalt: Schröder beklagt gefährlichen Dreiklang – Inland – Politik – FAZ.NET
Ja, Frau Schröder: Mit Unterstellungen dieser Art lässt sich prima Politik Stimmung machen. Frau Schröder ist Diplom-Soziologin und hat mit einer Studie zum Thema: “Gerechtigkeit als Gleichheit” promoviert. Sie hat schon als studentische Hilfskraft wissenschaftlich gearbeitet. Deshalb weiß sie, was von Studien zu halten ist, die innerhalb von nicht einmal zwei Monaten erstellt werden. Schon deshalb hat sie wohl auch ihren Interpretationsspielraum wahrgenommen und Schlussfolgerungen gezogen, die, vorsichtig ausgedrückt, durch die Studien nicht oder bestenfalls nur zum Teil belegbar sind.
Aber zum Stimmung machen reicht ein bisschen Gewusel ja allemal aus. Das hat Frau Schröder während ihrer kurzen politischen Karriere sehr bald kapiert.












Die Frau ist einfach die komplette Fehlbesetzung. Selbst ich im ersten Semester muss den Kopf darüber schütteln, dass sowas einen akademischen Grad erreicht hat.
Aber ist ja kein Wunder, die Ecke des Parteienspektrums betreibt gerne bischen Nebelkerzenwerfen, damit ihre Positionen und Einstellungen als die einzig richtigen dastehen.
Der Deutsche möchte keine Studie, gar eine wissenschaftliche Studie, anzweifeln.
Die Bildungseliten würden es ja wohl am besten wissen.
Jetzt fehlt nur noch eine Zeitung mit Fr. Schröder als Chefredakteurin, die den Untertitel “Die Muslime sind unser Verderben!” besitzt. Ich möchte ja nicht abstreiten, dass es gewisse Probleme mit bestimmten Teilgruppen der Bevölkerung gibt – aber populistisch drauf einzustechen, wie das Kind ins metaphorische Wespennest, ist doch ganz klar die falsche Richtung, da hierdurch nur das “Wir – Die”-Denken innerhalb der Gesellschaft verstärkt wird.
Aber was macht man nicht alles für etwas Publicity.
Politiker sollen einerseits die Dinge beim Namen nennen und uns nicht belügen. Andererseits sollen sie aber auch dafür sorgen, dass nicht Bevölkerungsteile gegeneinander aufgestachelt werden. Frau Schröder plappert drauf los und man hat nicht das Gefühl, dass sie sich dieser Verantwortung bewusst ist oder sich wenigstens in einem Lernprozess befindet.
Bei Frau Schröder passt der alte Spruch:
Vom Regen untet umgehung der Traufe direkt in die Scheisse.
Die lässt aber auch nichts aus… ZDF gibt interesssanterweise auch direkt Kontra:
(http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2010/11/kein-glucklicher-auftritt-der.html)
Sie hat wohl gewusst, dass es keine wissenschaftliche Bestätigung für ihre Aussage gibt. Dass sie diese trotzdem traf sagt alles. Es passt ja auch zur allgemeinen Stimmung in unserem Land.
Sicher kein allzu geschicktes Agieren, aber lange nicht so unqualifiziert und fatal wie das Verhalten vieler führende Kopfe anderer Parteien, die konsequent alles ausblenden und verleugnen, was nicht ins eigene Multikulti-Weltbild passt.
@Danny: Ihre Sichtweise ist inzwischen in Deutschland so verbreitet, dass sie die führenden Köpfe anderer Parteien längst erreicht hat. Fatal finde ich, wenn immer mehr Leute wie Sie Gesellschaften mit aller Macht zu sprengen versuchen, in dem sie gebetsmühlenartig das Trennende betonen. Mir ist ein Multi-Kulti-Anhänger jedenfalls viel lieber. Und Angst habe ich nicht vor dem Islam sondern vor Leuten wie Ihnen.
Mit fällt eigentlich nicht mehr wirklich viel zu dieser Frau ein. Tut mir leid, aber wie so jemand so eine Position erreichen kann bleibt mir doch schleierhaft. Natürlich gibt es Problematik mit Teilgruppen und anderem, wie schon von “Kiri” angesprochen. Den Ausführungen kann ich nur zustimmen.
Es ist schon hart, ein Amt zu bekommen und dann so grandios zu scheitern.